Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Euro-Länder einig Athens Rückkehr zur Drachme ist keine Option

Seite 2 von 2:
Strengere Eigenkapitalregeln für Banken

Auf die Frage, welche Botschaft die Minister an Griechenland senden wollten, antwortete Österreichs Finanzministerin Maria Fekter: „Dass die Geldgeber erwarten, dass die Auflagen eingehalten werden. An Verträge hält man sich im Allgemeinen in der Europäischen Union.“ Ihr luxemburgischer Kollege Luc Frieden betonte, es sei egal, wer die Regierung stelle: „Wir haben ja nicht ein Abkommen mit einer Regierung, wir haben ein Abkommen mit der hellenischen Republik, mit dem Land Griechenland.“ Auch Schäuble versicherte, dass sich durch die Wahlen nichts geändert habe.

Seit zwei Jahren wird Griechenland nur mit Milliardenkrediten der Euro-Partner und des Internationalen Währungsfonds (IWF) vor der Staatspleite bewahrt. Im Gegenzug muss Athen strenge Sparauflagen einhalten.

Fekter sprach über die theoretische Möglichkeit eines Austritts aus der EU und dann der Euro-Zone: „Man kann aus der Europäischen Union austreten, dafür hat der Vertrag Möglichkeiten.“ Griechenland müsste sich dann wieder um den Beitritt bemühen. „Und dann würden wir (..) genau hinschauen, ob Griechenland überhaupt beitrittsfähig wäre.“ Laut EU-Kommission lassen die EU-Verträge keinen Austritt aus der Währungsunion zu.

Die obersten Kassenhüter sprachen auch über Spanien, das als Wackelkandidat der Eurozone gilt und in der Rezession steckt. Die Finanzminister ließen sich über die neue Bankenreform informieren, die den maroden Sektor retten soll. Luxemburgs Frieden sagte: „Ich glaube, dass Spanien auf einem guten Wege ist(...) Und ich denke nicht, dass Spanien ein zweites Griechenland ist.“ Spaniens Finanzminister Cristóbal Montoro versicherte bei einer Wirtschaftskonferenz in Barcelona, die Regierung werde an ihrer Sparpolitik festhalten.

Die Ressortchefs aller 27 EU-Staaten wollen sich dann am Dienstag auf die Umsetzung von strengeren Eigenkapitalregeln für Banken einigen. Ein Kompromiss der EU-Länder ist in Reichweite. „Wir sind in einer Lage, wo die Gleichgewichte so sind, wie sie sein sollen“, sagte die dänische Wirtschaftsministerin Margrethe Vestager am Montag der Nachrichtenagentur dpa. „Morgen werden wir hoffentlich die Mehrheit für die Eigenkapitalregeln ausweiten.“

Eine Entscheidung aller Mitgliedsländer war Anfang des Monats gescheitert, weil Großbritannien auf die Bremse trat. Hauptstreitpunkte waren mehr Spielraum für nationale Aufseher sowie Aufschläge zu den „Basel-III“-Regeln, mit denen Banken krisenfester gemacht werden sollen.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • afp
  • dapd
  • dpa
Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Euro-Länder einig - Athens Rückkehr zur Drachme ist keine Option

41 Kommentare zu "Euro-Länder einig: Athens Rückkehr zur Drachme ist keine Option"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Juncker hat vollkommen recht: Griechenland schafft gerade in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht Fakten, die eine Rückkehr zur Drachme nicht als Option offen, sondern zur Pflicht werden lässt!

  • Dieses Festhalten der Politik an Griechenland im Euro-Raum ist mir ebenfalls unerklärlich. Wahrscheinlich hat die Politik schon viel zu häufig getrickst und geschummelt und das würde bei einem Austritt Griechenlands auffliegen.
    Für mich ist es Fakt, dass Griechenland aus dem Euro raus muss und zwar zum Schutz seiner eigenen Bürger und des Euro, je schneller, desto besser. Sollte das nicht gelingen, wird es den Euro bald nicht mehr geben...

  • Und wissen Sie auch, wer diese CDS konzipiert hat? Eine griechische Bankerin bei JP Morgan mit einem Stab Mathematiker! Warum wenden sich die Griechen nicht dorthin?

