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Eskalation an Kosovo-Grenze Mazedonien von schweren Kämpfen erschüttert

Nach Feuergefechten zwischen Polizisten und Angreifern fürchten EU und Nato eine Eskalation der Gewalt in Mazedonien. Auch Albanien und der Kosovo verurteilen die schweren Kämpfe, bei denen mehr als 20 Menschen starben.
Update: 11.05.2015 - 10:14 Uhr 8 Kommentare
Bei einem Feuergefecht in der mazedonischen Stadt Kumanovo starben acht Polizisten und 14 mutmaßliche Angreifer. Quelle: ap
Eine zerstörte Nachbarschaft in Kumanovo

Bei einem Feuergefecht in der mazedonischen Stadt Kumanovo starben acht Polizisten und 14 mutmaßliche Angreifer.

(Foto: ap)

Kumanovo/Brüssel Die EU und die Nato haben sich besorgt über die schweren Kämpfe in Mazedonien nahe der Grenze zum Kosovo gezeigt. EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn forderte am Wochenende, jede weitere Eskalation zu vermeiden.

Auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg rief zur Zurückhaltung auf. „Ich fordere jeden auf, sich zurückzuhalten und eine weitere Eskalation im Interesse des Landes und der gesamten Region zu vermeiden“, sagte Stoltenberg am Sonntagabend. Zudem verlangte er eine transparente Untersuchung der Kämpfe, bei denen acht Polizisten und 14 Mitglieder einer bewaffneten Gruppe getötet wurden. Er verfolge die Entwicklung mit großer Sorge, ergänzte Stoltenberg.

Bei dem Feuergefecht zwischen Polizisten und einer „terroristischen Gruppe“ in der Stadt Kumanovo starben nach Polizeiangaben acht Polizisten und 14 mutmaßliche Angreifer. Hahn äußerte sich am Samstagabend „zutiefst besorgt“ über die Gewalt. Der EU-Kommissar rief die Behörden und die politischen Anführer zur Kooperation auf, um die Ruhe wiederherzustellen und eine vollständige und transparente Untersuchung der Ereignisse einzuleiten.

Mazedonien ist seit zehn Jahren EU-Beitrittskandidat und strebt auch eine Aufnahme in die Nato an. Deren Generalsekretär Stoltenberg forderte am Sonntag alle Beteiligten „im Interesse des Landes und der ganzen Region“ zur Zurückhaltung auf. Auch Albanien und das Kosovo verurteilten die Gewalt in Kumanovo.

Nach Polizeiangaben hatte eine Gruppe von mehr als 30 Angreifern einen Angriff in der nordmazedonischen Stadt Kumanovo verübt. Dabei seien acht Polizisten getötet und 37 weitere verletzt worden, sagte Polizeisprecher Ivo Kotevski am Sonntagabend der Nachrichtenagentur AFP. Am Schauplatz des Gefechts seien 14 weitere Leichen gefunden worden. Der Polizeieinsatz sei mittlerweise beendet, die bewaffnete Gruppe „neutralisiert“.

Gegen einige Angreifer lagen den Angaben zufolge internationale Haftbefehle vor. Die Angreifer stammten vorwiegend aus Mazedonien. Außerdem seien mutmaßlich fünf ethnische Albaner aus dem benachbarten Kosovo beteiligt gewesen, die die Gruppe wahrscheinlich angeführt hätten. Auch ein Albaner sei dabei gewesen. Zuvor hatte es aus dem Innenministerium geheißen, die Angreifer stammten überwiegend aus dem Ausland.

Beziehungen bleiben angespannt
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8 Kommentare zu "Eskalation an Kosovo-Grenze: Mazedonien von schweren Kämpfen erschüttert"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Machen wir uns bereit. Da kommt jetzt wohl die nächste Million Flüchtlinge auf uns zu.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • >> Deutschland will Balkan-Staaten an EU heranführen >>

    Das erklärt die Eskalation in Mazedonien. Wo sich Dilettantismus einmischt, gibt es Ärger.

  • Steer ist ein Rassist. Erspar uns bitte deine unzivilisierten Kommentare.

  • Das Land Serbien bzw. die Serben haben gegen fast jeden Staat auf dem Balkan Krieg geführt und es ist ca. 20Jahre her seitdem Sie einen Genozid mitten in Europa verübt haben. Die Kosovo-Albaner haben nie die Rechte gehabt und wurden unterdrückt. Es das Recht eines jeden Menschen und jeder Nation frei und friedlich leben zu dürfen. Das war mit Serbien aber nicht zu vereinbaren.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Na Ja, das sind die Folgen NATO/EU Abspaltungspolitik einzelner Republiken.
    Deren Abstimmung mit Sicherheit völkerrechtlich o.k. waren??

    Bei dieser Regelung wird es dort NIE Ruhe geben! Mein Wort drauf.

  • Vor allen Dingen, Koswo und Albanien verurteilen die Anschläge" wer das Glaubt steht kurz vor der politischen Seligsprechung. Es ist ein sattsam bekannte Vorgehensweise.