Euro-Krisenland Griechenland erzielt Haushalts-Primärüberschuss

Griechenland erzielt einen leichten Primärüberschuss im Haushalt. Er beläuft sich auf 2,62 Milliarden Euro. Im Vergleich zu den ursprünglichen Haushaltszielen hat Athen deutliche Sparfortschritte gemacht.
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In den ersten acht Monaten hat Griechenland bereits einen Primärüberschuss erzielt. Quelle: dapd

In den ersten acht Monaten hat Griechenland bereits einen Primärüberschuss erzielt.

(Foto: dapd)

AthenGriechenland hat in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres einen leichten Primärüberschuss im Haushalt erzielt. Dies ist ein Plus ohne Berechnung der Zinsen, die das Euro-Krisenland an seine Gläubiger zahlen muss. Der Überschuss belief sich nach Angaben des griechischen Finanzministeriums auf 2,62 Milliarden Euro. Auch in den ersten acht Monaten hatte Griechenland bereits einen Primärüberschuss erzielt, der auch für das gesamte Jahr erwartet wird. Dies soll Athen helfen, weitere Hilfen von den internationalen Partnern zu bekommen, die benötigt werden.

Im Vergleich zu den ursprünglichen Haushaltszielen hat Athen deutliche Sparfortschritte gemacht. Das Gesamtdefizit einschließlich der Zinslast belief sich in den ersten neun Monaten 2013 den Angaben zufolge auf 2,67 Milliarden Euro, im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres lag es noch bei 12,72 Milliarden Euro.

  • dpa
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12 Kommentare zu "Euro-Krisenland: Griechenland erzielt Haushalts-Primärüberschuss"

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  • und die Menschen ? Haben die auch einen Primärüberschuss damit sie wieder mehr oder weniger normal überleben können ?

  • Na ja, das ist so wie mit dem EBITDA bei Unternehmen. Ggf. kann man auch die Personalaufwendungen noch herausrechnen^^

  • Knapp und präzise auf den Punkt gebracht!

  • Das sich das Handelsblatt freiwillig als glaubwürdiges Wirtschaftsblatt disqualifiziert, kann man garnicht glauben. Ist aber so. Wenn man die Zinsen und die Schulden nicht berücksichtigt, gibts also einen Überschuss. Da weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll. Aber auf alle Fälle werde ich schnell mein HB-Abo kündigen. Bei solchen Artikeln, wie diesen hier muss man davon ausgehen, dass dieses Blatt von Wirtschaft nichts versteht.

  • ja, wenn ich meine Schulden nicht berücksichtige, mache ich auch privat eine prima Figur! So denkt der Privatmann und stösst dabei bei seinen Gläubigern auf wenig Verständnis. Mit Recht: Aber was ist das für eine kaufmännische Logik? Dann könnten wir das Insolvenzrecht abschaffen. Mit genau dieser Argumentation (Haushalt ohne Militärausgaben) hat sich Griechenland in die Eurozone gemogelt.

  • @Fredi

    Ich frage mich, warum die Griechen erst jetzt gegen Steuer- und Sozialbetrug vorgehen und nicht bereits seit 2010.

    Griechenland ließ 2 Jahre lang die Zügel schleifen, obwohl den Gläubigern vollmundig die Rückzahlung der Schulden versprochen wurde. Wollte Griechenland in Wahrheit einen Schuldenschnitt erzwingen, bevor den eigenen Leuten etwas abverlangt wird?

  • Naja, sie tun wirklich viel. Vor allem handwerklich besser als wir! So bestrafen sie Steuerbetrug nun dort wo er auftritt!
    Wer Arbeitnehmer beschäftigt, ohne Steuern für sie abzuführen, zahlt pro Arbeitnehmer ich glaube 10T€; beim zweiten Mal wird die Firma geschlossen!
    Sehr heilsam!
    Ebenso wird Steuerbetrug von über 1.Mio mit lebenslanger Haft bestraft. Wäre auch bei uns wünschenswert!

    In Brüssel stößt dies natürlich nicht auf Gegenliebe, zum einen ist man nicht an einer (zu) schnellen Kredittilgung interessiert, zum Anderen hat man Bedenken, dass dies harte Bestrafung von Steuerverbrechern Vorbildwirkung hat.
    Übrigens bestrafen die Griechen auch Korruption! Ganz ungewohnt für Deutsche.

  • Wie sehr sich die Griechen mit etwas beeilen können, wenn weiteres Geld sus dem Ausland winkt. Wenn man die Hilfskredite an Griechenland mit den griechischen Rohstoffvorkommen besichert hätte, dann hätten sie sich auch in allen anderen Punkten ins Zeug gelegt. So geht es nur noch darum, soviel wie möglich aus dem Ausland rauszuquetschen.

  • Ach so, "Haushaltsprimärüberschuss"...schon klar: berücksichtigt man bestimmte Ausgaben nicht, so ergibt sich ein Überschuss...mein monatliches "Primärgehalt" ohne Berücksichtigung von Steuern und Sozialausgaben fällt auch immer großartig aus...
    Dank der völligen ökonomischen "Nullbildung" der breiten Bevölkerung lässt sich aber natürlich mit solchen Überschriften prima und alternativlos Wirtschaftspolitik in Deutschland und Europa machen...

  • Griechische Sagen, 132. Folge.
    Wer seine Rechnungen und Schulden nicht bezahlt, hat keinen Überschuß. Da kann man schönrechnen = lügen und betrügen wie man will, Griechenland ist nicht kreditwürdig. Punkt. Ende.
    Das Schlimme ist, das solche Artikel dem Bürger suggerieren sollen, Griechenland hätte einen Hauch von Seriösität, was bei diesem Entwicklungsland keineswegs der Fall ist.

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