Euro-Krise Griechenland plant 2012 nur noch zwei Privatisierungen

Weiterer Rückschlag für die Pläne zur Privatisierung von Staatsbesitz in Griechenland: Nur die staatlichen Lotterie und ein Gebäude in Athen soll in diesem Jahr verkauft werden.
Update: 11.07.2012 - 21:31 Uhr 13 Kommentare
Antiker Akropolis-Hügel in Athen. Die Privatisierungen in Griechenland stocken. Quelle: dapd

Antiker Akropolis-Hügel in Athen. Die Privatisierungen in Griechenland stocken.

(Foto: dapd)

AthenGriechenland kommt mit seinen dringend benötigten Privatisierungen nur im Schneckentempo voran. In diesem Jahr könne lediglich der Verkauf der staatlichen Lotterie sowie eines Gebäudes in der Hauptstadt Athen abgeschlossen werden, räumte der Chef der zuständigen Behörde, Kostas Mitropoulos, am Mittwoch in einem Reuters-Interview ein. Als Grund nannte er Verzögerungen in den Behörden. Der Verkauf von Staatseigentum war eine der zentralen Zusagen an die internationalen Unterstützer, die das Land mit Milliardenhilfen über Wasser halten.

Damit dürfte die Regierung ihr Ziel deutlich verfehlen, auf diesem Wege 2012 mehr als drei Milliarden Euro aufzubringen. Privatisierungen von Unternehmen wie des Erdgaskonzerns Depa, des Gasunternehmens Desfa, von Hellenic Petroleum und des Wettanbieters Opap dürften damit frühestens im kommenden Jahr abgewickelt werden.

Mit der Wiederaufnahme des lange verschleppten Privatisierungskurses wollte die neue Regierung eigentlich das Land aus der Schuldenfalle führen. Allerdings hatte sie bereits Verzögerungen durch die Wiederholung der Parlamentswahl eingeräumt. Die Arbeit der zuständigen Behörde kam im April praktisch zum Erliegen. Als Teil des zweiten Milliarden-Rettungspaketes hatte sich Griechenland verpflichtet, bis Ende 2015 rund 19 Milliarden Euro durch Privatisierungen einzusammeln. Insgesamt sollen der Staatskasse so bis zu 50 Milliarden Euro zufließen.

  • rtr
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13 Kommentare zu "Euro-Krise: Griechenland plant 2012 nur noch zwei Privatisierungen"

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  • @RDA
    Ein griechischer "Superreicher" würde das von Deutschland und Europa ergaunerte Geld niemals im eigenen Land in einen ehemaligen Staatsbetrieb investieren, da bei einer Privatisierung die Übernahme des Personals eine Grundbedingung darstellt. Wenn Sie bedenken, dass ein einfacher Bahnschaffner in Griechenland ca. 110.000 Euro verdient, dann können Sie in etwa erahnen, wie unermesslich hoch alleine die Personalkosten in diesen Staatsbetrieben sind. Keiner dieser griechischen Großindustriellen würde sich daran die Finger verbrennen. Da zieht man einfach die EURO-Karte und schöpft weiterhin Deutschlands Steuermilliarden ab.

  • Verblödestes Volk: Eichtig, aber auch nur, weil man die Regierung nicht durch einen Genelalstreikzwingt, das griechische Betrügerpack am lausgestreckten angen Arm verhungern zu lassen.

  • Nach einem rechtswidrigen Beitritt zur Währungsunion ist das alles keine Überraschung. Warum auch beeilen, die Mitgliedschaft ist doch auf Dauer vereinbart.

  • Wie wäre es, wenn die griechischen Superreichen ihre Gelder aus London zurückholen und die zu privatisierenden Firmen kaufen? Das würde ihrer Heimat helfen. Außerdem bliebe den Firmen dann eine Überschuldung erspart, wie es bei Privatisierungen durch "Heuschrecken" üblich wäre.

