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EU-Austritt Deutschland setzt nach einem Brexit auf eigene Verbindungen zur britischen Marktaufsichtsbehörde

Großbritannien und die EU arbeiten an einem Abkommen für den Wertpapierhandel nach dem Brexit. Aber die Deutschen wollen sich nicht darauf verlassen.
Update: 22.10.2018 - 17:24 Uhr Kommentieren
Die Aufsichtsbehörden in Großbritannien und der EU arbeiten derzeit daran, Marktverwerfungen in der Zeit nach dem Brexit zu verhindern. Quelle: AFP
Brexit

Die Aufsichtsbehörden in Großbritannien und der EU arbeiten derzeit daran, Marktverwerfungen in der Zeit nach dem Brexit zu verhindern.

(Foto: AFP)

London, Frankfurt Deutschland plant, seine eigenen direkten Verbindungen zur britischen Aufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA) zu schaffen, falls die europäischen Länder bei ihren Bemühungen um eine gemeinsame Vereinbarung scheitern. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) prüft Fall-Back-Szenarien, „um einen möglichst reibungslosen Übergang sicherzustellen“, sagte die Vizepräsidentin der Aufsichtsbehörde, Elisabeth Roegele.

Das geht weiter als Erklärungen von Frankreich, die signalisiert haben, dass das Land auf einen gemeinsamen Pakt setzt. London ist das größte Finanzzentrum der Europäischen Union, und die Aufsichtsbehörden auf beiden Seiten des Ärmelkanals arbeiten daran, Marktverwerfungen zu verhindern, wenn das Land die Union verlässt.

Deutschland, Europas größte Volkswirtschaft, ergreift zunehmend einen pragmatischen Ansatz bei der Aufsicht, da die Zeit knapp wird und die Politiker im Vereinigten Königreich und in den übrigen EU-Mitgliedstaaten noch keine umfassendere Ausstiegsvereinbarung erreicht haben.

Roegele sagte, sie unterstütze die Bemühungen der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA, ein multilaterales Abkommen zwischen der FCA und den EU-Aufsichtsbehörden zu erreichen. Das sollte abdecken, wie die Behörden Finanzfirmen beaufsichtigen, die Verantwortlichkeiten delegieren und das Risiko zwischen ihren Einheiten in Großbritannien und der EU transferieren, sagte sie in E-Mail-Kommentaren gegenüber Bloomberg.

„Ein solches Bekenntnis zu Transparenz, Marktintegrität und Anlegerschutz dient dem reibungslosen Funktionieren der Finanzmärkte und der Finanzstabilität“, sagte Roegele. Wenn es zum Brexit kommt, wären die EU-Behörden – die EBA in London für die Bankenaufsicht, die EIPOA in Frankfurt für die Aufsicht über die Versicherungswirtschaft und die ESMA in Paris als Aufsicht über den Wertpapierhandel – nicht mehr für Großbritannien zuständig.

Die EBA zieht deshalb nach Paris um. Ohne die gesamteuropäischen Behörden müssen sich die nationalen Aufseher andere Lösungen für den offiziellen Kontakt mit ihren britischen Pendants einfallen lassen. Mit ihrem Vorstoß einer eigenen nationalen Lösung für die künftige Zusammenarbeit mit der Financial Conduct Authority (FCA) ist die BaFin nun vorgeprescht

  • Bloomberg
  • rtr
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