EU-Kommission und Athen EFSM als Brückenfinanzierung geplant

Sieben Milliarden Euro aus dem 2010 aufgelegten Rettungsfonds EFSM sollen Griechenlands Finanzbedarf bis Ende Juli decken. EU-Kommission und griechische Regierung haben der Brückenfinanzierung bereits zugestimmt.
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Im Rat der EU-Finanzminister ist eine qualifizierte Mehrheit für eine Freigabe der Gelder notwendig. Quelle: dpa
Rettungsschirm EFSF

Im Rat der EU-Finanzminister ist eine qualifizierte Mehrheit für eine Freigabe der Gelder notwendig.

(Foto: dpa)

BrüsselDie EU-Kommission und die Regierung in Athen wollen den kurzfristigen Finanzbedarf Griechenlands über den Rettungsfonds EFSM abdecken. Das geht aus einem Dokument hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlag und den EU-Staaten als Entscheidungsgrundlage dienen soll.

Demnach sollen sieben Milliarden Euro aus dem 2010 aufgelegten Fonds genutzt werden, um den Bedarf des von der Pleite bedrohten Landes bis Ende Juli zu decken. Voraussetzung dafür ist, dass das griechische Parlament an diesem Mittwoch eine Reihe von Reformen verabschiedet, auf die sich der Euro-Sondergipfel am Wochenende geeinigt hatte.

Laut Dokument haben EU-Kommission und griechische Regierung auf Expertenebene eine Einigung erzielt, dass das EFSM-Geld als Brückenfinanzierung genutzt werden soll. Der Rat der EU-Finanzminister muss aber noch über den Antrag entscheiden.

Eine Reihe von Ländern, die nicht zur Euro-Zone gehören, hatte zuletzt Widerstand gegen diese Option angekündigt, darunter Großbritannien und Tschechien. Im Rat ist eine qualifizierte Mehrheit für eine Freigabe der Gelder notwendig, die auch ohne Zustimmung mehrerer Nicht-Euro-Ländern erreicht würde.

  • rtr
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