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Erdogan in Peking Auf Waffenschau in China

Die Türkei fliegt weiter Luftangriffe auf Kurden und gegen den IS. Gleichzeitig sieht sich Präsident Erdogan in China nach neuen Waffen um – allerdings nicht sorgenfrei: Ein Streit belastet das Verhältnis zwischen Peking und Ankara.
29.07.2015 - 15:31 Uhr Kommentieren
Der Präsident der Türkei wird mit militärischen Ehren empfangen. Quelle: AFP
Recep Tayyip Erdogan

Der Präsident der Türkei wird mit militärischen Ehren empfangen.

(Foto: AFP)

Peking Mit ernstem Blick schreitet der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan vor den chinesischen Soldaten an der Großen Halle des Volkes in Peking entlang. Die militärischen Ehren zum Auftakt seines Staatsbesuches am Mittwoch in China sind die richtige Kulisse. Denn Erdogan will in China Waffen kaufen. „Jedes Angebot (…) ist sehr willkommen“, kündigte der Präsident gegenüber Chinas amtlicher Nachrichtenagentur Xinhua an.

Seit zwei Jahren ist die Türkei an den chinesischen Waffen interessiert. Eigentlich hatte sich die Türkei schon 2013 für ein 3,4 Milliarden US-Dollar teures Angebot der chinesischen China Precision Machinery Import and Export Corporation (CPMIEC) entschieden. Istanbuls Nato-Partner waren von dem Vorstoß jedoch wenig erfreut.

Dann wurde es wieder still um den Deal. Erdogan hofft nun offenbar auf einen Rabatt auf die Waffen, damit der Deal doch noch zustande kommt. Am Mittwoch traf Erdogan Chinas Staat- und Parteichef Xi Jinping. Eine Entscheidung über den Waffenkauf steht aber noch aus.

China will seine Stellung als internationaler Waffenproduzent stärken. China ist bereits zum drittgrößten Waffenexporteur der Welt aufgestiegen und hat damit Deutschland überholt, wie das schwedische Friedensforschungsinstitut SIPRI ermittelt hat. Aber die Volksrepublik will langfristig auch mehr komplexere Waffensysteme – wie das für die Türkei – verkaufen.

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    CPMIEC vertritt Chinas Waffenindustrie bei internationalen Verhandlungen. Dabei sind Chinas Waffenproduzenten wenig wählerisch bei der Auswahl ihrer Kunden: Fast jeder Staat kommt zum Zug, der genug bezahlt – auch Länder wie Syrien. 2013 hat die US-Regierung CPMIEC deshalb auf die schwarze Liste gesetzt.

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