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Erdrutschsieg erwartet Argentiniens Präsidentin vor Wiederwahl

Argentiniens Präsidentin Kirchner wird ihr Land offenbar weiter regieren. Meinungsumfragen deuten auf einen Sieg in der ersten Runde der Präsidentenwahl hin. Dazu braucht Kirchner 45 Prozent der gültigen Stimmen.
23.10.2011 - 16:18 Uhr Kommentieren

Buenos Aires Bei der Präsidentenwahl in Argentinien hat sich am Sonntag ein klarer Sieg von Amtsinhaberin Cristina Fernández de Kirchner (58) abgezeichnet. Allen Umfragen zufolge könnte sie bereits in der ersten Wahlrunde siegen. Auf Platz zwei sahen die Umfrageinstitute den Sozialisten Hermes Binner (68). Insgesamt bewarben sich sieben Kandidaten um das höchste Staatsamt.

Cristina Kirchner profitierte von dem anhaltenden Wirtschaftswachstum, der von einer breiten Mehrzahl der Argentinier der Regierung zugeschrieben wird. In Umfragen kletterte die links-peronistische Kandidatin zuletzt auf 53 Prozent. Für den Sieg in der ersten Runde reichen 45 Prozent der gültigen Stimmen, oder 40 Prozent, wenn der Vorsprung vor dem Zweitplatzierten mindestens 10 Prozentpunkte beträgt.

Die Staatschefin ist die erste Frau, die in Argentinien für das höchste Amt gewählt wurde. Im Fall eines Wahlsiegs Kirchners an diesem Sonntag wäre nach Juan Domingo Perón (1945-1955) und Carlos Menem (1989-1999) erst zum dritten Mal in Argentinien ein Staatschef zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten an der Macht. Die Präsidentin gewann die Wahlen 2007 mit 45 Prozent der Stimmen. Sie übernahm das Amt in Nachfolge Ehemanns Néstor Kirchner, der 2010 starb.

Knapp 29 Millionen Bürger sind außerdem aufgerufen, die Hälfte der Abgeordneten sowie ein Drittel der Senatoren neu zu bestimmen. Die Regierung sucht die Mehrheit im Abgeordnetenhaus zurück zu gewinnen, die sie 2009 verlor. Die zersplitterte Opposition versucht, sich wenigstens im Kongress zu behaupten, wenn sie schon keine Chance bei der Präsidentschaftswahl hat.

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    • dpa
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