Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

EU-USA-Gipfel Obama drängt Europa zur Lösung der Schuldenkrise

Die Euro-Krise macht den USA Angst. Zögern könnte die Weltwirtschaft in den Abgrund reißen, fürchtet Obama. Die USA wollen bei der Lösung der Schuldenkrise helfen - allerdings nicht mit Geld.
Update: 29.11.2011 - 02:14 Uhr 15 Kommentare
Obama und EU-Ratspräsident Van Rompuy (li.). Quelle: AFP

Obama und EU-Ratspräsident Van Rompuy (li.).

(Foto: AFP)

WashingtonDie USA mahnen entschlossenes Handeln in der Euro-Krise an. Der Kampf gegen die Verschuldung „verlangt politischen Willen sowie die finanziell erforderlichen Ressourcen“, sagte Regierungssprecher Jay Carney beim EU-USA-Gipfel in Washington am Montag. „Es ist entscheidend für Europa, jetzt mit Macht und Entschlossenheit vorzugehen“. Der US-Steuerzahler werde nicht für die Euro-Krise aufkommen, fügte der Sprecher hinzu. Die EU verfüge über die notwendigen Mittel.

Obama sagte Hilfe der USA bei der Krisenbekämpfung zu. „Die USA stehen bereit, ihren Teil zu tun, um Ihnen (den Europäern) bei der Lösung zu helfen.“ Einzelheiten nannte er allerdings nicht. „Dies ist von enormer Wichtigkeit für unsere eigene Wirtschaft.“

Die 27 Länder umfassende Staatengemeinschaft ist der wichtigste Handelspartner der USA. Zusammen stehen beide für die Hälfte der weltweiten Wirtschaftsleistung und knapp ein Drittel des Welthandels. Nach US-Angaben werden täglich Waren im Wert von 3,6 Milliarden Dollar ausgetauscht. Von den transatlantischen Investitionen würden 7,1 Millionen Arbeitsplätze abhängen.

Ein hochrangiger Vertreter des US-Außenministeriums machte allerdings deutlich, dass es auf keinen Fall finanzielle Hilfen geben werde. Eine Erhöhung der US-Beiträge zum Internationalen Währungsfonds oder andere finanzielle Verpflichtungen gegenüber der EU, um die Krise zu lösen, stünden nicht zur Debatte, sagte der US-Botschafter für die EU, William Kennard.

Zuvor hatten Finnland und die Niederlande zusätzliche Mittel für den Internationalen Währungsfonds (IWF) gefordert. Carney erklärte hingegen, der IWF sei finanziell ausreichend ausgestattet. „Wir glauben nicht, dass weitere Mittel aus den USA nötig sind“, sagte Carney.

Für viele Beobachter ist dieser Gipfel nicht mehr als eine Gelegenheit für ein nettes Gruppenbild. Denn auch wenn US-Präsident Barack Obama die Spitzen der EU getroffen hat – die wirklich wichtigen Entscheidungen fallen anderenorts. Entsprechend fiel auch das Abschlusskommunique aus, das vor allem warnte, riet und analysierte.

Angereist waren der Präsident des Europäischen Rates, Herman van Rompuy, EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und die Außenbeauftragte der EU, Catherine Ashton. Auf amerikanischer Seite nahmen neben Obama Außenministerin Hillary Clinton und Finanzminister Timothy Geithner dabei.

Barroso äußerte sich optimistisch, dass Europa den Weg aus der Verschuldung finde. „Ich möchte Präsident Obama versichern und auch den Amerikanern versichern: Europa geht durch schwere Zeiten. Ja, aber wir sind entschlossen, die gegenwärtigen Probleme zu überwinden.“

Brexit 2019
Obama drängt die Europäer seit Monaten
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: EU-USA-Gipfel - Obama drängt Europa zur Lösung der Schuldenkrise

15 Kommentare zu "EU-USA-Gipfel: Obama drängt Europa zur Lösung der Schuldenkrise"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Obama hat offenbar den Blick für die Realität total verloren. Es waren die USA welche die Probleme ausgelöste haben mit der Subprime-Krise. Die Schuldenkrise kommt jetzt noch hinzu.
    Ein Blick in die Geschichtsbücher würde Obama belehren, dass alle großen Wirtschafts- und Finanzkrisen von den USA ausgingen.

  • Schon der Titel des Artikels hat einen spontanen Lachanfall bei mir ausgelöst. Obama und die USA deren Staatsverschuldung alles sprengt was je dagewesen ist meint sich da auch noch einmischen zu müssen. Das ist nur noch lächerlich !!

  • Obama's Ruf "Haltet den Dieb" ist der untaugliche Versuch, von der Unfähigkeit abzulenken, die eigenen Probleme in den Griff zu bekommen.

  • Dear Obama,
    kümmer dich doch einfach um dein eigenes Armenhaus namens USA den ihr seid Pleite!
    Fu..you

  • Wenn Obama schlau wäre - was er ja offensichtlich nicht ist - dann würde er von Deutschland fordern, dass es die Eurozone verlässt. Und dass der Nordeuro kommt. Aber so schlau ist er eben nicht. Die Amerikaner wären die einzigen, die diesen gordischen Knoten zerschlagen könnten. Da könnte Obama als ein Wilson in die Geschichte eingehen. Aber jedes Verständnis, jedes Augenmaß fehlt diesem Wichtigtuer.
    Und darüber hinaus hat er doch eigentlich in Washington genug am Hals, das ihn beschäftigen sollte.

  • Der kenianische Bauer soll mal seine Mistgabel gebrauchen und den großen stinkenden Haufen gleichmäßig verteilen. Dann wird auch wieder etwas wachsen. Amerikanischer Boden ist so ausgelaugt wie der europäische auch. (Alte Bauernregel)

  • Ich glaube, der US-Präsident ist nicht prädestiniert der EU also Europa Ratschläge zu erteilen. Er muss sein eigenes Haus dringendst in Ordnung bringen.
    Er hat immer noch nicht begriffen, die meisten Probleme der Welt, nehmen ihren Anfang in den USA.
    Keine weiteren Ratschläge, keinen weiteren Druck aus den USA, für die Probleme der Welt, sondern der eigenen Haustüre kehren.
    Danke

  • Kann mich den Vormeinungen nur anschließen!

    Nur nicht Nachgeben, auch wenn er diesen Schwachsinn gebetsmühlenartig wiederholt.

  • Obama will lediglich von den Wirtschafts- und Finanzproblemen der USA ablenken und möchte eine Schuldfigur aufbauen, die er für sein mögliches Scheitern verantwortlich machen kann.

  • Schon wieder der Schuldenkoenig und Gelddrucker Obama. Der Mensch sollte wirklich mal BEGINNEN, seinen eigenen Stall aufzuraeumen. Aber ohne weiter gigantische Schulden zu machen und ohne Geld zu drucken. Alleine was die Welt durch die sonderbare US-Finanzpolitik durchmacht ist ein Skandal.

Alle Kommentare lesen