Entzogene Akkreditierung Streit um CNN-Journalisten Acosta: Weißes Haus soll Video manipuliert haben

Im Fall Acosta steht US-Regierungssprecherin Sarah Huckabee Sanders in der Kritik. Ein von ihr geteiltes Video soll manipuliert worden sein.
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New YorkIm Streit um den CNN-Journalisten Jim Acosta wird dem Weißen Haus Irreführung durch eine mutmaßlich manipulierte Videoaufnahme vorgeworfen. Ein unabhängiger Experte warf der US-Regierungssprecherin Sarah Huckabee Sanders am Donnerstag vor, ein Video von Acosta verbreitet zu haben, in dem er während eines Vorfalls mit einer Praktikantin des Weißen Hauses aggressiver wirkte als tatsächlich im Verlauf der Situation.

Das Weiße Haus hatte dem Reporter die Akkreditierung entzogen, nachdem er bei einer Pressekonferenz am Mittwoch verbal mit US-Präsident Donald Trump aneinandergeraten war.

Eine Praktikantin versuchte in dem Zuge vergeblich, Acosta das Mikrofon wegzunehmen. Während er gestikulierte, fiel einer seiner Arme auf einen der Praktikantin.

Die Nachrichtenagentur AP hat den Vorfall per Video festgehalten. Der unabhängige Videoproduzent Abba Shapiro, der Material auf Anfrage der AP überprüft, sichtete diese Aufnahme ebenso wie ein Video der gleichen Situation, das aber Sanders bei Twitter geteilt hatte.

Im Vergleich sind die von Sanders geteilten Aufnahmen laut Shapiro vermutlich so verändert worden, dass Acostas Armbewegung schneller wirkt als tatsächlich geschehen.

Nach einer Bild-für-Bild-Analyse erklärte Shapiro außerdem, dass einige Bilder wie eingefroren aussähen - womöglich, damit beide Videos schließlich die gleiche Länge aufweisen würden. Die Änderung sei „zu präzise, um ein Unfall zu sein“, sagte Shapiro.

Technische Fehler oder eine Komprimierung des Videos seien als Ursache für die Änderung aufgrund ihrer Feinheit ebenfalls auszuschließen.

Sanders selbst hat nicht erklärt, woher das von ihr geteilte Video stammt. In ihrer Erklärung, warum Acosta die Akkreditierung für das Weiße Haus entzogen wird, hatte sie gesagt, die Regierung toleriere nicht, wenn ein Reporter eine junge Frau so berühre, während diese bloß ihre Job mache.

Der Fernsehsender CNN hat sich hinter seinen Reporter gestellt und Sanders' Darstellung in dem Fall als Lüge bezeichnet. Auch andere Journalisten, die zum Zeitpunkt des Vorfalls im Raum waren, stützten Acosta.

  • ap
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