Euro-Krise Spanische Staatsverschuldung auf Rekordwert

Die spanische Staatsverschuldung ist auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Die Verschuldung Madrids stieg um knapp 15 Prozent auf 84 Prozent der Wirtschaftskraft. Die gute Nachricht: Das ist weniger als erwartet.
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Spaniens Staatsverschuldung liegt auf Rekordniveau. Quelle: dpa

Spaniens Staatsverschuldung liegt auf Rekordniveau.

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MadridDie Staatsverschuldung in Spanien hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand von 84,1 Prozent der Wirtschaftskraft des Landes erreicht. Nach den am Freitag von der spanischen Zentralbank vorgelegten Zahlen, stieg die Verschuldung 2012 um 14,8 Prozentpunkte. Sie liegt damit deutlich über dem EU-Grenzwert von 60 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP), aber noch unter den von der Regierung in Madrid angenommenen 85,3 Prozent. Allein im letzten Quartal 2012 habe die Staatsverschuldung um 6,8 Prozentpunkte zugenommen.

Allein 72,3 Prozent der im Gesamtjahr 2012 aufgelaufenen Staatsschulden wurden demnach von Madrid und durch Ausgaben für die Sozialkassen verursacht. Ende 2011 waren es 58,5 Prozent. Die Differenz geht laut Zentralbank auf Ausgaben der Regionalregierungen zurück. Nicht in die Schulden eingerechnet waren die Hilfen der Eurozone in Höhe von 41,3 Milliarden Euro für den spanischen Bankensektor.

Spanien steht an den Finanzmärkten unter Druck, weil Madrid für neue Schulden hohe Zinsen zahlen muss. Für das laufende Jahr geht die spanische Regierung von einer weiter steigenden Staatsverschuldung auf etwa 90,5 Prozent aus. Die EU-Kommission rechnet sogar mit einem Wert von 95,8 Prozent bis Jahresende.

  • afp
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7 Kommentare zu "Euro-Krise: Spanische Staatsverschuldung erreicht Rekordwert"

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  • Kleiner Tip Einfach mal 6 Cent überweisen... da dreht das Finanzamt am Rad, weil es diesen Betrag nicht verbuchen kann. Bei dieser kleinen Summe sollten sie sich den Spaß gönnen. Sie haben gezahlt, keine Kontosperrung und die A-Karte hat das Finanzamt.

  • Trösten Sie sich, in Spanien bekommt man erst hinterher die Mitteilung.

  • Ich habe gerade einen "Liebesbrief" vom Finanzamt erhalten.
    Darin fordern sie eine Steuerahzahlung von 5Cent.
    Sollte ich dieser Forderung nicht innerhalb von 7 Tagen nachkommen, wird mein Konto gesperrt.
    Aber das gilt natürlich nicht für den ClubMed!

  • Deutschland zur Kasse bitte
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    "Die Staatsverschuldung in Spanien hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand von 84,1 Prozent der Wirtschaftskraft des Landes erreicht. Nach den am Freitag von der spanischen Zentralbank vorgelegten Zahlen, stieg die Verschuldung 2012 um 14,8 Prozentpunkte."

    So what? Das deutsche "Steuervieh" wird's schon richten!
    Dafür wurde es ja "gezüchtet".
    Soll der ClubMed jetzt etwa auf sein Dolce Vita verzichten?
    Das kann doch nicht m Sinne von "Nazi-Deutschland" sein!

  • "Nicht in die Schulden eingerechnet waren die Hilfen der Eurozone in Höhe von 41,3 Milliarden Euro für den spanischen Bankensektor."

    Warum nicht? Weil sie eh nicht zurückgezahlt werden und unter "Geschenke" verbucht wurden? ....

  • Wenn man jetzt noch die üblichen Buchhaltungstricks berücksichtigt, dann ist das fast ein freier Fall. Wie in Frankreich und Italien etc.. Aber angeblich beruhigt sich die Lage in Südeuropa.

  • Die Steuerrückerstattung wurde auf 2014 vorgetragen.
    Wenn sogar ein Michel, wie ich, nicht mehr getäuscht werden kann, wird´s langsam brenzlig für die Eurolüge/ner.

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