EU-Partner Griechenland rechnet mit weiteren Zugeständnissen

Die EU-Partner unterstützen weiterhin das schuldengeplagte Griechenland. Bis 2020 soll die Gesamtverschuldung auf 124 Prozent im Vergleich mit der Wirtschaftskraft gesenkt werden.
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Der Chef der Eurogruppe, der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem, will Griechenland mehr Zeit geben, ihre Ziele zu erreichen. Quelle: Reuters

Der Chef der Eurogruppe, der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem, will Griechenland mehr Zeit geben, ihre Ziele zu erreichen.

(Foto: Reuters)

AthenDas schuldengeplagte Griechenland kann auf weitere Zugeständnisse seiner EU-Partner hoffen. "Der Ansatz der Europäischen Kommission zur finanziellen Konsolidierung ist flexibel, um verschiedenen Ländern mehr Zeit zu geben, ihre Ziele zu erreichen. Ich denke, das wird auch in Griechenland der Fall sein, wenn dies nötig ist", sagte der Chef der Eurogruppe, der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem, in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview der griechischen Zeitung "Kathimerini".

Nach den milliardenschweren Rettungspaketen für Griechenland sind die EU-Partner der Regierung in Athen schon mit länger laufenden Krediten und geringeren Zinsen entgegengekommen, weil das südeuropäische Land seit Jahren nicht aus der Rezession kommt. Bis 2020 soll die Gesamtverschuldung auf 124 Prozent im Vergleich mit der Wirtschaftskraft gesenkt werden. Das wäre zwar immer noch sehr hoch und deutlich über den EU-Vorgaben, für 2013 wird das Verhältnis aber auf sehr ungesunde 173 Prozent geschätzt. Dijsselbloem sagte, die Finanzminister der Euro-Zone würden 2014 darüber entscheiden, ob es weitere Entlastungen für Griechenland geben könne.

  • rtr
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15 Kommentare zu "EU-Partner: Griechenland rechnet mit weiteren Zugeständnissen"

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  • mir fällt dazu nur noch ein.....
    " Preisf..ken auf der toten Sau "

  • @Drangela

    Ja, das hat mit 2 liebenswerten Besonderheiten der deutschen Mentalität zu tun, die Kennedy schon in den 30er Jahren auf seinen Deutschlansreisen wie folgt, bemerkte:

    "Die Deutschen sind wirklich zu gut - deshalb rottet man sich gegen sie zusammen, um sich zu schützen."

    "An der Fügsamkeit der deutsche Beamten zeigt sich, wie einfach es in Deutschland wäre, die Macht an sich zu reißen. Sie besitzen weder die Neugier der Amerikaner noch deren angeborenen widerständige 'Ich bin aus Missouri, erklärt mir das erst mal!'-Haltung gegenüber der Obrigkeit."

    (http://einestages.spiegel.de/s/tb/28526/private-aufzeichnungen-john-f-kennedy-in-deutschland.html)

    Das zweite bedingt, dass die Miteuropäer einerseits Angst vor uns und ein Interesse daran haben "uns einubinden" und andererseits, dass wir (also der normal arbeitende Bürger nicht das Großkapital) dumm genug sind uns immer wieder für politische Projekte größenwahnsinniger Irrer verheizen zu lassen.

  • Buerge-r, ja da hat 2007 jemand Weitsicht bewiesen. Wer hätte damals vermutet, dass Bundeswehr (und Drohnen) im Inneren jemals relevant werden könnten.
    "Wir sind auf einem guten Weg"

    © Axel Springer AG 2013

    © Axel Springer AG 2013

  • Ja nun, wir haben es hier mit einer Ideologie zu tun (so auch O-Ton F. Schäffler, FDP in einer Beckmann-Sendung). Die Nachwuchs-Diktatoren aus Brüssel machen es sehr schlau uns diese zu verkaufen. Sie sagen nicht, dass sie eine Haftungs- bzw. Schuldenunion formen, sondern sie sagen „Griechenland bekommt MEHR ZEIT.“ In Deutschland wird hingegen einfach die LebensarbeitsZEIT auf 67+ verlängert und so geht die Rechnung dann wieder auf.

