EU-Gipfel Wofür wir die Briten lieben müssten

Eigentlich müssten wir Cameron dankbar sein: Nur der britische Premier will den gigantischen EU-Haushalt ernsthaft beschneiden. Doch leider ist er in Europa isoliert. Beim Gipfel droht ein Eklat zu Lasten der Briten.
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Harte Verhandlungen bei EU-Etatgipfel?

LondonGroße Freunde der europäischen Integration waren die Briten in all den Jahrzehnten noch nie. Während der Kontinent Stein für Stein das europäische Haus errichtete, wetterte Premierministerin Margaret Thatcher schon 1988 gegen den "Superstaat", der da in Brüssel entstehe. So groß wie heute war die emotionale Distanz Großbritanniens zum Rest Europas aber schon sehr lange nicht mehr. Die Europaskepsis auf der Insel sei "tiefer denn je", warnte Außenminister William Hague gar jüngst bei einem Besuch in Berlin. Beim derzeit laufenden Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Brüssel geht es dabei nicht "nur" um den künftigen Etat im Volumen von rund einer Billion Euro - sondern um den Verbleib der Briten in der Union.

In den anderen EU-Ländern stehen die Briten als Quertreiber da, die ihr eigenes Süppchen kochen, statt Solidarität in schwierigen Zeiten zu üben. Spekulationen über einen „Brexit“ – einen Abschied Großbritanniens aus der Gemeinschaft – haben die über den Austritt Griechenlands inzwischen abgelöst.

Die wachsenden Spannungen dürften sich beim EU-Gipfel heute und morgen entladen. Die Regierung in London will Brüssel weit weniger Geld für die Jahre 2014 bis 2020 zubilligen als der Rest der Union, Premier David Cameron droht sogar mit einem Veto. Zum Gipfelauftakt kündigte er am Donnerstag einen harten Kampf für den sogenannten Britenrabatt sowie weitere Kürzungen am Unionsbudget an. Da in den Hauptstädten der Krisen-Rotstift regiere, halte er Mehrausgaben in Brüssel für "sehr falsch".

Um fast 200 Milliarden auf 886 Milliarden Euro will Cameron das Budget der EU-Kommission zusammenstreichen – und hat damit den Zorn der gesamten Staatengemeinschaft auf sich gezogen. Auch die Bundesregierung will den europäischen Haushalt begrenzen, von Einschnitten nach Camerons Geschmack will Bundeskanzlerin Angela Merkel aber nichts wissen.

Cameron bleibt kaum etwas anderes übrig, als hart zu bleiben: Der enorme Druck in der Heimat lässt ihm wenig Spielraum. Laut einer vom "Observer" veröffentlichten Umfrage würde eine Mehrheit von 56 Prozent der Briten in einem Referendum tendenziell für den EU-Austritt stimmen – und nur 30 Prozent für den Verbleib.

Bei einer Nachwahl vergangene Woche nahm die Anti-Europapartei UKIP Camerons Konservativen Tausende von Stimmen ab und verdrängte seinen Koalitionspartner, die proeuropäischen Liberaldemokraten, auf den vierten Platz. Die oppositionelle Labour-Partei gewann das Mandat. Die Tories fürchten, bei der Parlamentswahl 2015 ähnlich von der UKIP ausmanövriert zu werden, wenn sie die Bevölkerung nicht in einem Referendum über die EU-Mitgliedschaft abstimmen lassen.

„Schlafwandlerisch aus der EU hinaus“
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53 Kommentare zu "EU-Gipfel: Wofür wir die Briten lieben müssten"

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  • Hi Volker,

    I read the full thread of comments from your online forum and found it quite interesting.

    As you say, there is finally overwhelming accord with 'The British' feeling toward the 'runaway EU train'.
    Certainly, The UK has been much vilified over the years and it would be understandable for British citizens to ask if we could really be so wrong in our opinion and attitude to The Union.

    I always remember from childhood, into adulthood, thinking Mainland Europeans were so fortunate. Mainland Europeans enjoyed a geographical topography uniting them as a whole. Not so The UK. 26 miles of water, or 30 something kilometers made sure both Europe & UK could feel superior to one another for the same and opposing reasons.
    In times of unrest The channel was a welcome obstacle but in times of peaceful coexistence it alienated us from the common European 'psyche' and made us 'the weird kid' in the class room.

    It may now prove fortunate The UK fought to become a member of 'The Elite Club' as being 'the weird kid' in class gives The UK a voice above the drone emanating from those other knowledgeable spokespersons and 'people's advocates' plundering mercilessly since they achieved office and 'got behind the controls'.

    The EU, in common with other strategies formed for the good of all, is being exploited and 'gang raped' before our eyes and will soon fall to it's knees unless 'someone' comes to the rescue, in whatever shape or form.

    The UK is not and will not be The Savior of the worthy Europeans but it may be a catalyst for change... so desperately needed.

    Good luck to you and all my European friends in the 'thick' of the fray. I hope we all get a chance to drink and eat together after the 'shit hits the fan' and the roses at last begin to grow from fertile remnants of what was once a good idea but which got 'hijacked' along the way.
    : )
    Regards, Peter.

