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EU und Konzerne Europa steckt Milliarden in Forschungsprojekte

Gemeinsam mit der Wirtschaft will die EU die Zukunft erobern: Dafür investieren Brüssel und die EU-Staaten gemeinsam mit den Konzernen 22 Milliarden Euro in die Forschung. Auch deutsche Unternehmen beteiligen sich.
22 Kommentare
Die Initiative fördert Firmen und Forschungseinrichtungen. Quelle: Reuters

Die Initiative fördert Firmen und Forschungseinrichtungen.

(Foto: Reuters)

Brüssel/BerlinEuropas Industrie hat der EU-Kommission für die Jahre 2014 bis 2020 zehn Milliarden Euro für Forschungsprojekte zugesichert, die als besonders zukunftsträchtig gelten. Der größte Teil dieser Investitionen, die mit weiteren zwölf Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt und den Etats der Mitgliedsländer aufgestockt werde, geht an fünf öffentlich-private Partnerschaften in den Bereichen innovative Arzneimittel, Luftfahrt, biobasierte Industriezweige, Brennstoffzellen sowie Wasserstoff sowie Elektronik. Das sagte EU-Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn dem Handelsblatt. „Die Kooperation von öffentlicher Hand und Industrie wird uns in die Lage versetzen, Probleme zu lösen, die Unternehmen oder Länder allein nicht lösen können“, erklärte die Forschungskommissarin.

Auf deutscher Seite sind die Konzerne Daimler, Siemens und Infineon an den Public-Private-Partnership-Vorhaben beteiligt. Am Mittwoch wird die Kommission die Projekte in Brüssel vorstellen. Die 22 Milliarden Euro sollen unter anderem in Brennstoffzellen für schadstofffreie Autos investiert werden, in klimafreundlichere Flugzeuge und in eine neue Generation von Antibiotika.

Die ausgewählten Sektoren seien besonders wichtig für Europa, mit Blick auf Arbeitsplätze, aber auch wegen der Vorteile, die sie für die Gesellschaft bringen. „Allerdings erfordern diese Sektoren langfristige, sehr hohe Forschungsinvestitionen. Für einzelne Unternehmen bleibt unklar, welchen Gewinn sie zurückerhalten. Deshalb investieren wir öffentliche Gelder und überzeugen Firmen zu kooperieren“, sagte Geoghegan-Quinn. „Die Industrie weiß, wie wichtig es ist, Innovation nicht zu vernachlässigen. Wir liegen immer noch hinter einigen großen Volkswirtschaften zurück“, betonte die Irin. Deshalb müsse Europa die Effizienz seiner Forschung verbessern.

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22 Kommentare zu "EU und Konzerne: Europa steckt Milliarden in Forschungsprojekte"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Europa steckt Milliarden in Lobbyparasiten und Bankster !
    Nicht alle, aber zuviele !

    Und als Dankeschön geht es ab, zu den Steueroasen !

    Geht's noch blöder ? Das ist gewollt !

  • Ich bin bereit den Beweis für die Wirksamkeit zu akzeptieren. Wenn er denn vorgelegt werden kann. Es ist ein beliebter Trick der Homöopathieanhänger, immer wieder mehr Forschung zu fordern. Es bringt nichts.

  • "Angestoßen" ist ein blödes Wort in Ermangelung eines besseren. Tatsächlich regt beispielsweise Traumeel die Regeneration bei Verletzungen an, also ist "anstoßen" doch nicht so falsch.
    Den Pacebo-Effekt bei Tieren habe ich im Web gefunden. Er bezieht sich im wesentlichen auf die Arbeit
    http://www.konditionierung.de/allergie_1.htm
    an Ratten.
    Ob man das mit dem klassischen Placebo-Effekt, der über ggf. bewußte Erwartungshaltung funkioniert, vergleichen kann, ist eine gute Frage. Mir sieht das eher nach einer Konditionierung des Immungedächtnisses aus.
    Ein hochinteressantes Gebiet, das hier aber jetzt doch stark off topic wird. Aber vielleicht lohnt es sich, um zum Thema zurückzukehren, auch hier ein paar Forschungsmilliönchen reinzustecken. Ich sehe hier Potential in der Lösung der Abstoßungsproblematik bei Transplantationen.
    Was die Homöopathie angeht, so können wir uns ja darauf einigen, daß wir uns nicht einigen können. Ist auch ein Ergebnis! :-)

  • Der Placeboeffekt beruht auf der Erwartungshaltung, also der Konditionierung. Bei den Niedrigpotenzen wird nix "angestossen". Wie auch? Informieren Sie sich lieber mal genauer.

