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Erderwärmung Coronakrise erschwert klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft

Das öffentliche Leben steht weitestgehend still. Kurzfristig reduziert das Emissionen. Doch die Krise wird die ökologische Modernisierung verlangsamen.
18.03.2020 - 17:24 Uhr 1 Kommentar
Für den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft braucht es Investitionen, für die das Geld durch die Coronakrise fehlen könnte. Quelle: dpa
Windpark in Brandenburg

Für den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft braucht es Investitionen, für die das Geld durch die Coronakrise fehlen könnte.

(Foto: dpa)

Berlin Die Coronakrise wird den notwendigen klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft eher erschweren als beschleunigen, unter anderem, weil die notwendigen finanziellen Mittel knapper werden. Das stellt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln in einer Kurzanalyse fest.

„Schrumpfen die Emissionen, weil die Wirtschaft einbricht, sind das keine klimapolitischen Schritte in die richtige Richtung“, schreibt IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt. Vielmehr ergäben sich daraus erhebliche Probleme.

Europaweit erlahmt derzeit das öffentliche Leben. Flugreisen fallen aus, Touristen kommen nicht mehr, Restaurants, Hotels, Läden und große Produktionsstätten bleiben in den nächsten Wochen geschlossen.

Inmitten dieser Krise verkündete Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) vergangenen Montag, dass die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen 2019 im Vorjahresvergleich nach vorläufigen Daten um 6,3 Prozent gesunken sind. Die Hoffnung, Corona und die damit verbundenen Beschränkungen könnten zum Segen für das Klima werden, hält das IW jedoch für verfehlt.

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    Die Pandemie zeige, dass viele Reisen entbehrlich seien, dass Meetings und Konferenzen durchaus auch digital funktionierten. Diese Entwicklung sei klimapolitisch durchaus vorteilhaft, so Bardt. Doch langfristig gehe kein Weg daran vorbei, dass das Wirtschaftswachstum mit geringeren Emissionen einhergehen müsse. „Wenn krisenbedingt Investitionen wegfallen, verlangsamt das auch die ökologische Modernisierung.“

    Die wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die dabei helfen sollen, die Corona-Krise zu bewältigen, seien keine Klimapolitik, so IW-Experte Bardt. Sie sollen die Wirtschaft kurzfristig stabilisieren und nicht dauerhaft klimafreundlichere Investitionen unterstützen. Liquiditätshilfen seien notwendig, um Unternehmen am Leben zu halten und sollte nicht durch Klimaauflagen kompliziert gemacht werden.

    Offener Brief an Ursula von der Leyen

    Allerdings, meint Bardt, könnten Konjunkturprogramme durchaus nützlich für den Klimaschutz ausgestaltet sein. Ein Beispiel dafür sei die Umweltprämie, mit der in der Weltwirtschaftskrise der Fahrzeugbau stabilisiert werden sollte: mit ihr wurde auch die Fahrzeugflotte modernisiert und damit Emissionen begrenzt.

    Zahlreiche Philanthropen und Vertreter von Stiftungen aus dem deutschsprachigen Raum wandten sich am Mittwoch in einem offenen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, um für ein entschlosseneres Vorgehen beim Klimaschutz zu werben und den vorgelegten „Green Deal“ zur Grundlage für die Konjunkturpakete zur Bekämpfung der Corona-Krise zu machen.

    „Das Jahr 2020 ist besonders wichtig für den internationalen Klimaschutz und für den gemeinsamen Einsatz bei der Umsetzung, um einer nicht mehr einzudämmenden Erderwärmung entgegenzuwirken“, heißt es in dem Schreiben, das dem Handelsblatt vorliegt und unter anderem von Klaus Milke (Vorsitzender der Stiftung Zukunftsfähigkeit), Michael Otto (Umweltstiftung Michael Otto), Joachim Rogall (Robert Bosch Stiftung) unterzeichnet ist. „Gleichzeitig erfordert die aktuelle Corona-Krise schnelle Unterstützung der Europäischen Wirtschaft. Beides kann und muss zusammengedacht werden.“

    Mehr: Das Bundesumweltministerium verzeichnet einen Fortschritt beim Klimaschutz. Im Verkehrs- und Gebäudebereich sind die Emissionen jedoch gestiegen.

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    1 Kommentar zu "Erderwärmung: Coronakrise erschwert klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft"

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    • Die Krise und Verlangsamung unseres Allgemeinen Lebens bietet auch Chancen. Wir haben mehr Zeit zum Neu entdecken - es gibt neueste Technologien im Energiesektor, die wir endlich nutzbar machen können. Die Berliner Neutrino Energy Group bietet sensationelle Innovationen. Sie testet Geräte zur Gewinnung von sauberem Strom aus kosmischer Strahlung. Holger Thorsten Schubart, CEO dieses deutsch-amerikanische Forschungsunternehmen hat die Entwicklung eines innovativen High-Tech-Materials auf Basis einer Vielzahl von dotiertem Kohlenstoff und Silizium zum Abschluss gebracht, mit dem ein Teil der kinetischen Energie von Partikeln des unsichtbaren Strahlungsspektrums in Elektrizität umgewandelt wird. Derzeit werden die ersten industriellen Muster des sogenannten NEUTRINO POWER CUBE, eines Geräts, das saubere Energie liefert, in Deutschland unter Laborbedingungen getestet. Neutrinos, hochenergetische Teilchen, die als Teil der kosmischen Strahlung des unsichtbaren Spektrums kontinuierlich auf die Erde treffen, sind nach jüngsten Untersuchungen eine unerschöpfliche Energiequelle. "Der Energieerhaltungssatz funktioniert. ", sagt der Physiker Professor Strauss, ein ehemaliger Forscher am Massachusetts Institute of Technology, USA, und Mitglied des wissenschaftlichen Rates der NEUTRINO ENERGY Group. Auch im Karlsruher Institut für Technologie wird seit September 2019 offiziell mit Neutrino-Messungen bewiesen, dass diese neue Ära der Energienutzung einen gesamten Systemwechsel in der Anwendung von Neutrinovoltaik bewirken wird. Ein Wandel von der Stromversorgung über Grosskraftwerke und Stromtrassen zur MOBILEN UND DEZENTRALEN HAUSHALTSVERSORGUNG ohne Kabel und Steckdosen ist vergleichbar mit dem Wandel von der Festnetztelefonie zur heutigen, mobilen Smartphone-Telefonie. Darauf sollte die Politik die Wirtschaft orientieren.

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