Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Euro EU-Gipfel beschließt Reformpaket zum Schutz vor Finanzkrisen

Die EU-Staaten wollen sich künftig gegen Finanzkrisen schützen. Das nun verabschiedete Reformpaket gilt als Niederlage für Frankreichs Präsidenten.
Kommentieren
Donald Tusk, Präsident des Europäischen Rates, spricht beim EU-Gipfel in Brüssel mit Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Quelle: dpa
EU-Gipfel in Brüssel

Donald Tusk, Präsident des Europäischen Rates, spricht beim EU-Gipfel in Brüssel mit Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

(Foto: dpa)

Brüssel Die EU-Staaten haben ein Reformpaket zum Schutz vor künftigen Finanzkrisen verabschiedet. Das verlautete aus Diplomatenkreisen beim EU-Gipfel am Freitag in Brüssel. Damit bestätigen die Regierungschefs die Neuerungen, auf die sich die Finanzminister Anfang Dezember geeinigt hatten.

Als eine der wichtigsten Reformen gilt ein sogenannter „Backstop“ beim Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). Diese Kreditlinie für Banken ist für schwere Krisen bestimmt. Banken müssen die daraus gewährten Mittel spätestens nach fünf Jahren voll zurückzahlen. Zudem darf der ESM Mitgliedsstaaten in bestimmten Fällen künftig ohne wirtschaftspolitische Auflagen eine Notfall-Kreditlinie einräumen.

Auch der Euro-Rettungsfonds bekommt im Rahmen des Reformpakets neue Kompetenzen und soll die Volkswirtschaften der Euro-Zone gemeinsam mit der EU-Kommission überwachen. Auch hat er nun das Recht, bei einer drohenden Staatspleite einen Schuldenschnitt bei den Gläubigern des betroffenen Landes zu organisieren.

Mit den Reformen wollen die EU-Staaten zudem einen wichtigen Schritt in Richtung Bankenunion gehen. Die Eigenkapitalvorschriften für Banken werden teils gestärkt. Für kleine Banken, staatliche Förderbanken und Infrastrukturinvestitionen gelten dagegen gelockerte Vorschriften.

Das verabschiedete Reformpaket werten Beobachter als Niederlage für Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron. Dieser wollte eine vollintegrierte Euro-Zone mit gemeinsamer Wirtschaftspolitik und Regierung sowie einem gemeinsamen Budget erreichen.

  • dpa
Startseite

0 Kommentare zu "Euro: EU-Gipfel beschließt Reformpaket zum Schutz vor Finanzkrisen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote