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Erinnerung an D-Day Theresa May beschwört westliche Allianz

Die Premierministerin ruft dazu auf, die Kooperation der Westmächte nicht aufzugeben. Die Botschaft dürfte sich vor allem an den US-Präsidenten richten.
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Mit dem Gedenken an den D-Day in Portsmouth schließt der US-Präsident seine dreitägige Staatsvisite in Großbritannien ab. Quelle: AFP
Donald Trump und Theresa May

Mit dem Gedenken an den D-Day in Portsmouth schließt der US-Präsident seine dreitägige Staatsvisite in Großbritannien ab.

(Foto: AFP)

Portsmouth Die britische Premierministerin Theresa May hat sich dem Appell der Queen an US-Präsident Donald Trump zum Festhalten am Bündnis der Westmächte angeschlossen. Laut vorab verbreiteten Redeauszügen Mays zu einer Gedenkveranstaltung in der südenglischen Hafenstadt Portsmouth am Mittwoch betonte May die Bedeutung der Zusammenarbeit westlicher Länder für Sicherheit und Wohlstand. Es sei „wichtiger denn je, dass wir weiterhin dabei zusammenstehen, unsere gemeinsamen Werte und unseren Lebensstil aufrechtzuerhalten“, so May. Die Queen hatte bereits am Montag eine ähnliche Botschaft an Trump gerichtet, der sich in dieser Woche zum Staatsbesuch in Großbritannien aufhält.

Bei der Militärparade in Portsmouth am Vormittag wollen zahlreiche Staats- und Regierungschefs an die Landung der Alliierten in der Normandie im Zweiten Weltkrieg vor 75 Jahren erinnern. Mit dabei sind unter anderem US-Präsident Donald Trump, die britische Königin Elizabeth II. und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Auch der französische Präsident Emmanuel Macron und Kanadas Premier Justin Trudeau werden zu der Gedenkfeier erwartet. Die britische Regierung hatte das „größte britische Militärspektakel der jüngeren Geschichte“ angekündigt.

Am 6. Juni 1944 waren alliierte Truppen im Zweiten Weltkrieg in Frankreich gelandet, das von Deutschland besetzt war. Von Portsmouth aus hatte sich ein Großteil der Streitkräfte auf den Weg über den Ärmelkanal Richtung Normandie gemacht. Die größte Landungsoperation der Militärgeschichte hatte entscheidende Bedeutung für den weiteren Verlauf des Zweiten Weltkrieges.

Der sogenannte D-Day markiert den Auftakt der Befreiung Europas vom nationalsozialistischen Deutschland von Westen her und den Beginn des Siegeszugs einer demokratischen Bewegung in aller Welt. Er steht aber auch für ein unmenschliches Blutvergießen mit Zehntausenden Toten und Verwundeten.

Für den US-Präsidenten ist das Gedenken in Portsmouth der Abschluss einer dreitägigen Staatsvisite in Großbritannien. Nach der Veranstaltung im Süden Englands will er in Irland Quartier beziehen und von dort dann am Donnerstag nach Frankreich reisen. Dort ist in der Normandie am Donnerstag (6. Juni), dem eigentlichen Jahrestag des D-Days, eine weitere große Gedenkveranstaltung geplant. Auch daran will Trump teilnehmen.

Bei den Gedenkveranstaltungen werden auch zahlreiche Veteranen von damals erwartet. Rund 300 Veteranen sollen nach den Feierlichkeiten in Portsmouth auf dem Seeweg in die Normandie gebracht werden - in Erinnerung an die gefährliche Reise, die die vielen Soldaten damals, im Juni 1944, über den Ärmelkanal antraten.

Mehr: Am 7. Juni tritt die britische Premierministerin von ihren Ämtern zurück. Ihre Partei, die Tories, hat nun einen Fahrplan für die Regelung ihrer Nachfolge beschlossen.

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  • dpa
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