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EU-Parlament Englisch nach Brexit keine EU-Amtssprache mehr

Mit dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union würde Englisch seinen Status als Amtssprache der EU verlieren. Denn nur die britische Regierung hat Englisch als diese bei der EU geltend gemacht.
Mehr als jeder zweite Europäer versteht Englisch. Seinen Status als Amtssprache würde Englisch mit dem Austritt aus der EU allerdings verlieren. Quelle: dpa
Der Brexit und seine Folgen

Mehr als jeder zweite Europäer versteht Englisch. Seinen Status als Amtssprache würde Englisch mit dem Austritt aus der EU allerdings verlieren.

(Foto: dpa)

Brüssel Englisch verliert nach einem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union dem EU-Parlament zufolge seinen Status als Amtssprache der Staatengemeinschaft. Nur die britische Regierung habe Englisch als Amtssprache bei der EU geltend gemacht, sagte am Montag die Vorsitzende des Ausschusses für konstitutionelle Fragen, Danuta Hübner (EVP). Als weitere Länder mit Englisch als Gebrauchssprache habe sich Irland bei der EU auf Gälisch festgelegt und Malta auf Maltesisch. Jedes Land habe nur das Recht, eine Amtssprache einzureichen. „Wenn wir kein Vereinigtes Königreich haben, haben wir kein Englisch“, folgerte die polnische EU-Abgeordnete. Um die geltenden Regeln zu ändern, sei ein einstimmiger Beschluss der übrigen 27 Mitgliedsländer nötig. Möglich sei deshalb, dass Länder ihr Veto dagegen einlegen könnten, Englisch doch zu behalten. Frankreich hat in den vergangenen Jahren penibel darauf geachtet, dass Französisch als ehemals dominierende Sprache in den EU-Institutionen gegenüber Englisch nicht noch weiter an Bedeutung verliert.

Die EU hat derzeit 24 Amtssprachen. Davon zu unterscheiden sind die drei Arbeitssprachen Englisch, Französisch und Deutsch, die benutzt werden können, wenn kein Dolmetscher bereitsteht. Als wichtigste dieser Arbeitssprache hat sich Englisch durchgesetzt, das von etwa der Hälfte der Europäer verstanden wird. Vor allem die Osterweiterung der EU 2004 hat dazu beigetragen, weil in Polen oder den baltischen Ländern Englisch als Fremdsprache weitaus geläufiger ist als Französisch. In der Praxis wird Deutsch in EU-Kommission und EU-Rat seltener verwendet, obwohl es mit einem Anteil von etwa 20 Prozent die am häufigsten verwendete Muttersprache in der EU ist. Spanien und Italien würden ihren Landessprachen ebenfalls gerne mehr Bedeutung bei den EU-Institutionen in Brüssel, Luxemburg und Straßburg verleihen.

Was sich durch den Brexit alles ändern könnte
Rücktritt von Cameron
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David Cameron tritt zurück. Das gab der Premierminister am Freitagmorgen bekannt. Seine konservative Partei ist so gespalten wie das ganze Land. Der Wechsel an der Spitze soll bis Oktober vollzogen sein. Cameron hatte sich vehement für einen Verbleib in der EU eingesetzt. „Ich glaube nicht, dass ich der richtige Kapitän bin, der unser Land an sein neues Ziel steuert“, sagte er. Der ehemalige Londoner Bürgermeister Boris Johnson gilt als ein möglicher Nachfolger.

(Foto: AFP)
Neues Referendum?
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Die Zukunft des Vereinigten Königreiches ist ungewiss, nachdem Schottland und Nordirland für den Verbleib in der EU gestimmt haben und England und Wales dagegen. Ein neues Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands ist möglich und wurde von den schottischen Nationalisten bereits ins Spiel gebracht.

(Foto: Reuters)
Substanzverlust
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London als internationaler Finanzplatz wird vermutlich wichtige Geschäftsfelder an Paris und Frankfurt verlieren.

(Foto: AFP)
Kettenreaktion in Europa
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Die Idee der europäischen Einigung erleidet durch den Austritt der Briten einen schweren Rückschlag. In anderen Ländern dürfte der Ruf nach Volksabstimmungen über den Verbleib in der EU ebenfalls laut werden. Die Niederlande, Italien aber auch Frankreich sind Kandidaten dafür. Aber auch skandinavische Länder wie Dänemark, Schweden und Finnland verlieren mit Großbritannien einen wichtigen Verbündeten in der EU.

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Demokratie in der Krise
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Das Votum für den Brexit war auch ein Votum von Wutbürgern gegen Ungleichheit, Globalisierung und die Art und Weise, wie politische Eliten über die Köpfe vieler Bürger hinweg Politik machen. Die westlichen Demokratien rutschen weiter in eine tiefe Krise.

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Streit über den EU-Kurs
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Zugleich könnten die Regierungen in Berlin und Paris auf eine schnellere und engere Integration in der EU drängen, um die Gemeinschaft zusammenzuhalten. Das würde den Streit über den Kurs der EU weiter verschärfen.

(Foto: Reuters)
Populisten erstarken
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Gestärkt werden die populistischen Bewegungen, die von rechts und links einen Aufstand gegen das politische Establishment proben. Die Parlamentswahl in Spanien am Sonntag könnte ein weiterer Beleg dafür sein. Aber auch Donald Trump in den USA und Marine Le Pen in Frankreich sind zwei Beispiele dafür.

(Foto: dpa)
  • rtr
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