  • am 22. Sept. wird der Stecker gezogen

  • Und der Artikel ist vom 27.03.2007 - also vor dem Euro-Crash und den daraus folgenden Notstandsgesetzen! Die Saat hat begonnen zu keimen und die Monstergewächse sind schon viel mehr sicht- und fühlbarer. Entgrenztes Kapital macht im rechts- und sinnfreien Raum was es will ebenso die "Eliten" an den Schalthebeln und der Bürger wird in die Zange genommen und darf immerhin noch seine folkloristischen Bräuche in Form von Wahlen pflegen, die aber eh nichts ändern weil der Bundestag so relevant ist wie der Euro Vision Song Contest!

  • Albtraum - bin gespannt, auf euere Kommentare...

  • PAPPERLAPAPP - GRIECHENLAND IST PLEITE!

    Als Niederländer sollte Hr. D. wissen, dass führende Ökonomen seines Landes vehement den Austritt aus dem Euro befürworten. Auch für dieses Jahr eine Verschuldung unter 200% des BIP für Griechenland anzunehmen heißt träumen oder nicht wissen. Es heißt aber auf jeden Fall, momentan nicht den richtigen Job zu haben. So viele Jahre Depression und der Versuch Schulden mit Schulden zu bezahlen können nicht wegerklärt werden.
    Wir sprechen hier von einem Schuldenschnitt für Griechenland, der 100% der Schuldenlast beträgt.
    Getragen von europäischen Bürgern, auch deutschen.

    Deshalb wird es mit meiner Bundestagswahl-Stimme auch ein Ende dieses Verbrechens hoffentlich geben.
    Definitiv wähle ich im September 2013 die
    ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND.

    Σκάσε, η Ελλάδα έσπασε!

  • Unter Beibehaltung dieses EU-Systems gibt es - außer zu zahlen - keine andere Möglichkeiten mehr. So läuft nun mal die Rettung um jeden Preis.

    Ein Essay aus Welt.de. liest sich wie ein Alptraum

    "Ein Staat ohne Legitimation"
    Nach einem halben Jahrhundert europäischer Integration hat Deutschland gänzlich andere politische Strukturen, als sie das Grundgesetz verfasst hat. Die Republik ist keine Demokratie im freiheitlichen Sinne mehr. Sie ist kein Rechtsstaat mehr, in dem durch Gewaltenteilung und Rechtsschutz die Grundrechte gesichert sind. Sie ist kein Sozialstaat mehr, sondern unselbstständiger Teil einer Region des globalen Kapitalismus. Sie ist auch kein Bundesstaat mehr, weil Bund und Länder ihre existenzielle Staatlichkeit eingebüßt haben. Die Strukturprinzipien des Grundgesetzes, welche die Integration in die Europäische Union nach dessen Artikel 23 Absatz 1 respektieren muss, sind entwertet. In einer solchen Union darf Deutschland nach seiner Verfassung nicht Mitglied sein...

    http://www.welt.de/welt_print/article779393/Ein-Staat-ohne-Legitimation.html

  • Einfach nur noch lächerlich wie sich unsere Spitzenpolitiker an der Nase herumführen lassen! Ein passendes Adjektiv für so viel Blauäugigkeit gibt es in der Deutschen Sprache noch gar nicht.
    Mein Kompliment an die griechischen Politiker! Die schaffen es doch immer wieder, mit reinen Lippenbekenntnissen der EU immer weitere Zugeständnisse abzuschwindeln! Respekt! Die griechischen Politiker schaffen so für Ihr Volk wirkliche Mehrwerte, unsere Politiker dagegen verschenken im Gegenzug den in Jahrzehnten aufgebauten sozialen Wohlstand.
    Zum Glück gibt es im September Alternativen!

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