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EU-Parlament macht Zugeständnis Möglicher Kompromiss im Streit um Bankenabwicklung

Die Gespräche über eine Bankenunion gestalten sich schwierig. Im Streit um direkte Bankenhilfen aus dem Euro-Rettungsschirm ESM zeichnet sich keine schnelle Lösung ab. Anders sieht es bei der Bankenabwicklung aus.
18.02.2014 - 06:36 Uhr
Bankentürme in Frankfurt: In der EU gibt es weiter Zank über Bankenrettungen. Quelle: dpa

Bankentürme in Frankfurt: In der EU gibt es weiter Zank über Bankenrettungen.

(Foto: dpa)

Berlin Im Streit zwischen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und dem Europäischen Parlament über einen Abwicklungsmechanismus für marode Banken kommt Bewegung. Parlamentspräsident Martin Schulz deutete erstmals einen Kompromiss bei der Ausgestaltung des geplanten Abwicklungsfonds an. „Ich wäre bereit zu sagen: Das lösen wir vorerst intergouvernemental, aber mit einer Überführungsklausel ins Gemeinschaftsrecht“, sagte Schulz der „Welt“. Damit bewegt sich Schulz auf Schäuble zu, der den Abwicklungsfonds als zwischenstaatlichen Vertrag anlegen will. Das Europaparlament strebt dagegen eine im EU-Recht verankerte Institution an.

„Wir verhandeln mit Hochdruck und ich glaube hundertprozentig, dass die Chancen für eine Einigung da sind“, erklärte Schulz weiter. Gleichwohl bekräftigte der SPD-Politiker seine grundsätzliche Kritik an der intergouvernementalen Lösung. „In der Bankenunion setzen wir endlich eines um: Banken retten Banken und nicht Steuerzahler retten Banken.“ Aufsicht und Einlagensicherung würden dabei im Gemeinschaftsrecht angesiedelt. Nur der Abwicklungsfonds solle anders geregelt werden. „Diese Logik erschließt sich mir nicht“, sagte Schulz.

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