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Euro-Krise Wer zahlt die Zeche für Griechenland?

Die Griechen bekommen zwei Jahre länger Zeit zum Sparen, dafür brauchen sie mehr Geld. Irgendwoher muss es kommen. Die Euro-Länder diskutieren verschiedene Varianten. Fest steht: Einer muss die Rechnung begleichen.
31.10.2012 - 18:06 Uhr 54 Kommentare

Düsseldorf Bei den Prognosen der EU-Kommission für Griechenland lagen Wunsch und Wirklichkeit stets weit auseinander. Für 2012 sagte Brüssel einst den Griechen ein Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent voraus - in der Realität schrumpft die griechische Wirtschaft wahrscheinlich um etwa sieben Prozent.

Der Unterschied erklärt, warum die Euro-Länder nun über einen erneuten Schuldenschnitt für Griechenland verhandeln. Der Plan der Troika sieht vor, dass die Griechen bis 2020 ihre Schuldenlast auf 120 Prozent der Wirtschaftsleistung zurückfahren müssen. Dies gilt als Voraussetzung damit sich Athen wieder selbst am Kapitalmarkt refinanzieren kann.

Um dieses Ziel zu erreichen, sollen die Griechen ihr Haushaltsdefizit Schritt für Schritt verkleinern. Die Troika hat für jedes Jahr genaue Vorgaben gemacht. Da aber die Euro-Länder den Griechen zwei Jahre mehr Zeit einräumen wollen, gerät der Plan durcheinander: Die Griechen brauchen mehr Geld. Irgendwoher muss dieses Geld kommen. Ökonomen schätzen den zusätzlichen Kapitalbedarf Athens auf 30 Milliarden Euro.

Bundesfinanzminister Schäuble hat einen Schuldenschnitt als unrealistisch abgetan. Öffentlichen Gläubigern wie den Euro-Staaten seien die Hände gebunden, sagt er. Einen Rückkauf griechischer Schulden will Schäuble hingegen nicht ausschließen. Doch auch diese Variante hat ihre Tücken. Ein Überblick über die Möglichkeiten der Euro-Retter.

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    54 Kommentare zu "Euro-Krise: Wer zahlt die Zeche für Griechenland?"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @Dagmark
      Warum sollten sie das tun? Das Geschäft wird doch gerade mit den Zinsen gemacht!
      Da könnte man den Griechen ja auch gleich wieder eine eigene Währung geben! ;))

    • Wenn das deutsche Volk genau so agieren würde wie die deutschen Politiker, dann hätten die Banditen in der Politik kein Volk und kein Geld mehr!
      Wir würden alle im Gefängnis sitzen!
      Wetten, das das dann richtig lustig werden würde für die deutschen Politiker.
      Den Rest könnt ihr euch jetzt kreativ denken …

    • Das Geld nach Griechenland kommt bei den Griechen gar nicht an.

      Es wird benutzt, damit sich die Politker dort und hier im Amt halten und damit Banken keine Abschreibungen machen müssen.

      Wenn sie die Griechen nich aus dem Euro lassen mit totalem Schuldenschnitt natuerlich, haben wir bald Zustaende wie in Afrika vor der Tuer.

      Mir tun die normal Griechen leid...

      Mein Vorschlag:
      Erlasst den Griechen alle Schulden und aus dem Euro.

      Schuetzt die Einlagen von Privatpersonen und Firmen und lasst Banken einfach pleite gehen, die es nicht ueberleben.

      Nach dem Bereiniungsprozess machen wir alle viel besser weiter....

    • Lösung: Großbanken verstaatlichen. So stell ich mir die Rückführung des abgegriffenen Geldes der privaten Investoren an den Steuerzahler vor.

    • Von Deutschland kam ursprünglich der Euro-Wahn oder wurde gefördert, wurde aber nicht klar geregelt, dieses Problem holt uns nun ein. Es werden 2 Staaten genannt, die als " Anker" in dieser Situation die Regularien bestimmen, Deutschland und Frankreich. Allerdings weiß unsere Regierung als auch die Opposition mittlerweile , daß für Frankreich jetzt schon das Ende nahen würde, falls man Griechenland, Spanien, Italien, Portugal nicht mit Maßnahmen unterstützt. Ein Bankrott von Spanien oder Italien, und den werden wir noch sehen, würde Frankreich mit dem höchsten Anteil an Staatsanleihen dieser angeschlagenen Länder selbst in den sofortigen Bankrott führen. Das sagt uns aber unser " grüner Bogenschütze" ( Merkel) nicht wie es Steinbrück gefordert hat, leider...

