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EU-Rechnungshof Rechnungsprüfer fordern verbesserte Maßnahmen gegen Chemie in Lebensmitteln

Der EU-Rechnungshof verurteilt die aktuellen Lebensmittelkontrollen gegen Chemikalien als ungenügend. Rund 8.000 Substanzen gelten derzeit als gefährlich.
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EU-Rechnungshof fordert bessere Lebensmittelkontrollen  Quelle: dpa
EU Kommission

Der Rechnungshof fordert von der EU-Kommission die Lebensmittelkontrolle zu überholen.

(Foto: dpa)

LuxemburgGegen ungesunde Chemikalien in Lebensmitteln muss aus Sicht der obersten EU-Rechnungsprüfer effektiver vorgegangen werden. Die EU-Regeln seien „überfrachtet“ und die EU-Staaten mit den Lebensmittelkontrollen überfordert, kritisierte der Europäische Rechnungshof in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht.

Eine Lösung sei, die Labors der Lebensmittelindustrie stärker in die Kontrollen einzubeziehen, um staatliche Stellen zu entlasten.

Als potenziell gefährlich gelten nach den EU-Regeln rund 8000 Substanzen - neben Mitteln zur Schädlingsbekämpfung gehören dazu Farb- und Aromastoffe, Tiermedikamente sowie Plastik.

Die Lebensmittel in der EU seien im weltweiten Vergleich zwar besonders sicher, sagte der zuständige Rechnungsprüfer Janusz Wojciechowski. Dennoch stehe das derzeitige System vor Herausforderungen.

Die Regeln seien so umfangreich, dass es den nationalen Prüfstellen nicht gelinge, alle ihre Aufgaben zu erfüllen. „Tausende Stoffe werden praktisch nicht kontrolliert“, sagte Wojciechowski.

Hinzu komme, dass einige EU-Staaten bestimmte Chemikalien seltener kontrollierten als andere. Das gefährde die Glaubwürdigkeit des Systems.

Der Rechnungshof forderte die EU-Kommission auf, die Auflagen zu überarbeiten und stärker mit der Wirtschaft zu kooperieren. Die Lebensmittelindustrie müsse Prüfungen übernehmen, sagte Wojciechowski.

„Es ist in ihrem eigenen Interesse, die Regeln anzuwenden, weil sie Verantwortung trägt, wenn es zu chemischen Verunreinigungen kommt.“

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  • dpa
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