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Erste Wahl im Libanon lockte nur Wenige

Der Aufruf zum Boykott der ersten libanesischen Parlamentswahlen nach dem syrischen Truppenabzug scheint Erfolg zu haben. Die Wahlbeteiligung ist äußerst mäßig.

HB BEIRUT. Nur wenige der gut 420 000 wahlberechtigten Einwohner Beiruts gingen zur Urne. Vor Schließung der Wahllokale erklärten Politiker, die Beteiligung habe in der Hauptstadt deutlich unter den 33,8 Prozent der letzten Parlamentswahl im Jahr 2000 gelegen.

Beobachter führten für diese Verweigerungshaltung vor allem zwei Gründe an: Erstens hatten Anhänger von General Michel Aoun und einige andere prominente Politiker zum Boykott des Urnengangs in Beirut aufgerufen. Sie wollten damit gegen die aus ihrer Sicht ungerechte Aufteilung der Wahlbezirke protestieren.

Zweitens galt ohnehin als sicher, dass die Liste von Saad Hariri, dem Sohn des ermordeten früheren Regierungschefs Rafik Hariri, einen Erdrutschsieg erringen würde. Von den insgesamt 19 Sitzen für Beirut waren 9 bereits vor der Wahl an Hariris Liste gegangen, weil sich keine Gegenkandidaten fanden. Dem Wahlbündnis von Hariris „Zukunftsbewegung“ hatten sich auch Oppositionsführer Walid Dschumblatt und die radikalislamische Hisbollah angeschlossen.

Beobachter in Beirut hatten schon in den Wochen des Wahlkampfes festgestellt, dass viel von der politischen Energie, die sich nach dem Hariri-Attentat im Februar in täglichen Großdemonstrationen ausgedrückt hatte, bereits wieder verpufft ist.

Im Süden, Osten und Norden Libanons wird nacheinander an den drei kommenden Sonntagen gewählt. Die Parteien, die für den Abzug der Syrer Ende April gekämpft hatten, dürften nach der Wahl die Mehrheit im 128-sitzigen Parlament haben. Sie sind untereinander jedoch zum Teil zerstritten.

Wahlberechtigt sind rund drei Millionen Libanesen, die zu 59 Prozent Muslime und zu 41 Prozent Christen der verschiedensten Konfessionen sind. Mehr als 100 Wahlbeobachter der EU und der Vereinten Nationen überwachen die Wahl.

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