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Euro-Krise Lettland fordert Athen zu Euro-Austritt auf

Griechenland soll die Euro-Zone verlassen und das „so bald wie möglich“, fordert der lettische Finanzminister Andris Vilks. Damit erhält die Debatte nach Röslers umstrittenen Äußerungen neuen Zündstoff.
27.07.2012 - 17:03 Uhr 19 Kommentare
Lettland fordert Griechenland zum Euro-Austritt auf. Quelle: dpa

Lettland fordert Griechenland zum Euro-Austritt auf.

(Foto: dpa)

Riga/Athen Der lettische Finanzminister Andris Vilks hat Griechenland aufgefordert, die Euro-Zone „so bald wie möglich" zu verlassen. Dazu müsse „je schneller, desto besser" ein Weg gefunden werden, sagte Vilks am Freitag dem Radiosender LR1. Der konservative griechische Regierungschef Antonis Samaras verhandelte in Athen mit den internationalen Geldgebern über weitere Einsparungen in Höhe von 11,5 Milliarden Euro für 2013 und 2014.

Lettland ist seit 2004 Mitglied der Europäischen Union und hofft, 2014 auch den Euro einführen zu können. Anders als Griechenland erfüllt das Land seine von den Gläubigern vorgegebenen Sparverpflichtungen für ein 2008 gewährtes, internationales Hilfsprogramm. Lettlands Weg aus der Krise wird deshalb häufig als Vorbild für hochverschuldete Staaten bezeichnet.

Die griechische Regierung will in den kommenden beiden Jahren 11,5 Milliarden Euro einsparen. Dazu sind voraussichtlich weitere Kürzungen bei den Renten, der Sozialhilfe und bei den Ausgaben für das Gesundheitswesen nötig. Das hochverschuldete Land ist dringend auf eine Milliardentranche aus dem Hilfskredit der Troika aus EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) angewiesen. Im Gegenzug muss es drakonische Sparauflagen erfüllen.

Einzelheiten über das Treffen von Samaras mit den Experten der Troika waren zunächst nicht bekannt. Der Chef der an der Regierung beteiligten sozialistischen Pasok-Partei, Evangelos Venizelos, sagte, er befürchte, dass einige dächten, „Griechenland muss wie Iphigenie aus der antiken griechischen Mythologie geopfert werden, damit erneut ein günstiger Wind in den Segeln der Eurozone weht".

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    Friedrich: „Europa ist mehr als nur der Euro“
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    19 Kommentare zu "Euro-Krise: Lettland fordert Athen zu Euro-Austritt auf"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @Qwerz1
      Sie haben offenbar den Sinn der zahlreichen Rettungsaktionen verkannt. Es geht doch gar nicht darum, irgendwelchen Völkern zu helfen. Es geht allein darum, Vermögen umzuschichten. Und zwar von der Seite der Steuerzahler auf die Seite der Banken und damit der Anleger. Für so eine Aktion braucht man ein entsprechendes Schreckensszenario, denn ansonsten würden die Steuerzahler ja nicht mitmachen.
      Das Schreckensszenario entwirft man mithilfe der Börsen – dabei sind die hohen Schuldenstände und die unsoliden Wirtschaftspolitiken der Schuldenländer natürlich äußerst hilfreich. Und vor allem helfen die tollen Konstruktionsfehler des Euro. Ohne den ginge es ja praktisch gar nicht…

      So, und nun kommen Sie daher und fordern, dass man den Reichen etwas von ihrem sauer fort transferiertem Geld etwas wegnimmt.. tsss tss.
      Das wäre ja kontraproduktiv. Da müsste man das Geld ja noch mal für irgendeinen Luxuskonsum ausgeben, damit es danach wieder in die Schweiz geschafft werden kann etc. etc.

      Und außerdem – welch ein schlechtes Beispiel wäre das denn für die anderen Schuldenländer! Deren Einwohner würden doch womöglich auch auf den Gedanken kommen, ihre eigene reiche Oberschicht für den von ihnen meist selbst angerichteten Schaden bluten zu lassen!
      So etwas geht doch nicht. Nicht mit der Troika. ;)

    • Natürlich will die österreichische Regierung GR möglichst lange im € behalten... schließlich haben sie bergeweise griechische Staatsanleihen gebunkert. Die müssen erst noch vom europäischen Steuerzahler abbezahlt werde, bevor Österreich finden endlich auch wird, dass GR raus sollte.

    • Die griechische Elite nutzt in einer unverschämten Art und Weise große Teile der eigenen Bevölkerung als Schutzschild um ihre Macht und ihr Vermögen zu schützen. Ich verstehe voll und ganz, dass die bisherigen Anstrengungen für weite Teile der Bevölkerung sehr schlimm sind, und weitere Einsparungen kein Lösungsweg sind. Was die griechischen Eliten allerdings nicht sagen, ist dass viele reiche Griechen bisher praktisch kaum einen Rettungsbeitrag geleistet haben!

