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EU-Gipfel Berlusconi ist zurück in Brüssel und neugierig auf Merkel

Nach fünf Jahren Pause ist Silvio Berlusconi zurück in Brüssel. Der frühere italienische Ministerpräsident nimmt dort am Gipfel der konservativen Europäischen Volkspartei teil. Und trifft dort auch die Bundeskanzlerin.
19.10.2017 - 14:59 Uhr Kommentieren
Italiens Ex-Ministerpräsident kommt in Brüssel zum Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs. Quelle: dpa
Silvio Berlusconi

Italiens Ex-Ministerpräsident kommt in Brüssel zum Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs.

(Foto: dpa)

Brüssel Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder zu einem EU-Gipfel nach Brüssel gekommen. Allerdings nahm er am Donnerstag mangels eines Amtes nicht an den Beratungen der Staats- und Regierungschefs teil, sondern am vorausgehenden Gipfel der konservativen Europäischen Volkspartei EVP. Dort traf der 81-jährige Gründer der konservativen Forza Italia auch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammen.

Er sei „neugierig“ von Merkel zu erfahren, wie weit die Gespräche zur Bildung einer neuen Regierung in Deutschland vorangekommen seien, sagte Berlusconi unmittelbar vor dem EVP-Treffen. Darüber hinaus gebe es viele Dinge zu bereden, etwa über die Flüchtlingsfrage und die Reform des Dublin-Systems zur Asylpolitik. Es müsse nach wie vor eine Umverteilung von Flüchtlingen innerhalb der europäischen Länder geben, betonte er.

In Italien gebe es nicht nur das dramatische Flüchtlingsproblem, sondern einen Anstieg der Armut auf 15 Millionen – „ein Italiener von vieren“ –, und eine besorgniserregende Beschäftigungslage für junge Menschen. „Wir sind das Schlusslicht in Europa, was die Entwicklung angeht“, sagte Berlusconi, der zwischen 1994 und 2011 viermal Ministerpräsident in Rom war.

Vor den Neuwahlen in Italien gelte es, extremistische und unverantwortliche Parteien zu bekämpfen. „Deshalb bin ich noch da, gegen den Rat meiner Kinder, meiner Manager“, sagte Berlusconi. „Diese Kräfte dürfen keinen Rückenwind bekommen, sie sind wirklich gefährlich.“

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