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Erstes AKW seit Fukushima angefahren Japan strahlt wieder

Die Katastrophe von Fukushima hat das Land erschüttert – zwei Jahre lang war Japan atomfrei. Doch jetzt fährt die Nummer drei der Weltwirtschaft den ersten Reaktor wieder an. Und das gegen den Widerstand vieler Bürger.
17 Kommentare

Erstmals seit Fukushima erster Atomreaktor in Betrieb

Kagoshima Japan ist zur Atomkraft zurückgekehrt. Erstmals seit der Atomkatastrophe von Fukushima vor gut vier Jahren hat die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt wieder einen Reaktor angefahren. Trotz breiten Widerstands in der Bevölkerung schaltete der Betreiberkonzern Kyushu Electric Power den Block 1 des Atomkraftwerks Sendai in der südwestlichen Provinz Kagoshima am Dienstag wie geplant ein. Das Atomkraftwerk Sendai war das erste AKW, das im vergangenen September die nach der Fukushima-Katastrophe in Japan eingeführten neuen Sicherheitsauflagen erfüllt hatte. Die Regierung spricht von den „strengsten Sicherheitsvorschriften der Welt“.

Block 1 im AKW Sendai soll am Freitag wieder Strom produzieren und Anfang September den kommerziellen Betrieb voll aufnehmen. Bis zuletzt hatten Bürger vor Gericht versucht, dies zu stoppen. Als Konsequenz aus der Katastrophe in Fukushima vom 11. März 2011 standen seit rund zwei Jahren alle 48 Reaktoren in Japan still.

Die Betreiberkonzerne decken den Strombedarf ersatzweise mit Wärmekraftwerken, wofür die rohstoffarme Inselnation teures Öl und Gas importieren muss. Die Regierung des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe rechtfertigt das Wiederanfahren von Reaktoren denn auch mit vornehmlich wirtschaftlichen Gründen.

Atomkraftgegner werfen dem Betreiber und den Behörden vor, sie hätten unklar gelassen, wie sie im Falle eines ähnlichen Unfalls wie in Fukushima schnell Zehntausende von Anwohnern in Sicherheit bringen würden. Rund 220 000 Menschen leben innerhalb eines Radius von 30 Kilometern um das AKW. Das AKW Sendai liegt nur 50 Kilometer vom Vulkan Sakurajima entfernt, einem der aktivsten Vulkane des fernöstlichen Landes. Das Inselreich Japan ist zudem eines der am stärksten von Erdbeben gefährdeten Länder der Welt.

Im März 2011 hatten ein Erdbeben der Stärke 9,0 und ein anschließender gewaltiger Tsunami den Nordosten des Landes verwüstet. 18 500 Menschen starben. Im AKW Fukushima kam es zu Kernschmelzen.

  • dpa
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17 Kommentare zu "Erstes AKW seit Fukushima angefahren: Japan strahlt wieder"

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  • Achtung Atomtrollalarm.
    Achtung Atomtrollalarm.


    Deutschland ist inzwischen der kranke Mann Europas. Die Welt vom 06.01.03.

    http://www.welt.de/print-welt/article326383/Deutschland-ist-inzwischen-der-kranke-Mann-Europas.html
    Zitat: Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands wird weiter abnehmen. Die Sozialversicherungen, die Rente voran, werden langsam kollabieren, die Politik sich weiter blockieren. Wir befinden uns im gemächlichen Niedergang, der so langsam verläuft, dass wir Jahr für Jahr kaum merklich weiter sinken. Vielleicht werden wir in zehn Jahren dort angekommen sein, wo sich die Briten 1979 befanden.

    Und kaum 10 Jahre später in einer anderen Zeitung:
    Deutschlands Stärke hat 13 Gründe

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/erfolgsgeheimnisse-deutschlands-staerke-hat-13-gruende-11925735-p3.html

    Wieviele KKW hat Deutschland denn seit 2003 "ans Netz gebracht"?