      Laut einer Studie des griech. Finanzministeriums liegen mindestens 200 Mrd. Euro auf griech. Konten in der Schweiz. Dabei wird vermutet, dass ein großer Teil dieser Vermögen unversteuertes Schwarzgeld ist. Warum wird hier kein Steuerabkommen zwischen Griechenland und der Schweiz ausgehandelt, wie es auch England und Deutschland gemacht haben? Mit einer einmaligen Quellenbesteuerung wird das Geld legalisiert und kann in Zukunft dann ganz regulär besteuert werden. Bei einer ähnlichen Besteuerung wie Deutschland oder England würde Griechenland auf einen Schlag 40-60 Mrd. Euro einnehmen können und zukünftig einige Mrd. Euro pro Jahr! Das schweizer Vermögen der Griechen trägt nicht zum Wachstum in Griechenland bei, und eine Besteuerung wird sich deshalb im Vergleich zu anderen Steuerhöhungen und Leistungskürzungen im Inland nicht negativ auf das griechische Wachstum auswirken!

      Dass die griechischen Politiker (praktisch aller Parteien) das nicht frewillig umsetzen ist klar, da ein Teil der schweizer Konten ja von den Politikern selbst sind, und ein weiterer Teil von ihren Freunden und Unterstützern. Aber warum zwingt hier die Troika (oder das griechische Volk) die griechischen Politiker nicht zu einem solchen Schritt? Anstatt das Geld von europäischen Steuerzahlern zu nehmen, sollte als erstes Mal Geld von den reichen Griechen genommen werden! Dann könnte man auch die Sparprogramme für große Teile der Bevölkerung sofort wieder etwas lockern und die Wirtschaft ankurbeln.

    • Ihren Beitrag kann ich nicht akzeptieren und verweise auf meine Einlassung zu "Gyros"

      Was zu beobachten ist, daß weder Polen noch die Türkei derzeit Ambitionen haben, dem Euro beizutreten. Beide haben sich um die Mitgiedschaft bemüht, entsprechende Maßnahmen vorgenommen, was ihnen gelungen ist.

      Die Türkei wächst stark, allerdings mit hoher Inflation naturgemäß.Sie möchten gar nicht mehr der Eurozone beitreten.
      In Polen gerät das Ganze auch schon aus dem Ruder: die Preisexplosion, bewerkstelligt als DAS Auftragsland, wenn Firmen nicht in Euro-Staaten, sondern nicht Eurostaaten Arbeitsplätze verlagert haben, weil es dort billiger war. Die wollen jetzt zunächst auch nicht mehr beitreten, besonders nicht zahlen.
      Man weicht jetzt nach Rumänien aus /Nokia, selbst die Griechen.

      Nun ist es inzwischen für die Polen bereits billiger, nach Deutschland zu fahren, um dort um 20-30 % billiger einzukaufen.

      Man sieht die drastischen Verwerfungen, die im Euroland und darüber hinaus vorherrschen. Alles Fehlsteuerungen.

      Wollen wir für all die Fehlsteuerungen als Staatsbürger
      haften?

      Lebt es sich einfacher, wenn wir all unser Schulden in einer Schuldenunion und Bankenunion zusammenwerfen?

      Finnland hat es richtig gemacht, es hat sich Sicherheiten ausbedungen, sonst hätten sie nicht zugestimmt. Das Land ist grundsolide, das fehlt den meisten Staaten.

      Wer weiß, was Schäuble nun wieder mit Geithner auf Sylt auskungelt, Draghi ist dabei, aber NICHT Weidmann, unser Bundesbankvorstand, der stört nur.

      Schäuble hat Deutschland und dessen Bestand nicht mehr im Blick, sondern seine Vision von den "Vereinigten Staaten von Europa" und dafür zahlt er, wie Draghi in seiner Machtfunktion bei der EZB auch jeden Preis.

    • Tja Gyros, die Nordstaaten haben eben ihre Aufgaben gemacht, auch die kleinen, ganz besonders Finnland.
      Und die wehren sich gegen eure Abzocke.

      Sollen die jetzt alle für euch bluten?

      Ihr habt euch nur verschuldet über alle Maßen und euren Schlendrian fortgesetzt.

      Ihr seid bevölkerungmäßig vergleichbar mit der Schweiz oder Österreich und Belgien. Bayern ist leicht größer.

      Ihr seid sehr weit entfernt von denen.

      Und "moggeln" war gestern, Goldman-Sachs kommt nicht nochmal, die wetten gegen euch. Draghi versucht es, es wird kaum gelingen.

      Selbst wenn ihr jetzt den Kopfstand macht, wenn man auf der Intensivstation gelandet ist, dann bleibt meist nur noch beten.

      Bei euch hat leider auch der Verstand ausgesetzt, alter Denkmuster verhaftet, der auch nur schwerlich erahnen läßt, die Problematik des Zustandes begriffen zu haben.

