EU-Rettungspaket Zypern lehnt Schuldenschnitt als Bedingung für Rettungspakt ab

Fest steht: Zypern braucht Geld, rund 17 Milliarden Euro. Um jeden Preis sollen die Hilfen aber nicht eigesammelt werden, insbesondere nicht mit einem Schuldenschnitt. Das Image des Landes könnte so noch mehr leiden.
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Zyperns neuer Präsident Nicos Anastasiades will keinen Schuldenschnitt. Quelle: Reuters

Zyperns neuer Präsident Nicos Anastasiades will keinen Schuldenschnitt.

(Foto: Reuters)

Das hoch verschuldete Zypern wünscht sich schnelle Verhandlungen über ein EU-Rettungspaket, schließt einen Schuldenschnitt aber aus. „Wir hoffen auf die Solidarität unserer EU-Partner“, sagte der neue zyprische Präsident Nicos Anastasiades am Donnerstag in seiner Rede zur Amtseinführung. Zypern hoffe auf eine umgehende Einigung auf die Bedingungen für die Hilfskredite. Dabei müsse das Land aber fair behandelt werden. Eine Schuldenschnitt oder eine pauschale Belastung von Sparkonten komme nicht in Frage.

Es wird allgemein erwartet, dass Zypern Hilfen im Volumen von rund 17,5 Milliarden Euro benötigt. Mit der EU, der EZB und dem IWF müssen noch die Gegenleistungen dafür verhandelt werden.

Zuletzt hatte es in Kreisen geheißen, in einigen Staaten der EU, darunter auch Deutschland, werde ein „Bail-in“-Modell durchgespielt, das allen Kontoinhabern pauschal einen Beitrag zur finanziellen Hilfe abverlangen würde. Es wird erwartet, dass über Zypern-Hilfen auch beim Treffen der Finanzminister der Euro-Zone am 4. März gesprochen, aber noch nicht entschieden wird. Noch sind viele Fragen offen. Vor allem der Ruf des Landes als Fluchtburg für Schwarzgeld und als Steueroase erschwert die Verhandlungen.

  • rtr
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17 Kommentare zu "EU-Rettungspaket: Zypern lehnt Schuldenschnitt als Bedingung für Rettungspakt ab"

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  • ich glaube, dass die beiden neuen "anti euro Parteien" ueber
    diese Entwicklungen sehr froh sind ! EU und Bruessel werden
    wohl immer unbeliebter.

  • da gebe ich Ihnen SEHR GERNE recht !

  • Der Euro und die EU-Diktatur müssen endlich weg!
    Nein zur EU-Diktatur!
    http://tomorden.de.to

  • Zuletzt hatte es in Kreisen geheißen, in einigen Staaten der EU, darunter auch Deutschland, werde ein „Bail-in“-Modell durchgespielt, das allen Kontoinhabern pauschal einen Beitrag zur finanziellen Hilfe abverlangen würde.

    wetten das auch schon für die deutschen kontoinhaber durchgespielt wurde, durch eine 10%ige zwangsanleihe würde der staat viel geld in die kassen der banken spülen.

  • @Ludwig500 Genau! Oder anders ausgedrückt: was macht es für einen Unterschied, ob bankster oder mafiosi gerettet werden?

  • Es ist schon mehr als dreist, dass dieses korrupte und bankrotte Pack überhaupt noch Forderungen dieser Art unwidersprochen stellen darf! Anstatt in Sack und Asche zu gehen, maßen sich diese Bankrotteure auch noch an, die Beteiligung von "Bankkunden", die gut an diesen "Steuerparadies" verdient haben, kategorisch auszuschließen. Gleichwohl wird die Forderung auf Hilfe aus dem ESM erhoben. Ja, merken diese Kretins denn gar nichts mehr?

  • Die Alternative für Deutschland könnte tatsächlich die beste Wahl sein. Besser wäre es, sie würden mit den anderen Eurogegnern zusammenarbeiten. Eine Partei mit 20% bewirkt mehr als drei Parteien mit 3, 4 und 13%.

  • Zu solchen Dingen gehören immer zwei. Die Südländer, die gerne unser Geld nehmen, und die deutsche Regierung, die unser Geld gerne gibt und nicht schnell genug zahlen kann.

    Unter diesen Umständen kann man den Südländern keinen Vorwurf machen. Wenn mich andere Leute mehr oder weniger freiwillig durchfüttern würden, würde ich das auch gerne annehmen.

  • Ach ja, die Öl- und Gasfelder, die hatte ich ja ganz vergessen. Die will Zypern natürlich mit ganz Europa teilen, diese Gutmenschen...

    Ich kann nicht beurteilen, ob es diese Quellen wirklich gibt und ob man sie wirtschaftlich erschliessen kann, aber mein gesunder Menschenverstand sagt mir, wenn es sie gäbe würde Zypern keine 17 Mrd von der EU benötigen, sondern schon längst entsprechende Lizenzen für ein Vielfaches verkauft haben.

  • @Ludwig500

    Genauso wird es kommen, und als Sicherheit werden uns die Zyprioten ihre wertlosen Erdgasfelder geben. Die Regierung wird uns erklären was für ein tolles Geschäft das sei, damit wir Deutschen bis zur Bundestagswahl beruhigt schlafen können. Auch Steinbrück wird seinen zur Schau gestellten Widerstand aufgeben, den guten Willen der Zyprioten loben, und die europäische Solidarität beschwören.

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