Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Erleichterung in Brüssel Spanien flüchtet unter den Euro-Rettungsschirm

Spanien ist unter dem Rettungsschirm und wird Milliardenhilfen beantragen. Damit ist der Brandherd auf der iberischen Halbinsel gelöscht und die Auswirkungen der Griechenland-Wahlen nächste Woche sind minimiert.
09.06.2012 Update: 10.06.2012 - 15:12 Uhr 169 Kommentare

Madrid/Brüssel/Berlin Spanien wird als viertes Euroland unter den europäischen Rettungsschirm schlüpfen und kann auf Notkredite bis zu 100 Milliarden Euro bauen. Das beschlossen die Finanzminister der Eurozone am Samstag in einer dreistündigen Telefonkonferenz.

Anders als in den Fällen Griechenland, Portugal und Irland wird es dabei erstmals um spezielle Notkredite zur Stabilisierung des wankenden Bankensystems in Spanien gehen. Damit entgeht die viertgrößte Volkswirtschaft den in Madrid befürchteten strengen Auflagen und Kontrollen seines Staatsbudgets. Aber Spanien muss seinen Bankensektor reformieren und für marode Banken Sanierungspläne vorlegen. Das könnte im Extremfall auch die Schließung einzelner Institute bedeuten. Die Auflagen werden sich an den EU-Beihilferegeln orientieren.

„Die Kredite werden umfangreich genug sein, um einen Damm zu bilden, der alle möglichen Kapitalbedürfnisse auffangen kann“, heißt es in einer Erklärung der Minister. „Die Kreditsumme muss alle geschätzten Kapitalbedürfnisse plus eine zusätzliche Sicherheitsmarge umfassen, was sich schätzungsweise auf insgesamt bis zu 100 Milliarden Euro summiert.“ Die Notkredite werden an den spanischen Bankenrettungsfonds Frob fließen, der es an notleidende Banken weitergebe. Verantwortlich für die Rückzahlung werde die spanische Regierung sein.

Ein offizieller Antrag wird von Madrid erst in den nächsten Wochen vorgelegt. Die Regierung wartet nach den Worten von Wirtschaftsminister Luis de Guindos noch auf zwei Gutachten der Beratungsgesellschaften Oliver Wyman (USA) und Roland Berger (Deutschland), die im Juni erwartet werden. Solange will die Regierung auch warten, um den Finanzbedarf zur Stabilisierung der Banken genau zu beziffern.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    Krisenpuffer von 40 Milliarden Euro
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: Erleichterung in Brüssel - Spanien flüchtet unter den Euro-Rettungsschirm
    169 Kommentare zu "Erleichterung in Brüssel: Spanien flüchtet unter den Euro-Rettungsschirm"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich war 2007 und 2008 beruflich in Spanien und bin derzeit auch hier.
      Ich hatte gehofft, dass sich nun in der Krise etwas ändern würde. Weit gefehlt. Hier sieht absolut keiner einen Grund für irgend eine Anstrengung. Egal ob im Tourismus oder wo auch immer: es wird geklagt - unter minimaler Anstrengung.
      Die Spanier welche ich 2007 gewarnt habe eine völlig überteuerte Immobilie mit Null Eigenkapital zu kaufen, haben besinnungslos gakauft. Dazu ein Kredit für Auto und Fernseher. Und das oft mit einem Einkommen um die 1000 €.
      Heute schimpfen sie auf die Banken und gelegentlich auf Merkel.
      Ansonsten geht die Fiesta aber weiter. Hier sagt jeder offen, dass er keinen "Bock" hat, sich den Kopf wegen der Politik zu zerbrechen. Die (Politiker? Deutsche?) werden es schon irgend wie richten.
      Und wenn noch etwas Zeit bleibt dann geht man zur manifestation (Demo) und kommt heim und sagt: das war echt toll - jede Menge Menschen - und danach waren wir noch einen heben - und was haben wir gelacht!

      Während der Deutsche wie die Maus im Rennrad rennt und das auch noch bezahlt sitzen die das hier ganz locker aus.
      Erst haben sie den Deutschen und Engländern ihre Schrottimmobilien zu Traumpreisen verkauft und jetzt dürfen die Gleichen wieder zahlen. Man kann es nicht fassen ...

    • Europa baut die Rettungspyramide: Die Spitze nach unten!
      Bei soviel Dissonanz bis in die deutsche Regierungskoalition hinein, können die Märkte nichtmal mehr an den Turmbau zu Babel glauben

    • Damit ist der Brandherd auf der iberischen Halbinsel gelöscht

      Gelächter .... wie kann man nur so ein dümmliches Geschwätz abgeben. Wie wir alle aus Erfahrung wissen, ist das erst ein kleiner Anfang, denn wir bewegen uns bei der Verschuldung auf den letzten Zentimetern der Exponentialkurve auf dem Weg in die Unendlichkeit.

    • Wir haften bloß hat Schäuble gesagt! Wie kann man jetzt wegen 100 Mrd. überhaupt noch aufregen?

