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EU-Finanzministertreffen Irland steht am Rande des Abgrunds

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Bis November will die Regierung in Dublin einen Sparplan über vier Jahre vorlegen, wie sie das Haushaltsdefizit wieder in den Griff bekommen will. Bis 2014 soll es unter die Grenze des Stabilitätspakts von drei Prozent gedrückt werden. Wie zu Beginn der Schuldenkrise Griechenlands sehen die Kommission und die Europäische Zentralbank (EZB) nun auch Irland dabei genau auf die Finger. Er arbeite eng mit der irischen Regierung zusammen, um einen Sparplan aufzustellen - „Jahr für Jahr, Sektor für Sektor“, sagte EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn. Doch eine gemeinsame Mission solle nicht nach Dublin geschickt werden, wie es bei dem unter Aufsicht stehenden Griechenland der Fall ist.

Die Finanzminister besprachen die Probleme allerdings auch mit dem Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn. Der IWF ist bereits am Rettungspaket für Griechenland und am Euro-Schutzschirm beteiligt. Die Minister hätten darüber diskutiert, dass Irland höhere Steuereinnahmen brauche und die Ausgaben senken müsse, sagte ein EU-Diplomat.

Portugal lobten die Euro-Finanzminister für die zusätzlichen Sparmaßnahmen, die es am Mittwoch unter dem Druck der Märkte auf den Weg gebracht hatte. Die Regierung will 2011 das Rentenniveau einfrieren, Gehälter der Staatsbediensteten um fünf Prozent senken, die Mehrwertsteuer auf 23 Prozent anheben und eine Finanzmarktsteuer einführen. Das Haushaltsdefizit von zuletzt 9,3 Prozent der Wirtschaftsleistung soll 2011 auf 4,6 Prozent sinken und schon 2012 unter drei Prozent liegen. Sparen allein wird nach Auffassung der Eurogruppe aber das Problem nicht lösen. „Wir drängen die portugiesischen Verantwortlichen, die Haushaltsmaßnahmen mit weiteren umfassenden und ehrgeizigen Reformen zu unterstützen“, sagte Juncker.

Der portugiesische Finanzminister Fernando Teixeira Dos Santos erklärte, seine Regierung sei zum Sparen und zu einer Flexibilisierung des Arbeitsmarkts entschlossen. „Natürlich werden wir Proteste haben, aber wir müssen fest die eingeschlagene Richtung weiterverfolgen und die gestern angekündigten Maßnahmen umsetzen.“ Deren Ziel sei es, den Märkten zu versichern, dass Portugal zu seinen Verpflichtungen stehe. Der EFSF müsse nicht in Anspruch genommen werde.

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5 Kommentare zu "EU-Finanzministertreffen: Irland steht am Rande des Abgrunds"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Es gibt nur eine Lösung: Eine Währungsreform nach Muster von 1948 mit beseitigung des Euros, bevor der richtige Zusammenbruch kommt. Denn aus der Schuldenfalle können wir alle durch Zurückzahlen nie mehr entrinnen. Eine Gesundung der Haushalte der EU-Länder kann nur noch durch eine geordnete und gerechte Entwertung von Vermögen und Schulden erfolgen. Es ist einfach unverantwortlich, daß die Politik immer noch weiter herumpfuscht, obwohl klar ist, daß es so kein Entkommen aus der Schuldenfalle gibt.

  • Die iren können das Problem selbst lösen.... ist lächerlich, da gibts nichts mehr selbst zu lösen. Gleichwohl wird beschwichtigt. somit wird es nicht mehr lange Dauern, und der angebliche Euro-rettungspakt wird angezapft. Verluste müssen dann von den anderen beglichen werden. dann ist es nicht mehr nur eine bürgschaft, dann muß D zahlen. auch für griechenland werden wir früher oder später zahlen, ganz klar. Wenn die zinsen auf staatsanleihen schon wieder so hoch sind, dauert es nicht mehr lange und das verpfuschte EU-Kartenhaus bricht zusammen.

  • Scheint ja KEiNE Sau zu interessieren, der Euro steigt und steigt und steigt...

  • Den iren gönne ich im Fall der Fälle unsere Steuergelder,
    denn auch ohne flache alte Klischees zu bedienen,
    sind die iren ein toughes nettes kleines Völkchen,
    die weiß Gott schon hart im sparen sind.

    Schaut Euch doch mal die kleinen Leute in dem teuren irland an, im Gegensatz zu uns sind die sehr bescheiden.

    Klar jetzt schreit wieder wer "Es werden ja eh blos die banken damit gerettet!",
    und zugegeben der erste Anschein würde dies bestätigen,
    aber auf den zweiten blick würden wir einem Volk helfen,
    das lange nicht so korrupte Strukturen hat wie Griechenland.

    MfG

  • Wieder einmal können wir, wie im Falle Griechenlands, vernehmen: "dass die iren das Problem alleine lösen und den EU-Rettungsschirm nicht in Anspruch nehmen werden"! Ha, das ich nicht lache...... Wir werden innerhalb kurzer Zeit die überraschende Medieninfo hören, dass die iren, wie die Griechen und danach Spanien und und und... sie werden alle kommen, alle unter den "Hilfeschirm" schlüpfen. bis zum bitteren Ende.

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