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Erdöl Saudischer König ernennt Sohn zum Energieminister

Der weltgrößte Erdölexporteur Saudi-Arabien tauscht seinen Energieminister aus. In Riad wird bereits von "Palastrevolte" gesprochen.
08.09.2019 Update: 08.09.2019 - 16:03 Uhr Kommentieren
Der saudische Herrscher ordnet die Regierung neu. Quelle: Reuters
König Salman

Der saudische Herrscher ordnet die Regierung neu.

(Foto: Reuters)

Berlin Saudi-Arabiens König Salman konzentriert die Macht des Landes in den Händen seiner Familie. Am Sonntag entließ er per königlichem Dekret den Energieminister Chalid al-Falih, eine der einflussreichsten Figuren im weltweiten Ölhandel. Und ersetzte ihn durch seinen Sohn, Prinz Abdulasis bin Salman al-Saud.

Der Halbbruder des mächtigen Kronprinzen Mohammed bin Salman ist Energieexperte und diente bereits seit 1985 als Berater früherer Ölminister. Prinz Abdulasis bin Salman al-Saud, Jahrgang 1960, ist der vierte Sohn von König Salman und war zuletzt zwei Jahre lang als Staatsminister für Energiefragen tätig. Eine enge Beziehung zu seinem Halbbruder wird ihm nicht nachgesagt.

Und doch sorgt die Personalie für große Aufmerksamkeit: Es ist das erste Mal, dass ein Mitglied des Königshauses die Verantwortung für die so wichtige Ölpolitik des Landes bekommt. Das islamisch-konservative Saudi-Arabien ist der weltweit größte Ölexporteur – und damit auch wichtiges Mitglied im Ölkartell Opec. Bereits am Donnerstag wird der Neue die saudische Delegation beim Opec-Treffen in Abu Dhabi anführen.

In der Hauptstadt Riad wird bereits von „Putsch“ oder „Palastrevolte“ gesprochen, denn der bisherige Energieminister al-Falih hatte erst vor wenigen Tagen auch den Posten als Vorsitzender des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco aufgeben müssen. Er wurde am 2. September durch den Chairman des Staatsfonds PIF, Yasir al-Rumayyan abgelöst. Al-Falih, so berichten Insider, hatte die Pläne, Aramco spätestens 2021 an die Börse zu bringen, kritisch gesehen. Er soll sehr zurückhaltend agiert haben.

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    Jetzt wird der Ölexperte durch einen Getreuen aus der eigenen Familie ersetzt, heißt es in diplomatischen Kreisen. Das Königshaus der al-Sauds scheint den Börsengang so schnell wie möglich durchziehen zu wollen. Denn Saudi-Arabien hat ein erhebliches Haushaltsproblem.

    Al-Falih hatte zwar mit Russland zusammen Ölförderungsbegrenzungen durchgesetzt, doch wegen weltwirtschaftlicher Probleme hat sich der Ölpreis aus saudischer Sicht nur sehr unzureichend erholt. Das Land braucht für ein ausgeglichenes Budget einen deutlich höheren Ölpreis. Zudem belastet der niedrige Wert auch den Aramco-Börsengang.

    Doch die Bedenkenträger werden zugunsten von Familienmitgliedern schnell zur Seite gedrängt. Dafür sorgt vor allem der seit 2015 herrschende, heute 83-jährige König Salman.

    Mehr: Der Chef des saudischen Staatsfonds PIF übernimmt die Aufsicht des Ölkonzerns Saudi Aramco. 2020 will er das weltgrößte Unternehmen aufs Parkett bringen.

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