Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

EU-Ratspräsidentschaft Ischinger: EU sollte in Libyen mit Militäreinsatz drohen

Laut dem Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz müsse Deutschland mehr Verantwortung übernehmen. Dazu kann seiner Ansicht nach ein Militäreinsatz in Libyen gehören.
29.06.2020 - 06:37 Uhr 2 Kommentare
Mit Blick auf die am 1. Juli beginnende EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands sagte Ischinger, die EU müsse „die Sprache der Macht“ lernen. Quelle: dpa
Wolfgang Ischinger

Mit Blick auf die am 1. Juli beginnende EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands sagte Ischinger, die EU müsse „die Sprache der Macht“ lernen.

(Foto: dpa)

Berlin Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, ist der Meinung, dass sich die EU im libyschen Bürgerkrieg notfalls mit der Androhung von militärischen Mitteln Gehör verschaffen soll. „Europa könnte sein militärisches Gewicht so in die Waagschale werfen, damit ein Waffenstillstand erreicht wird“, sagte Ischinger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Wer in internationalen Konflikten nicht mit dem Einsatz militärischer Mittel drohen kann, dessen Diplomatie bleibt allzu oft Rhetorik.“

Mit Blick auf die am 1. Juli beginnende EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands sagte Ischinger, die EU müsse „die Sprache der Macht“ lernen, um ihre Interessen nach außen besser vertreten zu können. „Das setzt voraus, dass auch Deutschland die Sprache der Macht lernt“, fügte Ischinger hinzu.

Zwar habe die deutsche Regierung mit großer Energie die internationale Libyen-Konferenz im Januar in Berlin vorbereitet. „Das Ergebnis ist bislang leider fast null“, sagte der Sicherheitsexperte. Die handelnden Mächte in dem Konflikt, wie etwa Russland, die Türkei und Ägypten, hätten die Appelle von Deutschland und seinen Partnern weitgehend ignoriert, weil für sie nur zähle, „wer das militärische Sagen hat.“

Nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 war in Libyen ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Zahlreiche Milizen kämpfen in dem nordafrikanischen Land um Macht und Einfluss. Die von den UN anerkannte Regierung in Tripolis kontrolliert nur einen kleinen Teil des Landes. Alle Versuche, in dem Konflikt zu vermitteln, blieben bisher erfolglos - darunter auch eine Libyen-Konferenz in Berlin im Januar.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Mehr: In Nordafrika verhärten sich die Fronten. Jetzt schalten sich Deutschland, Frankreich und Italien ein – doch für ein wirksames Eingreifen könnte es längst zu spät sein.

    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: EU-Ratspräsidentschaft - Ischinger: EU sollte in Libyen mit Militäreinsatz drohen
    2 Kommentare zu "EU-Ratspräsidentschaft: Ischinger: EU sollte in Libyen mit Militäreinsatz drohen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wenn Herr Ischinger voran marschiert.

    • Militaereinsatz in Libyen gab es vor einigen Jahren - Gluecklicherweise hat D sich
      rausgehalten. "Mit fremden Schwertern ist kein Thron zu gruenden!" Friedrich Schiller.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%