    • Herr Samaras hat hochheilig versprochen: Deutschland bekommt alle Kredite bis zum letzten Cent zurückgezahlt.

      Klingt für mich wie eine perfekte Wette bei Lloyds. ;)

    • Allein die Fragestellung ist absichtlich provokant.

      Jede "schwäbische Hausfrau" wird sie beantworten können.

      Umgekehrt wird ein Schuh daraus:
      Wer zahlt die Zeche nicht ?
      Banker, Beamte, Bauern und Politiker.

    • Machen wir uns nichts vor, die Transfergesellschaft in Richtung Südschiene wird immer mehr in kleinen Schritten installiert. Die Zeche zahlt der einzige noch halbwegs solvente deutsche Sparer/Rentner/Steuerzahler.
      Nur will es die Mehrheit in der deutschen Michel noch nicht wahr haben, wie wir verkauft werden für die Schaffung der EUDSSR nach Sowjet Vorbild, nur weil es eine kleine korrupte, politische Kaste zu der Hochfinanz Gnaden es so will.
      Deshalb werden die Michel, auch nächstes Jahr ihr Kreuzchen dort machen, wo sie es immer machen und dannach jammern wie immer.

    • SCHLIMM IST, dass alle Ersparnisse der kleinen deutschen Bürger schon jetzt verloren sind und die Schulden des ClubMed nie zurückgezahlt werden, und auch noch weitere Mega-Beträge aus Deutschland nach dem Willen der Berliner Fürsten der Blockparteien dorthin abfließen werden.

      NOCH SCHLIMMER IST, dass mit diesen Geldern lediglich wohlhabende Parasiten in Form von unnützen, untätigen, inkompetenten und korrupten Beamten-, Gewerkschafts-, Steuerhinterzieher- und Politiker-Heeren gefüttert werden. Die Normalbürger gehen dagegen leer aus, und Reformen die eine künftige Verbessehrung der Wettbewerbsfähigkeit ermöglichen würden finden nicht statt.

      AM SCHLIMMSTEN IST ABER, dass die deutschen Politiker – und die Europa-Politiker sowieso – an diesem Zustand nichts auszusetzen haben, ihn ja sogar noch loben und fördern im vollem Wissen dass sich so am Desaster Europas nie etwas ändern wird, und dabei die eigenen Bürger hemmungslos belügen, betrügen und bestehlen.

    • beat26: "Denn eines ist gewiss: das Volksvermögen gehört nicht der Regierung oder ihren Ministern - dafür steht das GG."
      Sie irren komplett: Die Politiker betrachten das Volksvermögen als ihre Verteilungsmasse. Sie retten sich damit notfalls bis zum nächsten Wahltermin und betrügen uns alle um unsere Renten und unsere Zukunft. Aber das ist denen egal. Und das GG halten Frau Merkel und Herr Schäuble sowieso für veraltet und die SPD sieht es ebenfalls als nicht passend an.

      Herr Schäuble rettet sich mit der Leugnung von Risiken bis zum großen Knall, indem er mit Methoden, die in der Wirtschaft Bilanzbetrug wären, die uneinbringbaren Kredite (Target, ESM, ELA usw.) als werthaltige Forderungen bewertet und den Konkurs verschleppt.

      Frau Merkel, die von Wirtschaft keine Ahnung hat, ist ein Spielball der Bankster. Sie hat die Gesetze mit dem Bruch der no-bailout Klausel gebrochen und jetzt versinkt sie immer tiefer im diesem von dem Banken geschaffenen Sumpf und reisst uns alle mit. Faktisch werden wir zur Zeit durch unsere eigenen Politiker für die Wahnidee "Euro" enteignet, denn für die offenen Forderungen von Herrn Schäuble werden wir früher oder später zahlen müssen. Mit unserem Geld werden die Millionäre in Griechenland und Spanien und die Bankster "gerettet", die weder Steuern zahlen noch für ihre irren Spekulationsverluste aufkommen wollen.

      Die einzig rationale Idee: Auflösung des Euro und Wiederherstellung der Eigenverantwortung der Staaten und der Konkursfähigkeit der Verbrecherbanken, hat in diesem Wahnsystem keine Chance. Diese Lösung wäre billiger als die Dauerkrise, die wir jetzt erleben. Aber verschleppen macht sie immer teurer. Beim Euroende müssten viele Politiker den Offenbarungseid leisten. Das tun die nicht - lieber ruinieren die uns alle! Es ist ein Verbrecherpack! Aber jeder bekommt, was er wählt!

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