      Ganz einfach: Die FAZ weiß es ! Norbert Dr. Leineweber vom 11.03.2012 18:20 Uhr zu Dumme Steuerzahler (Holger Steltzner)

      Originale Kopfzeile von damals, ist ja nur 3 Monate her!
      Schäuble kennt nur Haftschalen und sagt deswegen: "Wir haften bloß !"

      Dabei sind 100 Mrd. nur peanuts. Und wenn, wie heute geschehen, Trittin schon wieder mit seiner Finanztransaktionssteuer angefangen hat, um die "Schuldigen" zur Kasse zu bitten, kann man nur sagen, dass sich die 100 Mrd. echt schnell refinanzieren.

      So gehen Rettungsschirme heute. Dabei war es reines Politikversagen, die Immobilienblase gefördert zu haben. Vielleicht sollte man im Gegenzug die Leerstände an spanischen Wohnungen in den Zahlerländern verlosen. Da können wir die Dauerlose der Fernsehlotterie vergessen !

    • Wie wir alle wissen,
      ist das Ausmaß der volksfeindlichen Bagage erheblich…

      Auge um Auge
      Zahn um Zahn

      Irgendwann wird man sich begegnen!
      Skrupellosigkeit schützt nicht vor Konsequenzen!

    • Egal wie gut sich die deutsche Staatsmacht auf Bürgerkrieg vorbereitet hat,
      es wird erbarmungslos Gruselig!
      Wer so erbarmungslos unser Volk ausplündert und vernichten will, der hat auch kein Erbarmen zu erwarten!

      Die Zweit wird kommen…

    • 09.06.2012, 23:16 Uhr @ Mitgliedkarstenberwanger

      Ich stimme ihnen 100% zu!
      ------------------------------------------------
      Ich glaube an Gerechtigkeit!
      Dann aber wird’s erbarmungslos!
      Wetten dass!

      Egal wie dämlich dieses Volk ist!

    • Jeder halbwegs seriöse Kaufmann weiß dass Bürgschaften als Schuldverpflichtungen in der Buchführung zu erscheinen haben!!
      Wenn dann demnächst Zahltag ist, werden auch solche "bloeker" wie Sie zu spüren bekommen, auf welche Phrasen sie hereingefallen sind. Bis dahin dürfen Sie die Welt ruhig weiter durch die Systembrille betrachten.

    • Beendet das Schneeballsystem [...] !! Formulare ausfüllen - aus-
      drucken - unterschreiben - absenden um damit das
      Ermächtigungsgesetz ESM, die Enteignung des deut-
      schen Steuerzahlers, zu Fall zu bringen!!
      [+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++]

    • Viele Politiker haben es immer noch nicht begriffen: der Zug fährt gegen die Wand, Deutschland wird von den anderen heruntergezogen und wird selbst ertrinken, wenn es auf der Euroschiene so weitermacht. Deutschland muss sich also erst einmal freischwimmen, und das heisst, eine eigene Deutsche Währung.

      Das Gegenargument der Aufwertung muss man auch ein wenig differenzierter betrachten:

      1. Deutschland hatte auch zu DM Zeiten Handelsüberschüsse, nicht -defizite.

      2. Eine DM Aufwertung hatten wir ständig seit der DM Einführung und hat Deutschlands wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufstieg nach dem Krieg doch nicht aufgehalten, sondern ganz in Gegenteil das Deutsche und in der ganzen Welt bewunderte Wirtschaftswunder erst hervorgebracht!

      3. 40% der Exportprodukte kommen selbst aus Importprodukten und werden also billiger durch eine Aufwertung der DM.

      4. Führt eine Aufwertung der DM zu mehr Kaufkraft der Deutschen Bevolkerung, das heisst, der deutsche Arbeitnehmer kriegt wieder etwas für sein Geld statt ständig zu verlieren, wie unter dem Euro! Das ist die sogenannte Sozialdividende. Deshalb ist ja auch der Lebensstandart in starken Wahrungsländern wie der Schweiz und in der Bundesrepublik zu DM Zeiten so hoch gewesen!

      5. Eine stärkere DM führt zu mehr Innenkaufkraft und damit mehr Importen, was anderen Ländern zugute kommt und deren Wirtschaftleistung fördert und hilft, von Transferleistungen unabhängig zu werden.

      6. Die Abwertungen, zB der Drachme und der Lira, führen zu deren Wettbewerbsstärkung und damit der Möglichkeit, nicht auf Pump anderer, sondern eigenständig zu wachsen.

      7. Summa summarum werden Europa und die Welt nicht stärker, wenn die letzten noch funktionierenden Wirtschaften auch noch kurzsichtig kaputtgemacht werden.

      Deswegen brauchen wir auf jeden Fall in Deutschland und in Europa unsere eigenen Länderwährungen, um dadurch wirtschaftlich wieder in Fahrt zu kommen und unsere politische Freiheit zu retten.

    Alle Kommentare lesen
    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%