Euro-Krise Merkel setzt sich in Brüssel durch

Bei den Beratungen der EU-Finanzminister über den Krisenabwehrmaßnahmen und den Schutz der Währungsunion ist die Bundesregierung hart geblieben. Entgegen den Forderungen einzelner Staaten wird es keine Ausweitung des bestehenden Rettungsfonds geben.
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Bundeskanzlerin Merkel hat sich in Brüssel durchgesetzt, zumindest vorerst. Quelle: DAPD

Bundeskanzlerin Merkel hat sich in Brüssel durchgesetzt, zumindest vorerst.

HB/Reuters BRÜSSEL. Die Euro-Staaten halten im Kampf gegen die Euro-Schuldenkrise ihr Pulver vorerst trocken. Es gebe keinen Anlass, den Garantierahmen des Euro-Schutzschirms auszuweiten, erklärte Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker am Montag nach dem Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel. "Wir sehen keinen Grund für sofortiges Handeln." Der Chef des Euro-Schutzschirms EFSF, Klaus Regling, bekräftigte, die Krisenabwehr der Euro-Zone reiche nach der ersten Nutzung durch Irland auch für andere Länder in Finanznot noch aus.

Unter den Euro-Staaten herrscht Streit, ob die noch knapp 700 Milliarden Euro Kreditgarantien ausreichen, um die Krise einzudämmen. Belgien hatte sich für eine baldige Aufstockung ausgesprochen. Deutschland, die Niederlande und Österreich lehnten das entschieden ab. "Ich sehe zurzeit keine Notwendigkeit, den Fonds zu vergrößern", hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel schon vor dem Treffen klargestellt.

Auseinandersetzung schwelt weiter

Dass der Streit nicht beigelegt ist, darauf wiesen Junckers knappe Kommentare zu dem Thema hin. Alle hätten sich genau die Einschätzung von EFSF-Chef Regling angehört, wich er Nachfragen aus. Regling sagte, die Hilfe für Irland nehme nicht einmal ein Zehntel der Kreditvergabekapazität in Anspruch. Es sei schlichtweg falsch, dass der Schutzschirm nicht groß genug sei. Nicht nur der belgische Finanzminister und amtierende EU-Ratsvorsitzende Didier Reynders, sondern auch der Internationale Währungsfonds hatten den Euro-Ländern eine Aufstockung nahegelegt. Auch in der Europäischen Zentralbank wird dies zum Teil befürwortet. Denn trotz des Hilfsprogramms für Irland über insgesamt 85 Milliarden Euro kehrt an den Finanzmärkten keine Ruhe ein. Portugal gilt schon als sicherer Kandidat, als nächstes unter den Schirm zu flüchten. Auch über das Schicksal Spaniens, Italiens und Belgiens wird spekuliert.

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12 Kommentare zu "Euro-Krise: Merkel setzt sich in Brüssel durch"

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  • @ Profan, bürger hat doch nun alles sehr gut dargelegt. Was kannst du opfern,ausser dich selber und in die Arbeislosigkeit gehen. Es gibt wirklich kein Land keine Firma die im ökonomischen Sinn schuldenfrei ist.weder VW,bMW,Simens.Setzen wir alles ins Verhältnis und du wirst erkennen deine Kunden sind genau so Pleite wie du selber.Was meinst du was passiert es gibt keine Kreditfinanzierten PKW s mehr. geschweige den billigen Treibstoff zu wenige Strassen und so weiter (China) steht nicht im Stau es ist der Stau ja wie nun weiter.einige leben gut von der Krise das nennt man Lobbyarbeit, ziemlich krimminell das alles aber man kennt sich und so geht das dann eine weile gut dann installieren wir unser Kinder als Nachfolger und das Perpedeum mobile ist erschaffen.Dann noch ein bisschen Rürup/Riester und alle sind glücklich. Die ahrheit ist allerdings grausamer,wenn dann so ein Soliders vom einsatz zurück kommt und er die ganze Sache verarbeiten muss stellt er fest was sein handeln angerichtet hat und von heroismus bleibt nichts übrig.So läufts ab in der realen Welt des umverteilens im Namen des Volkes.

