EU wartet mit Sanktionen Ukraine will Waffenruhe ab Freitag

Präsident Poroschenko stellt einen Waffenstillstand in Aussicht, falls sich die Separatisten und die ukrainische Regierung auf ein Abkommen einigen. Die EU will vor neuen Sanktionen gegen Russland das Ergebnis abwarten.
Update: 05.09.2014 - 03:20 Uhr 1 Kommentar

Ukraine will russischen Friedensplan akzeptieren

Kiew/NewportVor Gesprächen über einen Friedensvertrag für die Ostukraine hat Präsident Petro Poroschenko „vorsichtigen Optimismus“ für einen Erfolg der Verhandlungen zum Ausdruck gebracht.

Er werde am Freitag eine Feuerpause anordnen, falls bei den Verhandlungen der Kontaktgruppe im weißrussischen Minsk ein Friedensvertrag unterzeichnet werde, sagte das ukrainische Staatsoberhaupt am Donnerstag während des Nato-Gipfels im walisischen Newport. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen stimmt dagegen die Rolle Russlands in dem Konflikt weiterhin skeptisch.

Poroschenko sagte auf einer Pressekonferenz: „Schauen Sie, die Ukraine kämpft für den Frieden. Es ist die Ukraine, die jeden einzelnen Tag den höchsten Preis zahlt und Soldaten und unschuldige Zivilisten verliert.“ Als Oberhaupt des Landes sei er deshalb bereit, „das Beste zu tun, um den Krieg zu stoppen.“

Poroschenko und die prorussischen Separatisten hatten zuvor einen Waffenstillstand für Freitag in Aussicht gestellt. Bedingung ist, dass zuvor bei Verhandlungen der Konfliktparteien in Minsk ein Abkommen unterzeichnet wird.

Der Waffenstillstand solle den Weg für die schrittweise Umsetzung eines Friedensplans ebnen und Freitagmittag in Kraft treten, sagte Poroschenko am Donnerstag beim Nato-Gipfel im walisischen Newport. Von den Rebellen kam vorsichtige Zustimmung. Sollte es in Minsk eine Einigung geben, würden sie ebenfalls einen Waffenstillstand anordnen, erklärten sie.

Zweifel an Putins Motiven
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  • Allerhöchste Zeit Druck aus den Kesseln zu nehmen - die Causa wirkt viel zu lange schon weit überhitzt.

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