EU-Forderung EU-Staaten fordern Boni-Begrenzung

Schwere Zeiten für Bank-Manager: Nicht nur die eigenen Institute wollen ihre Boni kürzen, jetzt soll es die exorbitanten Zahlungen auch nach dem Willen der EU künftig nicht mehr geben. Nur ein Land zieht nicht mit.
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Die Hochhäuser der Banken in Frankfurt am Main. Quelle: dpa

Die Hochhäuser der Banken in Frankfurt am Main.

(Foto: dpa)

LondonAls Konsequenz aus der Finanzkrise haben sich die EU-Staaten nach Angaben aus ihren Reihen für eine Begrenzung von Bonuszahlungen an Bankmanager ausgesprochen. Repräsentanten der 27 Mitgliedsländer unterstützten demnach am Donnerstag einen Vorschlag der irischen Ratspräsidentschaft, der Prämien verbietet, die das eigentliche Gehalt übersteigen. Allerdings seien mit Zustimmung der Aktionäre Boni möglich, die das Gehalt um das Zweifache überstiegen, sagte ein EU-Vertreter.

"Es gab einen breiten Konsens zugunsten des Ansatzes der irischen Präsidentschaft mit Ausnahme von Großbritannien", ergänzte er. Für eine Umsetzung müsste Großbritannien allerdings seinen Widerstand aufgeben. Die Regierung in London ist gegen eine Begrenzung, würde aber mehr Mitspracherechte für Aktionäre akzeptieren. Sie fürchtet Nachteile für den Finanzplatz London, der für Großbritannien besonders wichtig ist.

Die Vorschläge hatte das EU-Parlament im vergangenen Jahr vorgelegt. Sie sind in einem Bericht aufgenommen, den die irische Ratspräsidentschaft erstellt hat. Sollten sie angenommen werden, könnten die neuen Regeln bereits Anfang des kommenden Jahres greifen. Es wäre in der EU das erste Mal, dass es für Bonuszahlungen eine absolute Grenze gibt. Frühere Reformen zielten darauf ab, Prämien später zu zahlen. Damit sollen Bankmanager von riskanten Geschäften abgehalten werden.

Die neuen Vorgaben sollen im Rahmen des Basel-III-Abkommens für verschärfte Banken-Regeln erlassen werden. Ziel ist, eine Wiederholung der Finanzkrise zu verhindern. Eigentlich sollte Basel III Anfang dieses Jahres umgesetzt werden. Nun ist der Start für den 1. Januar 2014 vorgesehen. EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier sagte nach einem Treffen mit dem US-Notenbank-Vertreter Daniel Tarullo in Washington, EU und USA seien sich einig, dass die Regeln so schnell wie möglich in Kraft treten sollten.

  • rtr
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12 Kommentare zu "EU-Forderung: EU-Staaten fordern Begrenzung von Banker-Boni"

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  • ;-)
    Seh' ich ähnlich.

  • @ siehespringerag
    Die Antwort ist: Staatsanwälte unterliegen den Anweisungen der Politiker und solange die kein Interesse haben, dass Staatsanwälte ihre Arbeit dort machen, wo es nötig ist, werden die Staatsanwälte von der Politik auf Nebenkriegsschauplätzen verheizt oder zum Misserfolg verdonnert. Schließlich entscheidet die Politik nicht nur, wo und wann dem Recht gedient wird, sondern auch, welche Mittel dafür zur Verfügung stehen. Sie wissen doch: Wo kein Kläger ist, dort ist auch kein Richter, und das gilt insbesondere auch für Deutschland. Falls doch mal ein schwieriger Fall vor einem Richter landet, dann ist außerdem dafür gesorgt, dass es der passende Richter ist. Schließlich entscheiden Politiker ja auch über die Berufung von Richtern.
    Solange Recht und Justiz der Politik untergeordnet sind, bleiben sie eben nur etwas für Verlierer und werden dazu missbraucht, dass sich die Untertanen miteinander streiten, dabei den Blick für das Wesentliche und die eigentlichen Ursachen verlieren, während sich unsere Politiker über uns tot lachen.

