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EU-Pläne abgelehnt – Libyens Regierungschef will keine Ankerzentren

Der lybische Regierungschef will keine Deals über Ankerzentren mit der EU eingehen: Er fordert stattdessen einen globalen Plan zur Migration.
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„Wir sind absolut dagegen, dass Europa ganz offiziell bei uns illegale Migranten unterbringen will.“ Quelle: dpa
Fajis al-Sarradsch

„Wir sind absolut dagegen, dass Europa ganz offiziell bei uns illegale Migranten unterbringen will.“

(Foto: dpa)

BerlinDer Chef der international anerkannten libyschen Einheitsregierung, Fajis al-Sarradsch, lehnt potentielle Ankerzentren in seinem Land strikt ab. „Nein, das wird es bei uns nicht geben. Wir sind absolut dagegen, dass Europa ganz offiziell bei uns illegale Migranten unterbringen will, die man in der EU nicht haben möchte“, sagte er der „Bild“-Zeitung.

Unter anderem EU-Ratspräsident Donald Tusk hatte sich dafür eingesetzt, solche „Ausschiffungsplattformen“ mithilfe der Vereinten Nationen in den Ländern Nordafrikas zu errichten.

Al-Sarradsch forderte stattdessen einen globalen Plan, um die Flüchtlingskrise zu lösen. Libyen sei nur das Transitland, das die Menschen für ihre Flucht nutzten.

„Wir haben Flüchtlingsunterkünfte für mehrere zehntausend Menschen geschaffen, aber in unserem Land halten sich mehrere hunderttausend illegale Migranten auf, was die Sicherheitslage massiv verschlechtert. Darunter sind Terroristen, Kriminelle und Menschenschmuggler“, sagte er.

Gleichzeitig verteidigte Al-Sarradsch die Küstenwache seines Landes gegen Kritik. Zu Vorwürfen, die Küstenwache habe Menschen zurückgelassen, sagte er: „Das sind ungeheure Vorwürfe, die nicht stimmen und von unserer Küstenwache bereits klargestellt wurden. Wir retten jeden Tag hunderte Menschen vor der Küste Libyens.“

Das Land brauche aber mehr technische und finanzielle Unterstützung. Eine spanische Organisation hatte der libyschen Küstenwache vorgeworfen, bei einem Einsatz zwei Frauen und ein Kind auf hoher See zurückgelassen zu haben.

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