  • @[9] bürger
    ich würde ziemlich viel opfern da meine Firma fast nur vom Export in andere Euroländer lebt. Ohne den Export wäre ich Arbeitslos, das wäre für mich noch schlimmer. ihre Frage war zwar nicht an mich gerichtet, trotzdem und obwohl ich sonst von Finanzen nicht verstehe, wollte auch mitreden.

  • Erst wenn die Zinsen für Deutschland genug gestiegen sind, was zur Zeit auch geschieht, wird unsere Kanzlerin in eine Lösung der Eurokrise einwilligen müssen. Aber so lange es für Deutschland vom Vorteil ist die Krise zu verlängern, wird Sie blockieren, bockig genug dafür ist sie ja!

  • http://www.deutsche-schutzgebiete.de/verbreitung_der_deutschen.htm

  • @Analyst

    Tolle Sprüche, die ich natürlich voll unterschreibe. Nun zurück zur Realität. bitte konkret werden: wieviel sind Sie persönlich bereit von ihrem Einkommen für eine Umverteilung in Europa bereitzustellen, um die von ihnen gewünschte Einheit herzustellen. Das ist die einzig relevante Frage.

    Selbst bei den größten Europa-Enthusiasten werden es nicht mehr als 10% sein, wage ich mal zu schätzen (also etwa der 3-fache Solizuschlag absolut also ca. 35 Millrd. Euro/Jahr). Nun können Sie das Ganze in Relation zu den jetzt schon beschlossenen sogenannten Rettungsschirmen (für Deutschland ca. 150 Milliarden) setzen und werden feststellen, dass Sie damit nicht weit kommen.

    im Grunde soll also auch Rettung und Transferunion auf Pump finanziert werden. Die Schuldenkrise soll also mit Schulden bekämpft werden. Wie bekloppt muss man sein, um nicht zu begreifen, dass das Schwachsinn ist und Europa nicht weiter, sondern näher an den Abgrund bringt. Wer sich für so einen betrug hergibt, ist entweder dumm, ein Zocker oder ein Verbrecher. Und spätestens wenn der gemeine bürger den betrug bemerkt (die biLD-Zeitung wird rechtzeitig dafür sorgen), können sie unser politisches System vergessen. Und ich sage mit recht, wenn es solch einen Schwindel zulässt.

  • @[3] Dobriden
    das liegt daran dass der italiener ein individualist ist und möchte sich gerne selbst hervorheben. Na ja!
    Der italiener hat aber trotzdem viel Nationalstolz. (Vielleicht wegen Rom und das Römische Reich)

  • @[6] Analyst,
    ganz ihrer Meinung, dazu aber wird Weitsicht gebraucht, das scheint mir aber Mangelware im neuen Deutschland zu sein!
    Erschreckend manche Kommentare und was für ein Niveau!

  • Strikte Regeln für ein wirtschaftlich abgestimmtes Verhalten und eine gemeinsame Einnahmeseite - egal ob über Steuern oder Euroanleihen - sind die wesentlichen Elemente, die Europa zur Vollendung einer echten Gemeinschaft noch fehlen. Ohne eine Klärung dieser zentralen politischen Fragen, bleibt die Währung, der Euro, dauerhaft ein Spielball der Marktinteressen. Hart sein und dagegen sein allein reicht eben nicht aus, um sich wirklich zu Europa zu bekennen.

  • Endlich bleibt unsere bundeskanzlerin hart! Es ist höchste Zeit, eigentlich schon reichlich spät, denn wer a) (GR) sagt muss auch b) (iR) sagen.Aber C) muss wirklich nicht sein: Der EURO-Rettungsschirm verleitet nur zu weiterer Nachlässigkeit in den Staatsverschuldungen. bald auch noch belgien...? Ja, wo sind wir denn in Europa angekommen? Unser bdFinMin ist schon wieder halb weich: zuwarten, bis dass der bundestag später mitmacht! Seine Härte gegen eigene Mitarbeiter sollte er stattdessen in der EURO-Politik zeigen. Es ist schwer für einen gelernten Volkswirt, diese falsch verstandene Solidarität auszuhalten.

  • [3] Dobriden,
    und wie lange würde es aber dauern bis dies "deutsche Produkte boykottieren" Ergebnisse zeigt?

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