      Aber wir alle werden nun in Haft genommen, den übrigen Eurostaaten gegenüber, bis hin zu den ganz kleinen Staaten, die 1-2 Mio oder Luxemburg mit gerade 500 Tsd Bevölkerungsanteil haben.

      Und die Griechenlandkrise hat eine ganz große Krise ausgelöst, unbewußt oder gewollt und gesteuert und das wird von den Finanzmärkten ausgeschlachtet,den Hedgefonds und den Ratingagenturen.

      Wenn Griechenland nicht funktioniert, dann ist das eure ureigenste Sache. Und ihr solltet euch besser zurückziehen, bevor ihr noch mehr Schaden anrichtet.

    • der rest:

      Neo Nazis gibt es heut schon eim Fußball, bei Stdenten, bei Stadtfesten, Schützenverein eigentlich überall - das ist Krank!

      Und einen zweiten Punkt, den es noch gibt, ohne Neo Nazis, wären diese ganzen linken Gruppen, bis Linksfaschisten nicht nur „Arbeitslos“, sondern die würden den Stellenwert in der Gesellschaft einnehmen, den jetzt diese Neo Nazis innehaben, Radaubrüder, Randale, Straßenschlachten mit der Polizei u.d.G.

      Dabei sind genau genommen diese beiden Ideologien,
      Nationalsozialistisch und Links Sozialistisch (Kommunismus) in den Verbrechen an der Menschheit, der Menschlichkeit, der Gesellschaften gar nicht auseinander zu halten,
      die Einen genau so Verbrecher wie die Anderen
      Rechtsfaschisten sollen die Verbrecher sein und Linksfaschisten sind die Guten,
      weil da gibt es mehr von?

      Man muss sich an den Kopf packen,
      bei derart Bornierten Vorstellungen! - Staatsvorgaben
      warum wohl?

    • Hallo Österreicher
      da hatte ich mich gewundert, das in der Österreichischen Presse zu dieser NSU Meldung im November 2011 alle Kommentar-Bereiche gesperrt waren,
      kein Kommentar zum Thema gewünscht – war einige mal zu lesen, als Handzeichen!
      um bloß keine andere Sichtweise, als die Staatsvorgabe lesen/hören zu können.

      Neo Nazis? Aber was sind, das „Land in tiefen Schrecken“ versetzenden Neo Nazis?
      Etwa diese Glatzen – Skinheads? ein par tausend „pubertierende“, wenn im ganzen Land zusammen gesucht? Die bei ihrem Aussehen, direkt im Arbeitslager gelandet wären,
      Neo Nazis??
      NPD-Wähler? - die in aller besten Zeiten, auf 5% kommende Partei?
      Die 5% Partei muss verboten werden – völlig Quere Stimmen, bis in höchste Ämter!
      Einzelpersonen, Kleinstgruppen, Rocker, Panker und Subtile?
      Sind der „Schrecken des Landes“,
      den Nationalsozialismus 2000 ausrufende?
      Und sofort den 3 Weltkrieg vorbereitende um die Erde erstarren zu lassen?

      Hier wird künstlich ein Feindbild aufgebaut, ganz bewusst aufgebaut, um jeden unkonformen, jeden Systemgegner, jede unliebsame Gruppe, (wenn schon nicht Terrorist dann Nazi)
      das gehegt und gepflegte Feindbild, Neo Nazi, über zu stülpen, um ihn als Neo Nazi verfolgen zu können.

      Ich komme nicht umher, an die Vergangenheit zu erinnern, wo Feindbilder gegen unschuldige Gruppen aufgebaut wurden, ich komme nicht umher, an Ideologien dabei zu denken, um jeden der anderer Meinung/Auffassung war, verfolgen zu können, inhaftieren zu lassen, der ansonsten ein Bürger aus der Mitte war, Gesetzestreue und damit unangreifbar.

    • Deutschland hat 27% Anteil an der EZB? Was ist, wenn wir auf unseren Anteil an spanischen Anleihen verzichten und auch die Zinsen darauf wie natürlich dann auch das Ausfallrisiko darauf den anderen Euro-Staaten gönnen? Würde die EZB dann ebenso ehrgeizig kaufen und alle anderen das befürworten? Je größer die EU-/Eurozoen umso weniger Einfluß hat Deutschland umso mehr werden wir für andere arbeiten und Steuern zahlen müssen, über Berlin, NRW und Co. hinaus, während andere sich die Sonne auch den Pelz scheinen lassen.

    • Was juckt das Lettland, die sind doch gar nicht im Euro, wollen aber 2014 rein.

      Hört sich so an als will ein lettisches Schwein das griechische Schwein am am deutschen Futtertrog verdrängen. Nach dem Motto: Ihr habt schon genug gefressen. Jetzt sind andere dran!

    • Und am bitteren Ende wird nur noch Griechenland im Euro sein;-) Dann könnt ihr die Währung auch Drachme nennen. Kommt aufs gleiche raus.

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