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Esper für Shanahan Mitten in der Iran-Krise: US-Verteidigungsministerium erhält erneut neuen Chef

Der ehemalige Boeing-Manager Shanahan wird das Ministerium doch nicht dauerhaft führen. US-Präsident Trump hat bereits einen neuen geschäftsführenden Leiter ernannt.
Update: 18.06.2019 - 21:41 Uhr Kommentieren
Der frühere Boeing-Manager war Anfang 2019 zum kommissarischen Pentagon-Chef aufgerückt. Quelle: Reuters
Patrick Shanahan

Der frühere Boeing-Manager war Anfang 2019 zum kommissarischen Pentagon-Chef aufgerückt.

(Foto: Reuters)

WashingtonMitten in der Krise mit dem Iran kommt es zu einem erneuten Wechsel an der Pentagon-Spitze. Der geschäftsführende US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan will das Ressort doch nicht dauerhaft leiten.

US-Präsident Donald Trump teilte am Dienstag auf Twitter mit, Shanahan wolle den Prozess zur Nominierung als Verteidigungsminister nicht weiterverfolgen und stattdessen seiner Familie mehr Zeit widmen. Trump hatte den früheren Boeing-Manager erst vor wenigen Wochen als dauerhaften Chef des Verteidigungsministeriums nominiert.

Trump schrieb auf Twitter, Shanahan habe einen „wundervollen Job“ gemacht und herausragende Dienste geleistet. Die geschäftsführende Leitung des Pentagons werde Mark Esper übernehmen. Der war bisher „Secretary of the Army“ und damit der hochrangigste Zivilist im US-Heer, direkt dem Verteidigungsminister unterstellt. „Ich kenne Mark und habe keinen Zweifel, dass er einen fantastischen Job machen wird“, twitterte Trump.

Shanahan begründete seinen Rückzieher damit, dass eine schmerzhafte, sehr persönliche und lange zurückliegende Familienangelegenheit wieder ausgegraben worden sei und von seinen Gegnern unvollständig und deshalb irreführend wiedergeben werde. Seine Familie habe Jahre gebraucht, um darüber hinwegzukommen und er wolle nicht zulassen, dass diese Wunden wieder aufgerissen werden, sagte Shanahan. Um das zu verhindern, habe er seine Nominierung als Verteidigungsminister zurückgezogen. Letztlich sei das Wohlergehen seiner Kinder seine oberste Priorität. Details zu der Familienangelegenheit nannte er keine.

Shanahan war seit 2017 zunächst Vizeverteidigungsminister und Anfang 2019 zum kommissarischen Pentagon-Chef aufgerückt, nachdem der frühere US-Verteidigungsminister James Mattis wegen inhaltlicher Meinungsverschiedenheiten mit dem Präsidenten seinen Rücktritt eingereicht hatte.

Shanahan leitet das Pentagon seit mehr als fünf Monaten kommissarisch – er ist damit der längste geschäftsführende Minister an der Spitze des mächtigen Apparats. Der Senat hätte seiner Berufung als dauerhafter Pentagon-Chef zustimmen müssen.

(FILES) In this file photo taken on July 13, 2018, US Army Secretary Mark Esper announces that Austin, Texas, will be the new headquarters for the Army Futures Command during a news conference at the Pentagon in Washington, DC. - US President Donald Trump said on June 18, 2019, his pick for defense secretary, Patrick Shanahan, has withdrawn, leaving the Pentagon without a permanent boss for more than six months amid a ratcheting of tensions in the Mideast. Trump said Esper will come in as acting secretary of defense. (Photo by CHIP SOMODEVILLA / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / AFP) Quelle: AFP
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(FILES) In this file photo taken on July 13, 2018, US Army Secretary Mark Esper announces that Austin, Texas, will be the new headquarters for the Army Futures Command during a news conference at the Pentagon in Washington, DC. - US President Donald Trump said on June 18, 2019, his pick for defense secretary, Patrick Shanahan, has withdrawn, leaving the Pentagon without a permanent boss for more than six months amid a ratcheting of tensions in the Mideast. Trump said Esper will come in as acting secretary of defense. (Photo by CHIP SOMODEVILLA / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / AFP)

(Foto: AFP)

Der 56-Jährige hatte drei Jahrzehnte lang für Boeing gearbeitet, bevor Trump ihn 2017 zum stellvertretenden Verteidigungsminister machte. Militärische Erfahrung hatte Shanahan zu dem Zeitpunkt keine, politische auch nicht. Shanahan selbst sagte damals zu seinem Wechsel ins Pentagon: „Es ist so, wie wenn man sich nach vielen Jahren von seiner Freundin trennt und dann die Liebe seines Lebens trifft.“

Der Wechsel an der Spitze des Verteidigungsministeriums fällt in bewegte Zeiten. Nach ungeklärten Angriffen auf zwei Tanker im Golf von Oman herrscht Angst vor einer militärischen Eskalation zwischen den USA und dem Iran. Shanahan hatte erst am Montagabend in Washington angekündigt, zu „Verteidigungszwecken“ rund 1.000 weitere Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden. Die US-Regierung macht Teheran für die Attacken verantwortlich. Die iranische Führung weist die Anschuldigungen zurück.

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  • dpa
  • ap
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