  • "Wenn Sie wirklich promovierter Chemiker sind, dann sollten sie die Avogadro-Konstante kennen.²
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    Klar doch! Immer noch 6,02295*10^23 1/mol resp. (nach neuerer Bestimmung von 2010 6,0221*10^23 1/mol). Dafür muß ich nirgendwo nachschauen. :-)
    Die widerspricht aber keineswegs der Wirksamkeit von Potenzierungen bis sagen wir D20, wobei gängige Potenzierungen im Bereich D5...D10 liegen. Bei diesen geringen Dosierungen kann es trotzdem zum Anstoß körperlicher Reparaturmechanismen kommen. Kein biologisches Funktionsprinzip spricht dem entgegen. Bei Potenzierungen, bei denen theoretisch kein Molekül mehr in der Lösung ist, werde ich auch sehr skeptisch und sage mir "geht gar nicht". Geht aber gelegentlich eben doch, so unbegreiflich das für einen rein analytischen Verstand ist. Also einfach mal akzeptieren. Vielleicht wird eines Tages der Wirkmechanismus aufgeklärt.

    "Quellen zum Placebo-Effekt bei Tieren und Kleinkindern finden sie übrigens schon bei Pawlow. Das Zusammenlaufen des Speichels bei geschlagener Glocke ist Placeboeffekt."
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    Hier befinden wir uns im mir vertrauten Gebiet der Verhaltensforschung (Wölfe/Hunde). Der Pawlow'sche Reflex ist kein Placebo-Effekt, sondern gehört zur klassischen Konditionierung.

  • Wenn Sie wirklich promovierter Chemiker sind, dann sollten sie die Avogadro-Konstante kennen. Aufgrund derer ist das angebliche Wirkprinzip der Homöopathie schon nicht möglich. Seit ca. 200 wird versucht eine Wirksamkeit der Homöopathie zu belegen. Ergebnis: Null. Somit gehört sie dahin, wo sie herkommt - in die Medizingeschichte neben die Vier-Säfte-Lehre von Galen. Quellen zum Placebo-Effekt bei Tieren und Kleinkindern finden sie übrigens schon bei Pawlow. Das Zusammenlaufen des Speichels bei geschlagener Glocke ist Placeboeffekt.

  • "Übrigens wurde der Placeboeffekt bereits mehrfach sowohl bei Tieren als auch bei Säuglingen nachgewiesen."
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    Von Säuglingen habe ich keine Ahnung, aber von Tieren... Belastbare Quelle vorhanden?
    Wissenschaftler bin ich tatsächlich: Promovierter Chemiker (Anorganische Molekülchemie) mit Nebenfächern Toxikologie, Pharmakologie und Geologie. Aber ich habe schon lange gelernt, daß es Dinge gibt, die sich mit den üblichen Meßgeräten und Analyseverfahren nicht nachweisen lassen. Ich bin also auch offen für unkonventionelle Heilmethoden außerhalb der Schulmedizin und lehne nicht alles à priori ab, weil "nicht sein kann, was nicht sein darf"... :-) Ich kann nur sagen, es funktioniert tatsächlich (das ist auch logisch, solange auch nur sehr wenige Wirkstoffmoleküle in der Lösung sind. 6000 Moleküle (Steroidgerüst) einer südamerikanischen Pfeilgiftfroschart sind für einen Menschen absolut tödlich. Das ist extrem wenig!), und ich bin beileibe kein leichtgläubiger, sondern eher ein *äußerst* skeptischer Mensch.

  • Übrigens wurde der Placeboeffekt bereits mehrfach sowohl bei Tieren als auch bei Säuglingen nachgewiesen.

  • Wären Sie wirklich Wissenschaftler, dann würden Sie bereits das angebliche Wirkprinzip der Homöopathie nur mit einem Kopfschütteln quittieren. Ihr Text ist nichts anderes als eine Aneinanderreihung von Ankedoten. Und dieses Wort ist nicht die Mehrzahl des Wortes "Daten". Wer heilt hat nicht recht, sondern will recht behalten.

  • "nur in Arztbegleitend "
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    hier hat das Buchstabenlimit zugeschlagen. Es muß natürlich heißen:
    "nur in Abstimmung mit dem Arzt begleitend".
    Sorry!

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