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EU-Beitritt Rumänien blockiert Serbiens Kandidatenstatus

Rumänien hat unerwartet Serbien als EU-Beitrittskandidaten blockiert. Grund dafür war eine in Serbien lebende Minderheit. Der deutsche Außenminister Westerwelle kritisierte das Verhalten Rumäniens scharf.
28.02.2012 - 18:37 Uhr 4 Kommentare
Der serbische Präsident Boris Tadic auf dem Außenministertreffen in Brüssel. Quelle: AFP

Der serbische Präsident Boris Tadic auf dem Außenministertreffen in Brüssel.

(Foto: AFP)

Brüssel Rumänien hat am Dienstag eine abschließende Entscheidung darüber blockiert, Serbien den Status als EU-Beitrittskandidat zu gewähren. Die Außen- und Europaminister sprachen nach einem Treffen in Brüssel eine Empfehlung für den EU-Gipfel am Ende der Woche aus.

Eine einstimmige Entscheidung wurde jedoch nicht getroffen, wie Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte. „Die Entscheidung wird dann am Donnerstag erwartet.“ Westerwelle sprach von einer „schwierigen Diskussion“.

Streitpunkt war die in Serbien lebende Minderheit der Vlachen, wie EU-Diplomaten berichteten. Rumänien forderte demnach, dass Serbien die Vlachen als Rumänen anerkennt, was offenbar aber diese Minderheit nicht einmal selbst für sich in Anspruch nimmt. Diplomaten zeigten sich überrascht von der Forderung Rumäniens und gaben an, dieses Anliegen habe in den bisherigen Verhandlungen keine Rolle gespielt.

„Aus deutscher Sicht wäre es angemessen und richtig gewesen, bereits heute eine abschließende und endgültige Entscheidung zu fällen“, sagte Westerwelle. „Es ist aber nur zu einer Empfehlung gekommen, weil Rumänien sich nicht in der Lage sah, heute beschließend zuzustimmen. Ich bedauere das sehr. Hier hat die rumänische Innenpolitik der rumänischen Delegation die Hand geführt.“

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    Westerwelle kritisierte das Verhalten Rumäniens scharf: „Das ist aus unserer Sicht nicht der richtige europäische Geist, in dem solche Entscheidungen gefällt werden sollten.

    • afp
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    4 Kommentare zu "EU-Beitritt: Rumänien blockiert Serbiens Kandidatenstatus"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die Stimme des HERRN für einen "europäischen Geist". Dagegen hat es hervorragenden Mirabellengeist aus dem Hause Jux-Jacobert in Colmar. Ein edles Gesöff, das eine Kritik haarscharf kippt.

      Und Prozente, da wäre die fdp, die Partei für die Prozente haarscharf aus dem Schneider und könnten cdspU vollkommen außer acht lassen. Majorite sozusagen.

    • Wohin uns der "richtige europäische Geist", den Herr Westerwelle da beschwört, finanziell gerade bringt, sehen wir.
      An den Abgrund! Und das wird mit einem innenpolitisch wie finanziell absolut instabilen Serbien wohl nur bedrohlicher.

    • ,,Westerwelle kritisierte das Verhalten Rumäniens scharf: „Das ist aus unserer Sicht nicht der richtige europäische Geist, in dem solche Entscheidungen gefällt werden sollten."

      Das Benes-Dekret ist in Tschechien immer noch in Kraft, die Vertreibung der Sudetendeutschen legitimiert. Polen hat noch immer riesige Mengen an deutschem Kulturgut, unter anderem die Doktorarbeit von Friedrich Schiller. Entschädigungen für Enteignungen, Mord und Vertreibung nach dem Krieg gibt es nicht. Deutschland hätte hier Druck aufbauen müssen und im Zweifel ein Veto gegen Polen, Tschechien, Litauen einlegen müssen!

    • Bravo, gehen Sie mal nach Serbien und erleben Sie die Bevölkerung. Sehr anschaulich war vor einigen Wochen der Film "Tatort".

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