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Erasmus-Programm Deutschland als Austauschland sehr beliebt

Deutsche Universitäten sind für Hochschulllehrer im europäischen Austauschprogramm Erasmus am attraktivsten. Bei den Studierenden liegt Deutschland nur auf Rang 3. Sie bevorzugen südlichere Länder.

HB BRÜSSEL. Von 20 877 Lehrkräften, die im Studienjahr 2004/2005 mit finanzieller Hilfe des Erasmus-Programms für einige Monate an eine ausländische Hochschule wechselten, kamen nach Angaben der EU-Kommission vom Donnerstag 2623 nach Deutschland. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Frankreich mit 2261 und Italien mit 1897 Erasmus-Teilnehmern am Lehrpult.

Für die Studierenden war Spanien das beliebteste Ziel. Dorthin gingen im vergangenen Studienjahr 25 511 Studenten, die ein Erasmus- Stipendium von durchschnittlich 130 Euro monatlich bekamen. Deutschland lag bei den Studenten mit 17 273 Gästen hinter Frankreich (20 519), aber vor Großbritannien (16 266). Die Zahl der Austauschstudenten lag den Angaben zufolge 2004/2005 um 6,3 Prozent über dem Vorjahr, bei den Lehrkräften sogar um 12,9 Prozent.

Erstmals beteiligten sich in dem Studienjahr auch türkische Hochschulen am Erasmus-Programm. Den 1142 türkischen Studenten, die dabei an Hochschulen in der EU kamen, standen 299 Austauschstudenten mit Ziel Türkei gegenüber. Anders als bei den Spitzenreitern Spanien, Frankreich und Deutschland ging die Zahl der Erasmus-Studenten in Großbritannien weiter zurück. Ein Kommissionssprecher erklärte das unter anderem mit den hohen Lebenshaltungskosten auf der Insel.

Die meisten Erasmus-Studenten zogen aus Deutschland für einige Monate in die europäische Hochschulwelt. Ihre Zahl stieg zuletzt auf 22 427, gefolgt von 21 561 Studierenden aus Frankreich und 20 819 Teilnehmern aus Spanien. Erasmus-Studenten kamen aus allen 25 EU- Staaten sowie den teilnehmenden Ländern Island, Liechtenstein, Norwegen, Bulgarien, Rumänien und der Türkei. Diese Länder nahmen umgekehrt auch ausnahmslos Gaststudenten aus dem Ausland auf.

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