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EU-Spitzenpostenkandidatin Thorning-Schmidt bleibt Moschee-Eröffnung fern

Die erste Großmoschee Dänemarks öffnet ihre Pforten, doch viele Politiker kommen nicht zur Feier. Darunter auch Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt. Sie wird derzeit als künftige EU-Ratspräsidentin gehandelt.
19.06.2014 - 19:25 Uhr Kommentieren
Die dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt: „In den nächsten Jahren müssen wir dafür sorgen, dass die EU nicht auseinanderdriftet.“ Quelle: dpa

Die dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt: „In den nächsten Jahren müssen wir dafür sorgen, dass die EU nicht auseinanderdriftet.“

(Foto: dpa)

Kopenhagen Die erste Großmoschee Dänemarks hat am Donnerstag in Kopenhagen ihre Türen geöffnet. Das Projekt stand seit Baubeginn in der Kritik, weil die Moschee - mit 20 Meter hohem Minarett und Kuppel - mit rund 20 Millionen Euro aus Katar gefördert wurde. Viele Dänen befürchteten, dass die dänischen Muslime von der in dem Golfscheichtum vorherrschenden konservativen Form des Islam beeinflusst würden. Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt, sämtliche Minister sowie das dänische Königshaus hatten ihre Teilnahme an der Eröffnung im Stadtteil Nørrebro, in dem viele Muslime leben, abgesagt. Die dänische Sozialdemokratin, deren Selfies mit Obama um die Welt gingen, gilt derzeit als heiße Kandidatin für den europäischen Spitzenposten als EU-Ratspräsidentin.

Vertreter der Sozialistischen Volkspartei (SF) und der Christdemokraten kamen dagegen zur Eröffnungsfeier. „Es gibt die Freiheit, anders zu sein, und deshalb ist in Kopenhagen auch Platz für eine Moschee“, sagte die SF-Gleichstellungsbeauftragte Özlem Cekic der Nachrichtenagentur Ritzau.

Der Dänische Islamische Rat zeigte sich enttäuscht über die vielen Absagen. „Es ist ein negatives Signal, das viele Muslime dazu bringen wird, sich nicht als Teil der dänischen Gesellschaft zu fühlen“, sagte Moscheesprecher Mohamed al Maimouni. Dieser hatte tags zuvor in Medien und Politik für Empörung gesorgt, weil er Homosexualität in der Zeitung „Jyllands-Posten“ als „verkehrt“ und „Krankheit“ bezeichnet hatte.

Die Moschee ist Teil eines 6700 Quadratmeter großen Kulturzentrums, das außerdem einen Spielplatz, ein Altenzentrum und ein Restaurant beheimatet. Nach dänischem Gesetz darf der Muezzin die Muslime nicht von der Moschee aus zum Gebet rufen.

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    Eine gegen den Islam gerichtete Demonstration vor dem Gebäude hatte die Kopenhagener Polizei laut „Jyllands-Posten“ verboten, weil sie „umfassende Unruhen“, „Übergriffe und Vandalismus“ befürchtete.

    Thorning-Schmidt als EU-Ratspräsidentin?
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