    Übrigens, Frankreich wird keinen weiteren " Reaktor III+ " bauen. Ein Ausbau der franz. Kernenergie ist vollkommen sinnlos.

  • Sie verstehen ja nicht einmal die einfachsten Statistiken bzw. ihre Quelle kann das nicht weil das offenbar völlig inkompetent aus dem englischen übersetzt wurde. International ist der Begriff low carbon economy üblich für alles was mit wenig Co2 Emissionen zu tun hat. in Deutschland beschränkt das die Politik auf das EEG in der freien, restlichen Welt versteht man darunter auch die Kernenergie . und genau deswegen gibt es in ihrem komischen Artikel solche riesige Beträge zb. bei China weil da deren 25 bestehende und die 25 Reaktoren die sich gerade im Bau befinden dabei sind. Ähnliches gilt natürlich auch für Japan bei der Erneuerung von deren KKW park und Frankreich sowieso.

  • Wie recht sie doch haben!
    In Deutschland schöpft man sein Halbwissen aus wissenschaftlich nicht akzeptiertbaren dubiosen Quellen wie wikipedia , die einen entsprechenden Bias aufweisen und die Ökoreligiösen glauben daran wie es eben das Evangelium verlangt !
    Im forschungsorientierten Rest der Welt wie hier in den USA, Russland und China forscht man um Problem lösen zu können und ist erfolgreich. Früher war das mal anders.
    Heute sind ja deutsche Firmen nicht einmal mehr in der Lage bei uralter Technik wie Photovoltaik (gibt es seit 1900) internationale konkurrenzfähig zu sein. Und nicht einmal die massive Subvention der deutschen EEG-politik ist in der Lage das zu ändern. Da ist es wesentlich einfacher diese Dinge aus China zu importieren!
    Übrigens China hat dzt. 26 Kernreaktoren in Betrieb, 25 sind im Bau und bis 2030 sind weitere 150GW geplant. Chinesische Ingenieure beherrschen einfach die Skalierung von Technik. Das gilt für Photovoltaik genauso wie Kernreaktoren.

    International nimmt man Deutschland gerade noch bei Autos wahr, bei der EEG lacht man bereits über DE. China wird in 20 Jahren nicht nur bei Reaktoren führendes Exportland sein und Deutschland wird dann für seinen Genfreien Ökosalat und den Braindrain der noch verbliebenen Wissenschaftler berühmt sein.

  • @Thomas Albers
    Im Gegensatz zu Deutschland läuft auch die Kernkraft unter den sog. Erneuerbaren Energien. Erneuerbare Energien heißt nur in Deutschland OHNE die CO2-freie Kernkraft...im Rest der Welt ist die Kernkraft CO2-arm und damit gehört diese zu den sog. Erneuerbaren Energien. Danke!

  • @ Alexander Knoll
    Wer so einen Schmarrn daher labert hat vielleicht einen Abschluss in...???
    Aber er hat keine Ahnung von der Realität und schon erst recht nicht von der Kernkraft! Danke!

  • Halbwissen, Herr Brandl ist gefährlich. Ich bin promovierter Chemiker und weis wo von ich rede.

  • "schelle Neutronen Reaktortechnik"

    Das ist nichts anderes als die seit den 1950er Jahren bekannten "Schnellen Brüter". Die Gefahren im Vergleich zur herkömmlichen Technik, werden im entsprechenden Wiki-Artikel behandelt:

    Im Vergleich etwa zu Leichtwasserreaktoren erfordert der Betrieb eines Brutreaktors zusätzliche Sicherheitseinrichtungen. Physikalische Gründe hierfür sind vor allem der nicht „automatisch“ negative Dampfblasenkoeffizient, außerdem auch der gegenüber Uran geringere Anteil verzögerter Neutronen aus der Spaltung.