  • kschulz
    ja, wir müssen diese FDJ-Frau endlich los werden und diese kommunistischen und antidemokratischen Grünen wieder dahin zurück jagen wo sie hergekommen sind, nämlich ins Abseits
    Sonst geht Deutschland gnadenlos unter

  • Paul7744
    sehr gut beschrieben.
    Danke

  • Leichnam
    ja klar, die Polen sind doch nicht in die EU gekommen so schnell nach Fall des eisernen Vorhangs, weil sie uns so lieb haben. Die wollten und wollen ausschließlich unser Geld
    Und da Merkel und dieser Schwätzer Gauck so Polen-affin sind klappt das ja auch. Die lassen doch ihr ehemaligew sozialistisches Brudervolk nicht allein

  • Monstergluck
    ich auch und zwar ganz dringend.
    Dazu bräuchte es bei usna ber wieder Politiker mit Anstand und viel Verstand und vor allem demokratisch.

  • mondahu
    wir sollten aber fair bleiben was de Gaulle betrifft
    Bei der Gründung der EU, vorrangig durch die beiden großen Nachkriegs-Politiker de Gaulle und Adenauer, wollten diese dass wir in Frieden und Freundschaft mit den Nachbarn leben, Handel betreiben ohne Zölle und Auflagen, aber jedes Land bleibt eigentständig, das sagte ausdrücklich de Gaulle
    Die beiden Politiker würden sich im Grab umdrehen,wenn sie diesen heutigen hochkriminellen und völlig undemokratischen Dreckhaufen Brüssel erleben müßten

  • Die Briten haben absolut Recht. Ich bewundere sie, dass sie nicht empfänglich sind für "politische Projekt", die in einer Katastrophe enden... Hitler hätten die nicht gewählt, die Kommunisten auch nicht! Und die EUSSR wird ohne die Briten auskommen müssen. Die Briten werden das Leuchtfeuer der Demokratie sein! Zum Glück!

  • Der gute Titel verspricht leider zu viel. Anstatt Beispiele aufzuzeigen, wo die Briten richtig liegen, werden sie als Quertreiber dargestellt. Ist es denn nur für die Briten ärgerlich, wenn der EU-Haushalt zur Selbstbedienung seiner Beamten (die wie einst die kommunistische Nomenklatura keine Steuern bezahlen und streiken, obwohl sie dazu kein Recht haben!) und Parlamentarier, Verschwendung und organisierten Betrug dient? Wenn er zur Finanzierung des französischen Agrar-Haushaltes mißbraucht wird, wenn er dazu dient, Autobahnen und Flughäfen zu bauen, die keiner braucht und das Bauland dafür mit 3000,-€/m² bezahlt wird? Wieso sehen das die Deutschen weniger kritisch. Haben die Geld zuviel? Warum diskutiert man in Deutschland monatelang wegen paar Millionen Erhöhung der Sozialhilfe anstatt über die vielen Milliarden, die in Brüssel verschwendet werden? Von den korrekt aber unsinnig ausgegebenen, wie bei den spanischen Autobahnen ganz zu schweigen!

  • @EinBuerger

    Das sehe ich auch so. Hoffentlich setzt Herr Cameron sich durch.
    Aber uns steht auch noch ein harter Kampf bevor. Wir müssen unsere geerbte AGIPROP-Sekretärin und ihre Vasallen los werden. Da mit der SPD und den kommunistischen Grünen auch kein Blumentopf zu gewinnen ist, kann dies nur über den Weg einer neuen Partei gelingen, die zunächst wahrscheinlich nur in der Lage sein wird einen Keil in diesen Klüngel zu treiben. Aber es wäre wenigstens ein Anfang, und warum soll es dieser Partei nicht gelingen sich auf Dauer durchzusetzen.
    Interessieren Sie sich bitte für die "Wahlalternative 2013". Wir müssen vor allen Dingen verhindern, unsere Stimmen auf mehrere neue Splitterparteien zu verteilen. Das führt nur dazu, daß unsere Volksverräter nach der Wahl weitermachen wie bisher.

  • "Scheitert der Euro dann scheitert Europa"
    JA; bitte, bitte lasst dieses neue Europa ganz schnell scheitern!

    Denn dieses NEUE Europa steht für
    - einen unersättlichen, regelungswütigen Bürokraten-Moloch mit diktatorischen Ambitionen
    - Südländern die auf Kosten der Nordländer leben wollen und dies auf Grund der Abstimmverhältnisse auch durchsetzen können
    - vom Expansions-Gier und -Wahn besessene Politiker die hemmungslos die Bürger belügen und Verträge brechen
    - aufbrechender Feindschaft zwischen den Bürgern der Länder
    - allmächtige Banken

    Wir wollen das ALTE Europa zurück, das sich einst auszeichnete durch
    - freien Handel
    - Eigenverantwortlichkeit der Länder
    - maßvolle Strukturhilfen für ärmere Länder
    - gemeinsame Regeln die sich auf das notwendigste beschränkten
    - Verträge die eingehalten wurden
    - friedlichem Zusammenleben der Bürger der Länder

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