  • @ Mazi
    Beim Thema Banker-Boni ist es Zeit mal umzudenken. Boni sind doch nicht dafür bestimmt, Anreize oder angemessene Vergütungen für besonders clevere Banker zu schaffen. Sie dienen vielmehr der Eigenkapitalbeschaffung der Banken. Was liegt denn näher, als die angehäuften Buchgewinne direkt an die hauseigenen Banker auszuschütten, die davon Aktien oder Anleihen des eigenen Arbeitgebers kaufen, um dessen Eigenkapitalbasis zu stärken. Erst mit neuem Eigenkapital erhalten die Banken doch die Möglichkeit, neues Fremdkapital zu beschaffen. Es wäre doch schade ums Geld, wenn man die Überschüsse an die undankbaren Aktionäre verteilen müsste und auch noch zu versteuern hätte. Zumal das Geld ja eigentlich gar nicht vorhanden ist, sondern alles nur auf dem Papier steht.

  • Natürlich heißt es richtig "menschengleich" und nicht "Menschenfleisch". Das ist der nachträglichen automatischen Korrektur geschuldet.

    Es ist also nicht alles auch in Ordnung was man so nutzt. Da ist das Resultat schon ml blödsinnig.

  • Was ist das denn wieder für ein Witz um die Masse ruhig zu stellen?

    Die Politik unter Rot-Grün mit Schröder und Fischer hat doch alles dafür getan, damit der Finanzkapitalismus so richtig in Fahrt kommt!!!

    Bevor hier die Boni begrenzt werden, sollten Politiker endlich mal verurteilt werden!!!

    Dieses verlogene Politikerpack ist so dreist und verlogen. Da kann einem speiübel werden!!!

    Der größte Raubzug der Geschichte war lange vorbereitet und bestens durch die Politik im Auftrage der Reichen und Industriellen geplant!!!

  • "Wir haben in Deutschland das Strafrecht."

    Das stimmt. Was nicht stimmt ist die Tatsache, dass es nicht Menschenfleisch angewendet wird.

    Ein Hinweis am Rande:
    Wird in einem Prozess gelogen, so geht es Zeugen und Gutachtern an den Kragen. Richter dürfen jedoch straffrei lügen. Sie können strafrechtlich nicht belangt werden, weil sie keine Zeugen oder Gutachter sind.

    Strafrechtlich verfolgt wird nur der, der zur Zielgruppe gehört!

  • wir haben in deutschland das strafrecht.

    schon jetzt können vorgesetzte und aufsichtsräte ,die an mitarbeiter geschenke in form von boni verteilen unabhängig von risikoberücksichtigung und verhältnismäßigkeit in sachen untreue angeklagt werden.

    auch sittenwidrigkeit ist gegeben

    ebenso ist zivilrechtlich regreß angesagt.diese lausigen win win konstruktionen bei gewinnbeteiligund zwischen führungskräften und den sie einsetzenden aufsichtsräten ist verarsche.

    staatsanwälte losschicken ist angesagt

    die frage ist :warum passiert nix

  • Kommt mir irgendwie vor wie die Geschichte vom Hasen u. dem Igel. Kaum wird in dieser Branche ein Versuch der Regulierung unternommen, schon gibt es Ausnahmen u. Schlupflöcher. Wer keine Werte schafft hat auch nichts verdient u. schon gar keine Bonis. Seit Jahren steht diese Branche nun schon in Verruf, getan hat sich bisher noch nichts. Warum? Ganz einfach, Raten Sie mal wer den Wahlkampf der Blockparteien mitfinanziert?

  • Ich bin schon bei Ihrer Argumentation. Dennoch sollten wir die Chance nutzen, mal gänzlich kräftig durchzukehren.

    Man kann auch bei einer Gruppe voran gehen. Aber es sollte von jemandem vorgenommen werden, der seine Aufgabe aus Überzeugung und nicht aufgrund von Druck ausführt. Politiker neigen nämlich dazu, wenn es um sie selbst geht, sich schnell für Unzuständig zu erklären.

    Bezahlung und Arbeit stehen auch in EU-Instituten in großem Missverhältnis.

  • So geht "Kolonialismus" ALLES für mich, den Rest für die Deppen ...es lebe "BRITANNIA". Langsam ist es genug mit den "Helden" des Kolonialismuses, genug Ureinwohner platt gemacht!
    Das "Empire" nur eine Ansammlung von Egoistischen Verbrechern gegen die Menschheit!
    Vonwegen "Faireplay" !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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