Euro-Krise Berlusconi gefährdet Draghis Erfolge

EZB-Chef Mario Draghi hat die Stimmung in der Euro-Krise gedreht und den Krisenländern Zeit verschafft. Die Kapitalflucht aus Südeuropa ist vorerst gestoppt. Nun könnte ein anderer Italiener die Erfolge zunichte machen.
30 Kommentare

DüsseldorfDas Jahr endet wie es begonnen hat: Ein Italiener dominiert die Schlagzeilen der Finanzpresse in Europa. Vor einem Jahr war es Mario Draghi mit seinen Billigkrediten für die Banken - jetzt ist es Silvio Berlusconi, der aus der Versenkung auftaucht und ein weiteres Mal italienischer Ministerpräsident werden will. Der eine kämpft beherzt um den Erhalt des Euro - der andere tut alles, um ihn zu zerstören.

Draghis erster großer Schlag war die so genannte "Dicke Bertha". Im Dezember 2011 und im Februar 2012 stellte die EZB den Banken im Euroraum unbegrenzt Billigkredite für den extrem langen Zeitraum von drei Jahren zur Verfügung. Damit beruhigte Draghi die Märkte - allerdings nur kurz. Nach einigen Wochen war der Effekt schon wieder verpufft. Im Juli folgte eine Zinssenkung, die ebenfalls die Märkte nur kurz beeindruckte.

Doch dann griff Draghi im Sommer zum stärksten Mittel. Vor Finanzinvestoren in London sagte er: „Die EZB wird alles Notwendige tun, um den Euro zu erhalten. Und glauben sie mir, es wird reichen." Einige Wochen später stellte er klar, was das bedeutet: Die EZB kauft im Notfall unbegrenzt Anleihen der Krisenländer auf.

Inzwischen gibt es Anzeichen, dass der Erfolg von Draghis Medizin länger anhält. Dafür sprechen auch harte ökonomische Daten.

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Kapitalflucht aus Südeuropa vorerst gestoppt
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30 Kommentare zu "Euro-Krise: Draghis Werk und Berlusconis Beitrag"

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  • Das ganze Gebaren läuft in eine jüdische Finanz-Diktatur

  • @Rainer_J
    Was heißt hier "wäre".

  • Dieser, der angeblich die Erfolge Drahgis zu nichte machen könnte, hat dem ehemaligen Mitarbeiter von Goldman-Sachs doch erst in diese Position verholfen. Obwohl die Stimmen nie versiegt sind, die Behaupten, dass dieser Drahgi mithalf und das an entscheidender Stelle das die Griechen sich den Euro ergaunerten. Sachen gibts, die übersteigen selbst die Märchen der Gebrüder Grimm, leider.

  • Summa summarum ist die Demokratie eine Gefahr für den € und muss deshalb zur Maximierung des Gewinns abgeschafft werden.

  • @Delinix

    Für eine Demokratie wäre das ein unglaublicher Vorgang. Aber was will man von einem Gericht einer Diktatur schon groß erwarten? Es geht allen Beteiligten nur um Geld aus Deutschland. Auch die Richter in Luxemburg sind EUdSSR-[...]. Dementsprechend sind die Urteile.

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Also die Hörner würde ich genau beim anderen sehen. Schließlich kommt Draghi vom Verbrecherverein Goldman Sachs, hat die Zahlen Griechenlands persönlich gefälscht und inflationiert jetzt auf Kosten der deutschen Sparer den Euro. Schlimmer kann niemand sein. Er ist der Teufel!

  • @FlashGordon
    ...dann wird Ihnen das hier sicher gefallen:
    http://www.geolitico.de/2012/12/12/ezb-darf-brisantes-dossier-uber-goldman-sachs-verheimlichen/
    Viel Spaß.

  • Es ist reichlich naiv zu glauben, dass die EURO-Krise dank Draghis rechtswidriger Taschenspielertricks überwunden ist. Die EURO-Krise ist erst dann überwunden, wenn die Südperipherie wieder wettbewerbsfähig ist. Das wird im EURO nicht passieren. Der EURO ist nur durch eine Transfer-Union aufrecht zu erhalten. Damit dient die Währung nicht mehr der Wirtschaft, sondern die Wirtschaft dient der Währung. Europa steigt damit kontinuierlich ab.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Ja Italien ist der größte Einzahler in die EU.

    Allein in Deutschland investiert die Italienische Mafia pro Jahr ca. 3 bis 10 Milliarden Euro. Schwer verdient durch Zwangsprostituierte, Junkies, Drogendealer, Waffenhändler.

    Dann kommen noch die anderen Einzahler in die EU hinzu, die ca. 30 bis 80 Milliarden jedes Jahr in Deutschland in Immobilien investiern.

    Triaden, Albanische Mafia, Türkische und Russische Mafia und dann die ganzen Rockerclubs.

    Naja Kriminalität zahlt sich doch aus und ist sehr lukrativ.

    [...]

    Schönes Europa, schöne Demokratie und Freiheit.


    Danke dafür und ein besinnliches Fest.

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

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