    Natrium-Dampfbildung oder -verlust macht den Reaktor nicht automatisch unterkritisch. Die Unterkritikalität muss stattdessen in einem solchen Fall mit technischen Mitteln genügend schnell und zuverlässig hergestellt werden. Dazu haben Brutreaktoren außer den normalen Steuerstäben weitere, unabhängige Sätze von Sicherheits- oder Abschaltstäben, die im Bedarfsfall in den Reaktorkern hineinfallen oder hinein „geschossen“ werden können (Scram). Ausgelöst wird eine solche Abschaltung durch empfindliche Systeme zur Feststellung von Übertemperaturen und von Siedevorgängen.

    Der beim Uran-Plutonium-Mischoxidbrennstoff kleinere verzögerte Neutronenanteil bedeutet einen kleineren Abstand zwischen den Betriebspunkten „Verzögert kritisch“ und „Prompt kritisch“ (siehe Kritikalität). Dem wird durch entsprechend empfindliche, genaue Messung des Neutronenflusses und schnelle Reaktion des Steuerstabsystems Rechnung getragen.

    Die große Menge an Plutonium, das verglichen mit Uran wesentlich gesundheitsgefährlicher ist, ist eine weitere Sicherheitsherausforderung.

    Ein Risiko der Brütertechnik liegt auch im großtechnischen Umgang mit dem Kühlmittel Natrium, das im Kontakt mit Luft oder Wasser Brände auslösen kann. Vorteile der Natriumkühlung liegen andererseits im geringeren nötigen Druck – ca. 10 Bar, im Vergleich zu über 100 Bar in Leichtwasserreaktoren (...)


    https://de.wikipedia.org/wiki/Brutreaktor

  • Ich bin anscheinend nicht falsch informiert. Einmal zum Nachlesen:

    Ganz Europa investiert ca. 58 Milliarden:

    Investitionen in Europa mit 57,5 Milliarden US-Dollar im Vergleich zu 57,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2013 stagnierten. Der relative Anteil der europäischen Investitionen an den Gesamtinvestitionen sank von einem Viertel auf nahezu ein Fünftel (21 Prozent). Maßgeblich für diese hohen Investitionen waren sieben große Offshore-Windprojekte, in die jeweils eine Milliarde US-Dollar investiert wurden. Darunter befand sich das 600 MW Gemini Projekt vor der niederländischen Küste.
    Quelle: UNEP Centre Frankfurt School & Bloomberg,
    http://fs-unep-centre.org/sites/default/files/attachments/press_release_german.pdf

    Und hier der Vergleich mit Japan (Grafik):

    https://www.energieheld.de/blog/energiewende-im-internationalen-vergleich/

  • Wenn Sie sich nur ein bisschen aus der Fachliteratur informieren würden, statt aus den einseitigen, grünen gleichgeschalteten Medien, so wüssten sie vielleicht über die neuen Entwicklungen der schelle Neutronen Reaktortechnik Bescheid mit deren Hilfe man ganz gezielt Plutonium sowie die Spaltprodukte aus den bisherigen Leichtwasserreaktoren verbrennen kann.
    In Europa gibt es dazu das Projekt Myrrha in dem fast alle Europäer , natürlich mit Ausnahme des grünen Deutschlands mitarbeiten. In Russland ist der erste schnelle Brenner BN-800 in den Nutzbetrieb übergegangen und verbrennt dort das Plutonium, in China gibt es ähnliches . Damit können die langstrahlenden Isotopen aus den abgebrannten Brennstäben beseitigt werden und die strahlende Lagerzeit reduziert sich auf einige 100 Jahre. Während die anderen Nationen also an intelligenten Lösungen am Atommüll-Problem arbeiten werden die deutschen Bürger künstlich grün und dumm gehalten und dürfen zuschauen wie die einschlägigen Politiker das deutsche Atommüll-Endlager Problem möglichst lange am Leben erhalten , nur damit solche Meinungen wie Ihre im dumpfen Wählervolk entstehen.

  • Hier noch ein lesenswerter Artikel über die Energieversorgung in Finnland: "Der finnische Weg: Erneuerbare und Atomkraft":

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/prima_klima_in_finnland_erneuerbare_und_kernenergie

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