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EU-Kommission Leerverkaufsverbot soll auf EU-Ebene möglich werden

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Verbote und andere Beschränkungen wären zunächst für bis zu drei Monate möglich. Die Frist wäre in weiteren Dreimonatsschritten verlängerbar, was eine Behörde jedes Mal rechtfertigen müsste. Ein unbefristetes Verbot wie es in Deutschland gilt wäre nicht möglich. Kurzzeitige Verbote können ausgesprochen werden, wenn eine Aktie an einem Handelstag um zehn Prozent einbricht. Um den Handel transparenter zu machen, müssten ab bestimmten Schwellenwerten die Handelspositionen sämtlicher Leerverkäufe zunächst der Aufsicht gemeldet werden, ab einem höheren Umsatz müssten sie völlig offengelegt werden.

Die EU will durch die Vorschriften außerdem übertriebene Kurswetten durch ungedeckte Leerverkäufe auch außerhalb von Krisenzeiten eindämmen. So müsste zum Zeitpunkt des Verkaufs zumindest eine Vereinbarung über das Leihgeschäft nachgewiesen werden. Eine tägliche Geldstrafe würde drohen, wenn das Wertpapier zur Erfüllung des Geschäfts nicht geliefert würde.

Aktien, die vorwiegend außerhalb Europas gehandelt werden, sowie Market Maker sollen von den Vorschriften für ungedeckte Leerverkäufe und Offenlegungspflichten ausgenommen werden.

Da der Entwurf erst Mitte September präsentiert wird, sind noch Änderungen an dem Gesetzestext möglich. Letztlich entscheiden die EU-Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament über die Regelung.

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1 Kommentar zu "EU-Kommission: Leerverkaufsverbot soll auf EU-Ebene möglich werden"

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  • Ungedeckte Leerverkäufe auf EU-Ebene zu verbieten bedarf es eigentlich nicht.
    Es würde reichen, den widerwärtigen börsenbereich in London zu zerschlagen und Neugründungen in Europa strikt zu untersagen und zu bekämpfen.
    Mehr nicht. Durch Kriminalisierung und bestrafung verschiebt sich genau dieses Moment eben in andere außereuropäische Länder. - So diese es ertragen mögen!
    Wichtig wäre es redaktionell endlich strikt auf die Unterscheidung "gedeckt" und "ungedeckt" zu achten. Für "Ungedeckt Leerverkäufe" trifft trifft die martialische Wortwahl "schlagkräftiger Waffen" in der Tat zu.

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