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EU-Handelskommissar Diese Iren werden für Phil Hogans Nachfolge gehandelt

In den irischen Medien gilt Außenminister Simon Coveney als Favorit. Infrage kommt auch Mairead McGuinness, Vizepräsidentin des Europaparlaments.
27.08.2020 - 17:39 Uhr Kommentieren
Der irische Außenminister gilt als möglicher Kandidat für die Nachfolge von Phil Hogan. Quelle: Reuters
Simon Coveney

Der irische Außenminister gilt als möglicher Kandidat für die Nachfolge von Phil Hogan.

(Foto: Reuters)

Brüssel Fast alles ist möglich, lautet derzeit die Losung für die Nachfolge des zurückgetretenen EU-Handelskommissars Phil Hogan in Brüssel. Der 60-jährige Ire verantwortete ein Schlüsselressort in Brüssel und galt als Schwergewicht in der EU-Kommission. In irischen Medien wird der bisherige Außenminister Simon Coveney als Favorit für den nun frei gewordenen Post im Berlaymont genannt.

Der 48-Jährige Politiker der liberalen Volkspartei Fine Gael besetzt bereits seit drei Jahren das Amt des Chefdiplomaten und Vize-Regierungschefs. In seiner langen politische Karriere hat er als früherer Minister für Landwirtschaft, Verteidigung und schließlich für Planung und kommunale Verwaltung zahlreiche Erfahrungen gesammelt. Ein ausgewiesener Handelsexperte ist Coveney aber nicht.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bat am Donnerstag die irische Regierung, eine Frau oder einen Mann für die EU-Exekutive zu benennen. Ob der Kandidat dann selbst das Handelsressort erhalten werde, wolle sie selbst entscheiden. „Ursula von der Leyen hat alle Chancen, eine starke Frau zu nominieren“, sagte der grüne Europaparlamentarier Sven Giegold am Donnerstag.

Als mögliche Kandidatin für die Entsendung in die Kommission nennen Insider in Brüssel die Vizepräsidentin des Europaparlaments, Mairead McGuinness. Die irische Politikerin von Fine Gael hat dieses Amt bereits seit sechs Jahren inne. „Sie hat ein klares Wertebewusstsein“, lobt ein Parlamentarier die konservative Politikerin. Die Frage ist aber, ob das Handelsressort für die frühere Journalistin mangels beruflicher Expertise tatsächlich eine Option ist. Bis zur Neubesetzung übernimmt der Vizepräsident der EU-Kommission und frühere lettische Regierungschef Valdis Dombrovskis das Handelsressort kommissarisch. 

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    Angesichts der großen Unsicherheit über den Vorschlag aus Dublin gehen Insider aber auch davon aus, dass von der Leyen die Kommission umbauen wird und das Handelsressort intern besetzen könnte. Als ein potenzieller Kandidat für die Hogan-Nachfolge gilt Binnenmarkt-Kommissar Thierry Breton. Der Franzose besitzt Wirtschaftserfahrung wie kein Zweiter in der EU-Exekutive. Der 65-Jährige führte als CEO Konzerne wie Thomson und France Telecom.

    Mehrere Namen werden gehandelt

    Ein weiterer Name, der in Brüssel genannt wird, ist Michel Barnier. Bereits seit vier Jahren führt der 69-jährige Franzose mit Großbritannien die Austrittsverhandlungen. Im nächsten Jahr würde der frühere Binnenmarkt-Kommissar voraussichtlich arbeitslos. Das Problem: Zwei Franzosen in der Kommission gehen nicht.

    Als Kompromisskandidat wird daher der Belgier Didier Reynders genannt. Der frühere Außenminister erhielt unter von der Leyen das Amt als Kommissar für Justiz. „Reynders ist eine Allzweckwaffe. Er kann auch Handel“, sagte ein EU-Veteran am Donnerstag.
    Hogan hatte am Mittwochabend sein Rücktrittsgesuch wegen eine Reihe von Verstößen gegen Corona-Regeln in Irland angeboten. Von der Leyen kam der Bitte unmittelbar nach. Die Kommissionspräsidentin steht nun unter großen Druck. Denn der Rücktritt hat die Glaubwürdigkeit der EU-Exekutive beschädigt. Angesichts zahlreicher Handelsfragen ist eine schnelle Nachbesetzung wichtig.

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