Etat für Streitkräfte erhöht Chinas Militäroffensive

Mit deutlich mehr Geld treibt China die Aufrüstung seines Militärs voran. Die Abgeordneten beim Volkskongress sollen eine Aufstockung der Ausgaben um etwa zehn Prozent verabschieden. Die Bürger sollen sich sicher fühlen.
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Volle Kraft voraus: Seit mehr als einem Jahrzehnt steigen die Militärausgaben ähnlich rasant wie die chinesische Wirtschaft. Quelle: dpa

Volle Kraft voraus: Seit mehr als einem Jahrzehnt steigen die Militärausgaben ähnlich rasant wie die chinesische Wirtschaft.

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PekingTrotz Sorge in seinen Nachbarländern hat China eine kräftige Aufrüstung seiner Streitkräfte angekündigt. Die Militärangaben würden um „etwa zehn Prozent“ steigen, kündigte die Sprecherin des Volkskongresses, Fu Ying, auf einer Pressekonferenz in der Großen Halle des Volkes in der Hauptstadt Peking an. „Für ein großes Land wie China ist es nötig, dass es sich gut verteidigen kann.“

Die geplante Aufrüstung liegt in diesem Jahr zwar unter dem Niveau der beiden Jahre zuvor, allerdings deutlich über dem angestrebten Wirtschaftswachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Peking wird nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in diesem Jahr ein Wachstumsziel von etwa sieben Prozent ausgeben.

China müsse seinen Bürgern ein Gefühl von Sicherheit geben, sagte Fu Ying. Die Aufrüstung der Streitkräfte sei Teil der Anstrengungen, China zu modernisieren. „Wenn wir hinterherhängen, sind wir angreifbar“, sagte Fu Ying. Die geplante Aufrüstung liege auf dem Niveau der angestrebten Steigerung des gesamten Haushaltes.

Zum Auftakt der elftägigen Jahrestagung des Volkskongresses wird am Donnerstag der Haushaltsentwurf veröffentlicht. Zum Abschluss der Tagung werden die rund 3000 Abgeordneten über den Entwurf abstimmen. Allerdings gilt die Zustimmung als sicher.

Im Haushaltsentwurf des vergangenen Jahres war Chinas Militäretat um 12,2 Prozent auf 808 Milliarden Yuan (heute umgerechnet 115 Milliarden Euro) angewachsen. Das Friedensforschungsinstitut Sipri in Stockholm schätzt die tatsächlichen Ausgaben allerdings um gut die Hälfte höher ein, da viele Posten wie Forschung und Entwicklung auch in anderen Etats auftauchen. Weltweit steht China mit seinem Verteidigungshaushalt auf Platz zwei hinter den USA, aber vor Russland.

Seit mehr als einem Jahrzehnt sind die Militärausgaben ähnlich rasant wie die chinesische Wirtschaft gewachsen und machten meist zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus. Das ist nach Sipri-Angaben mehr als in Japan, Deutschland oder Italien, aber weniger als in den USA, Russland, Großbritannien, Frankreich oder Indien.

Zwischen 2004 und 2013 legten die Ausgaben für die Volksbefreiungsarmee nach Schätzungen um 170 Prozent zu, wie Sipri-Experte Sam Perlo-Freeman der Deutschen Presse-Agentur sagte. 2014 machte der offizielle Etat 5,3 Prozent des gesamten Haushalts der Zentralregierung aus – ein leichter Zuwachs gegenüber den 5,1 Prozent im Jahr davor. Nachbarländer beobachten Chinas Aufrüstung seit Jahren mit Sorge. Mit vielen Ländern wie Japan, Vietnam und den Philippinen steht Peking im Streit um Territorien.

  • dpa
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4 Kommentare zu "Etat für Streitkräfte erhöht: Chinas Militäroffensive"

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  • Der Friede muss bewaffnet sein, der Friede muss geschützt werden!
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    Deshalb lautet die Devise: "Pfugscharen zu Schwertern"!
    Daran halten sich die Russen, die USA, China und Nordkorea.
    Auch Deutschland will in die Bundeswehr investieren. (Mehr Panzer). Diese rollen aber nicht und verbringen die meiste Zeit in der Werkstatt.

  • Zu einer Weltmacht gehört Macht auch durch Waffen. Bisher ist China nur auf dem Weg sich diese Macht aufzubauen. Warum auch nicht? China ist umgeben von Militärmächten, die meisten davon nuklear bewaffnet. Russland, Indien, Pakistan und man sollte bedenken, dass ein Zusammenschluss der benachbarten Länder zur Durchsetzung eigener Interessen China mehr als nur ein Wenig unterbewaffnet aussehen lassen würde.

  • >> Im Haushaltsentwurf des vergangenen Jahres war Chinas Militäretat um 12,2 Prozent auf 808 Milliarden Yuan (heute umgerechnet 115 Milliarden Euro >>

    115 Mrd. € Militärausgaben der Chinesen......sind vernachlässigbar zu 800 Mrd. € Militärausgaben der USA !

    Sogar die 90 Mrd. € der Russen zusammen mit den 115 Mrd. € der Chinesen sind zum Ami-Militäretat vernachlässigbar.

    Der mit Abstand GRÖßTE Militarist und Aggressor dieser Erde sind und bleiben die USA !

  • Im Gegensatz zu Europa haben die Chinesen die Entwicklung in Rußland offensichtlich zutreffender analysiert und richtige Schlüsse daraus gezogen.

    Ganz unabhängig von chinesischen Ambitionen im südchinesischen Meer, für die derartige Aufrüsten objektiv gar nicht notwendig gewesen wäre.

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