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ErdgasEU und Aserbaidschan schließen Abkommen: Doppelt so viel Gas bis 2027

Das Abkommen sieht auch vor, enger bei erneuerbaren Energien zusammenzuarbeiten. Ab 2027 wird Aserbaidschan 20 Milliarden Kubikmeter Gas liefern. 18.07.2022 - 15:46 Uhr Artikel anhören

Die EU und Aserbaidschan haben ein neues Gasabkommen vereinbart.

Foto: via REUTERS

Baku. Um sich von Energielieferungen aus Russland zu lösen, will die EU künftig mehr Gas aus der Südkaukasus-Republik Aserbaidschan beziehen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev unterzeichneten am Montag in Baku eine Absichtserklärung.

Über den südlichen Gaskorridor wird innerhalb von fünf Jahren doppelt so viel Gas im Jahr geliefert werden wie bisher. Ab 2027 sollen demnach jährlich mindestens 20 Milliarden Kubikmeter fließen.

Von der Leyen sagte in der aserbaidschanischen Hauptstadt, mit der Absichtserklärung öffne man „ein neues Kapitel in der Energie-Zusammenarbeit“ mit Aserbaidschan. Die autoritär geführte Ex-Sowjetrepublik, die auch zu Russland enge Verbindungen hat, sei ein Schlüsselpartner, um sich von fossilen Brennstoffen aus Russland zu lösen.

Schon jetzt würden jährlich 8,1 Milliarden Kubikmeter geliefert, von kommendem Jahr an sollten es bereits 12 Milliarden sein. „Dies wird dazu beitragen, die Kürzungen der russischen Gaslieferungen auszugleichen.“

EU und Aserbaidschan arbeiten enger bei Erneuerbaren zusammen

Aliyev betonte, dass Fragen der Energiesicherheit heute wichtiger seien denn je. „Eine langfristige, vorhersehbare und sehr zuverlässige Zusammenarbeit zwischen der EU und Aserbaidschan im Energiebereich ist natürlich von großem Wert.“

Neben den Gaslieferungen sieht die Absichtserklärung auch vor, enger bei erneuerbaren Energien zusammenzuarbeiten. Aserbaidschan habe in diesem Bereich „enormes Potenzial“, sagte von der Leyen, insbesondere bei Offshore-Windenergie und grünem Wasserstoff.

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So werde Aserbaidschan sich von einem Lieferanten fossiler Brennstoffe zu einem Partner für erneuerbare Energien entwickeln. Um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu vertiefen, arbeiten beide Seiten zudem an einem Abkommen, das bald abgeschlossen werden soll.

dpa
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