  • Ich würde Rhodos, Mykonos und den Olymp "kaufen"!
    Matürlich "subventioniert" durch den ESM (Europäischer Schulden Mechanismus).

  • "Griechenland kommt mit seinen dringend benötigten Privatisierungen nur im Schneckentempo voran. In diesem Jahr könne lediglich der Verkauf der staatlichen Lotterie sowie eines Gebäudes in der Hauptstadt Athen abgeschlossen werden, räumte der Chef der zuständigen Behörde, Kostas Mitropoulos, am Mittwoch in einem Reuters-Interview ein. Als Grund nannte er Verzögerungen in den Behörden."

    Hat jemand etwas anderes erwartet?
    Griechenland macht jedesmal "Ankündigungen", welche sie dan nicht einhält. Und unsere "Eurokraten" - incl. "Troika" - nicken die nächste Tranche/"Hilfspaket" trotzdem ab.
    So wird es auch diesmal sein.
    Ihr habt die Vereinbahrungen - wieder einmal - nicht geschafft? So What!, wir zahlen trotzdem.
    Und das wissen die Griechen! "Die sind doch nicht blöd"!

    Das war in Griechenland schon immer so!
    "Griechenland Der geplünderte Staat"
    http://www.tagesspiegel.de/politik/griechenland-der-gepluenderte-staat-/4162448.html

    Zitat:
    Freie Tage hatten 28 Stunden, und Urlaube im Luxushotel bezahlte der Fiskus. Staatsangestellte hatten in Griechenland viele Privilegien. Jetzt sind diese durch den Sparkurs bedroht, und Gewerkschafter Nikos Fotopoulos sagt: "Das werden wir nicht zulassen".(...)
    Zitat Ende:

    Korruption in Griechenland "Paradies des Schmierens"
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/korruption-in-griechenland-paradies-des-schmierens-a-788116.html

    Zitat:
    Die Justiz ist träge, die Presse abhängig, die Gesetzeslage günstig - in Griechenland blühen seit Jahrzehnten Bestechung und Bestechlichkeit. Einige Aufrechte stemmen sich wacker dem allgegenwärtigen "Fakelaki" und "Misa" entgegen. Ein Kampf auf verlorenem Posten? (...)
    Zitet Ende:

  • Der Ausverkauf Griechenlands hat begonnen.

    Wieso werden lukrative Gas & Öl Staatsunternehmen privatisiert? Die garantieren doch dauerhafte und hohe Staatseinnahmen.

  • So hart wie es klingt, aber es ist die Wahrheit: Griechenland ist ein failed state, jeder Euro Hilfe ist verschwendet.

    Aber da im Euro Sozialismus jeder Haufen Kuhscheisse systemrelevant ist, wird auch Griechenland zu Tode gerettet.

  • @ibmisout
    Warum haben sie damals 1953 nicht Bayern verkauft. Frechheit was hier jeder so fuer einen Schwachsinn von sich geben darf. Aber traeumen koeen sie weiter Griechenland kostet Deutschland am ende vielleicht wenns hochkommt 25-30 Mrd Euro aber das ist peanuts im Vergleich zu den Summen die Deutschland fuer die anderen Laender verlieren wird. Aber dank Bild Propaganda und verblödetem Volk schaut jeder nur nach Hellas waehrend die Kohle schon Richtung Spanien Italien usw unterwegs ist. Das bereiningte Haushaltsdefizit Griechenland betrug nur noch 3 Mrd Euro in den ersten 6 Monaten trotz der Wahlen und der Probeme bei den Steuerbehoerden d.h. Griechenland ist ein Fliegenschiss und nichts mehr, im Vergleich zu allen anderen Problemen

  • warum sollte zum jetzigen zeitpunkt auch irgendwer geld in die hand nehmen.
    objektiv betrachtet können die preise für boden/immobilien und firmen in griechenland ja nur sinken.

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