Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

EU-Agrarminister Fischereireform enttäuscht Hoffnungen

Die EU-Mitgliedstaaten weichen das geplante Rückwurfverbot und die langfristige Bewirtschaftungspläne auf. Umweltschützer hatten sich - ebenso wie Brüssel - weit mehr erhofft.
13.06.2012 - 11:17 Uhr 1 Kommentar
Ein Fischereikutter an der ostfriesischen Küste. Quelle: dpa

Ein Fischereikutter an der ostfriesischen Küste.

(Foto: dpa)

Luxemburg Trotz mehr als 18-stündiger Verhandlungen über eine Fischereireform haben sich die EU-Agrarminister nur auf einen Minimalkompromiss einigen können. Die Gespräche endeten am Mittwochmorgen ohne ein verbindliches Rückwurfverbot, wie es die Europäische Kommission angestrebt hatte. Zudem verständigten sich die Mitgliedstaaten zwar prinzipiell auf die Festlegung mehrjähriger Höchstfangmengen.

Diese sollen aber erst gelten, sobald verlässliche Daten über die Fischbestände vorliegen, ohne dass ein Datum dafür absehbar wäre. Umweltschützer hatten sich - ebenso wie Brüssel - weit mehr erhofft.

Die EU-Kommission wollte festlegen, dass unerwünschter Beifang anders als bislang grundsätzlich mit an Land genommen werden muss. Die Mitgliedstaaten konnten sich aber bloß zu einer schrittweisen Einführung durchringen. Außerdem wollte Brüssel bis 2015 einen "höchstmöglichen Dauerertrag" durchsetzen - also eine optimale Menge, bis zu der Fische unbegrenzt gefangen werden können, ohne dass der Bestand Schaden nimmt. Hier schoben die Regierungen die Formulierung "soweit möglich" ein, sodass die langfristigen Bewirtschaftungspläne nun spätestens ab 2020 greifen sollen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    Dreiviertel der Bestände in Europa überfischt
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: EU-Agrarminister - Fischereireform enttäuscht Hoffnungen
    1 Kommentar zu "EU-Agrarminister: Fischereireform enttäuscht Hoffnungen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss verschmutzt und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann."
      (Häuptling Seattle, Cree-Indianer, 1851)

      Es ist die fortwährende, himmelschreiende Ineffizienz der europäischen Institutionen, die den europäischen Gedanken aushöhlt. Der Euro, dessen Krise seit Jahren die Debatte beherrscht, ist doch nur das Gerüst. Schlimm genug, wenn das Gerüst schwächelt, doch einmal mehr lenkt diese windelweiche Fischereiordnung unseren Blick auf die Frage: Was trägt es denn überhaupt?

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%