Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

EU-Türkei-Deal Kurz will beim Thema Flüchtlinge härtere Gangart gegen Erdogan

Der zukünftige österreichische Kanzler will im Streit um den Flüchtlingsdeal über Sanktionen gegen die Türkei nachdenken. Flüchtlinge dürften nicht als Waffen eingesetzt werden.
05.01.2020 - 13:05 Uhr Kommentieren
Der designierte österreichische Kanzler will auf europäischer Ebene mehr Druck auf die Türkei ausüben. Quelle: Reuters
Sebastian Kurz

Der designierte österreichische Kanzler will auf europäischer Ebene mehr Druck auf die Türkei ausüben.

(Foto: Reuters)

Berlin Der künftige österreichische Kanzler Sebastian Kurz hat sich in der Flüchtlingspolitik für eine härtere Gangart gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ausgesprochen. „Der Türkei-Deal (der EU) funktioniert nicht ausreichend und Griechenland hat unsere volle Unterstützung verdient“, sagte Kurz der „Bild“-Zeitung.

Europa dürfe sich von Erdogan nicht erpressen lassen. „In seinem Land werden politisch Andersdenkende verfolgt, immer wieder Journalisten eingesperrt – und die Türkei versucht, Flüchtlinge und Migranten als Waffe einzusetzen“, sagte Kurz. Auf die Frage, ob es Sanktionen gegen die Türkei brauche, sagte er: „Es gibt immer mehrere Wege, der eine funktioniert durch Zusammenarbeit, der andere funktioniert durch Druck. Die EU hat viele Möglichkeiten, Erdogan Druck zu machen. Darüber sollten wir genauso nachdenken.“

Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) kamen vergangenes Jahr mehr als 73.000 Migranten illegal aus der Türkei nach Griechenland. Das seien knapp 23.000 mehr als im Vorjahr. Die für 7500 Migranten ausgelegten Registrierlager auf den griechischen Inseln sind mit mehr als 42.000 Menschen überfüllt.

Erdogan warnte kurz vor Jahresende, wegen neuer Kämpfe in Syrien könnte wie 2015 eine große Anzahl Flüchtlinge nach Europa kommen. Griechenland werde besonders in Mitleidenschaft gezogen werden.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Der türkische Präsident hat wiederholt gedroht, den Flüchtlingen in seinem Land den Weg Richtung Europa zu öffnen. Damit wackelt der EU-Flüchtlingspakt mit der Türkei von 2016. Danach darf jeder Migrant, der illegal auf die griechischen Inseln übersetzt, in die Türkei zurückgeschickt werden. Die türkischen Behörden sollen ihrerseits die Migranten daran hindern, in Booten nach Griechenland überzusetzen.

    Mehr: Statt Kinder als Geiseln zu missbrauchen, sollten die EU-Staaten solidarisch miteinander sein – aber auch selbstbewusst gegenüber der Türkei, meint Handelsblatt-Korrespondent Gerd Höhler.

    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: EU-Türkei-Deal - Kurz will beim Thema Flüchtlinge härtere Gangart gegen Erdogan
    0 Kommentare zu "EU-Türkei-Deal: Kurz will beim Thema Flüchtlinge härtere Gangart gegen Erdogan"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%