Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Ermordeter Journalist Fall Khashoggi – Saudi-Arabien will Verdächtige nicht an die Türkei ausliefern

Die Verdächtigen im Fall Khashoggi sollen nicht in die Türkei ausgewiesen werden, so Außenminister Adel Al-Jubeir. Die Strafverfolgung soll in Saudi-Arabien erfolgen.
Update: 27.10.2018 - 12:08 Uhr Kommentieren
Der Fall Khashoggi soll eine saudische Angelegenheit bleiben, findet der Außenminister. Quelle: AP
Adel Al-Jubeir

Der Fall Khashoggi soll eine saudische Angelegenheit bleiben, findet der Außenminister.

(Foto: AP)

Istanbul/ManamaDer saudi-arabische Außenminister Adel al-Dschubair hat den Auslieferungsantrag der Türkei für die 18 im Fall Khashoggi verhafteten Verdächtigen abgelehnt. „Diese Personen sind Saudis, sie werden in Saudi-Arabien festgehalten, die Ermittlung ist in Saudi-Arabien, (und) sie werden strafrechtlich verfolgt in Saudi Arabien“, sagte al-Dschubair am Samstag bei einer Sicherheitskonferenz in Bahrain.

Zuvor hatte die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag berichtet, dass die Istanbuler Staatsanwaltschaft im Zuge ihrer Ermittlungen im Mordfall Khashoggi eine Auslieferung der Verdächtigen aufgrund von Vorwürfen, die „geplanten Mord“, „Monströsität“ und “Folter“ beinhalteten, verlangen will. Entsprechende Dokumente seien bereits vorbereitet worden. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat zuvor mehrfach gesagt, die Täter müssten in Istanbul vor Gericht gestellt werden.

Erdogan hat bereits den Besuch eines „hochrangigen saudischen Staatsanwaltes“ in der Türkei angekündigt. Er solle an diesem Sonntag ankommen und den türkischen Kollegen treffen, der die Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im Istanbuler Konsulat des Königreichs untersucht. Erdogan betonte erneut, Khashoggis Tod sei „kein banaler Fall“. Er mahnte, Saudi-Arabien müsse klären, wer den Befehl für die Tat gegeben habe.

Am Sonntag soll nach türkischen Angaben ein „saudischer Staatsanwalt“ in Istanbul eintreffen. Er werde den türkischen Kollegen treffen, der den Mord an Jamal Khashoggi im Istanbuler Konsulat des Königreichs untersucht.

Der Regierungskritiker Khashoggi war am 2. Oktober in das saudi-arabische Konsulat in Istanbul gegangen, um dort Papiere für seine geplante Hochzeit abzuholen. Danach war er verschwunden.

Die türkische Regierung geht davon aus, dass ein saudisches Spezialkommando den Regierungskritiker ermordet hat. Am Donnerstag hatte Riad zugegeben, dass die Verdächtigen in dem Fall mit Vorsatz gehandelt hätten. Vor einer Woche hatte die staatliche saudische Nachrichtenagentur Spa berichtet, 18 saudische Staatsangehörige seien festgenommen worden, darunter auch der Vizechef des Geheimdienstes.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • Bloomberg
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Ermordeter Journalist - Fall Khashoggi – Saudi-Arabien will Verdächtige nicht an die Türkei ausliefern

0 Kommentare zu "Ermordeter Journalist: Fall Khashoggi – Saudi-Arabien will Verdächtige nicht an die Türkei ausliefern"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.