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Ethnische Säuberungen Myanmar weist Kritik am Vorgehen gegen Rohingya zurück

Myanmar wehrt sich gegen Kritik beim Umgang mit den muslimischen Rohingya. Sein Land sei bereit, alle Geflüchteten wieder anzusiedeln, sagte Myanmars Botschafter in Japan. Menschenrechte seien nicht verletzt worden.
12.10.2017 - 14:42 Uhr Kommentieren
Myanmars Botschafter in Japan beteuerte, die Militäraktionen seien nicht illegal. Seine Regierung protestiere gegen Begriffe wie ethnische Säuberung oder Völkermord. Quelle: AP
Thurain Thant Zin

Myanmars Botschafter in Japan beteuerte, die Militäraktionen seien nicht illegal. Seine Regierung protestiere gegen Begriffe wie ethnische Säuberung oder Völkermord.

(Foto: AP)

Tokio Myanmar hat den Vorwurf ethnischer Säuberungen beim Vorgehen gegen die muslimischen Rohingya zurückgewiesen. Sein Land sei bereit, alle Geflüchteten wieder anzusiedeln, sagte Myanmars Botschafter in Japan, Thurain Thant Zin, am Donnerstag. Die Tumulte in der Region Rakhine seien durch Verbrechen und Terror ausgelöst worden, nicht durch Volkszugehörigkeit oder Religion. Es würden auch keine Menschenrechte verletzt.

Seit Ende August sind mehr als eine halbe Million Rohingya aus Myanmar nach Bangladesch geflohen. Zuvor hatten muslimische Aufständische im Staat Rakhine Polizeiposten angegriffen. Die Sicherheitskräfte reagierten mit von ihnen so genannten Räumungsaktionen, was die Vereinten Nationen als Drehbuch für eine ethnische Säuberung bezeichneten. Ihr Generalsekretär António Guterres forderte Myanmar auf, die Militäraktionen zu stoppen.

Thurain Thant Zin beteuerte, die Militäraktionen seien nicht illegal. Seine Regierung protestiere gegen Begriffe wie ethnische Säuberung oder Völkermord.

Militärchef Min Aung Hlaing stellte auch die Flüchtlingszahlen infrage. „Es ist eine Übertreibung, zu sagen, dass die Zahl der Bengalis, die nach Bangladesch fliehen, sehr groß ist“, sagte er.

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    Bengalis ist eine Bezeichnung für die Rohingya. Viele Buddhisten in Myanmar betrachten sie nicht als ethnische Minderheit, sondern als illegale Einwanderer, obwohl einige von diesen bereits seit Generationen in Myanmar leben.

    • ap
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