  • ausgeliefert in seiner Schuld wird er ausgesaugt

    Ihre Argumentation, was die Banken betrifft, ist korrekt. Doch ist es nur ein Teil des Bildes. Zur Kreditaufnahme gehören zwei: der Kreditgeber und der Kreditnehmer. Logisch wäre es, dass der Kreditgeber prüft und kaufmännische Sorgfalt walten lässt. Der Kreditnehmer hingegen hat die Verantwortung über die eigenen Finanzen. Es kann doch nicht eine Bank sein, die bestimmt, was man tun kann oder nicht. Ein verantwortumgsvolles Management eines Staates bzgl. der Finanzen ist doch eine Grundvoraussetzung, vor allen Dingen, wenn man einem internationalen Währungsverbund angehören will. Und da gibt es noch einiges zu lernen, befürchte ich.
    Dass diese Rettungsaktionen ein total falsches Signal an den Bankensektor geben, ist jedem deutlich. Wenn man Gelegenheitsputzfrauen Kredite über 250000 € gibt, um ein Haus zu kaufen. Dann ist dies eine total unsolide Art der Bankenführung. Aber das bedeutet nicht, dass ich der Putzfrau ihr Hirn abspreche.

  • ja aber wenn der Hosenanzug, Rolli und Lügenjuncker der ganzen Welt immer wieder erklären, dass die Deutschen soooooooo viel und am meisten und als einziges Land vom Euro profitiert haben, dann müssen wir doch jetzt auch endlich einmal solidarisch sein und ein ganz paar klitzelkleine Billionen unverdient gebunkerte Euro für unsere lieben Freunde locker machen. Man soll nicht kleinlich sein, hat auch die Nahles gesagt.

  • ja und? Ob die Geldquelle EUROBOND oder DICKE BERTA oder BIG BAZOOKA oder TARGET2 heißt ist doch sowas von egal. Der EURO ist das Papier nicht wert, auf dem er gedruckt ist. Das muss man leider so realisieren. Das Vertrauen in den Euro ist von unseren unfähig, naiven und ökonomisch unterbelichteten Politeliten leichtfertigst verzockt worden. Oder glaubt hier ernsthaft irgendjemand noch daran, dass wir in 10 Jahren noch mit Euronen bezahlen???

  • @MLeiner

    Danke für Ihre Meinung.
    Das Sie meiner Meinung offenkundig versuchen einen negativen Touch zu geben, indem Sie diese als „dunkle Verschwörungstheorien“ titulieren, kann ich nur bedingt nachvollziehen.
    Das GR, seine Politiker und Bürger, diese Misere mitverschuldet haben, sehe ich auch so.
    Anhand dem Beispiel Amerikas 2008 und der damaligen Immobilienblase, die zum Platzen gekommen war, möchte ich eine Brücke schlagen zum Bankensystem und deren Schuld.
    Auch Heute wurden seitens der Banken Kredite gegeben, ohne dass die Bonität des Landes (Griechenland) geprüft worden ist. Auch im Land selbst, sind an Menschen Kredite gegeben, sogar aufgedrängt worden, obwohl klar sein musste, dass die Mehrzahl der Kreditnehmer diesen Kredit nicht zurückzahlen können. Das ist meistens der Fall, wenn man an Arbeitslose Menschen Kredite gibt, siehe Amerika und Griechenland.
    Nun ausgeliefert in seiner Schuld wird er ausgesaugt. Im Falle Griechenlands, kommen die Gläubiger (Banken: IWF, Weltbank, EZB… die üblichen Verdächtigen), und drängen auf die Privatisierung aller Staatlicher Unternehmen. Am besten zu Billigpreisen. Der Mensch spielt dabei keine Rolle.
    Thema GR und Euro: Möchte Griechenland im Euro bleiben? Wissen Sie das genau?
    Stichwort Rating (für Deutschland): Meinen Sie das Rating was private Unternehmen geben dürfen, die damit über wohl und wehe von Unternehmen und Nationen urteilen, ohne die nötige Transparenz und Kontrolle darüber?
    Oder Meinen Sie die Wetteinsätze auf Staatsanleihen (siehe Griechenland), die durch die genannten Hedgefonds in Verbindung mit der Ratingagentur, in Manipulierender Art und Weise, für Milliarden Gewinne der Banken geführt haben, und zum unerträglichen Zins für Griechenland von ca. 28% in der Spitze, und somit Auslöser war, für deren Bankrott?

  • @MLeiner
    Danke für Ihre Meinung.
    Das Sie meiner Meinung offenkundig versuchen einen negativen Touch zu geben, indem Sie diese als „dunkle Verschwörungstheorien“ titulieren, kann ich nur bedingt nachvollziehen.
    Das GR, seine Politiker und Bürger, diese Misere mitverschuldet haben, sehe ich auch so.
    Anhand dem Beispiel Amerikas 2008 und der damaligen Immobilienblase, die zum Platzen gekommen war, möchte ich eine Brücke schlagen zum Bankensystem und deren Schuld.
    Auch Heute wurden seitens der Banken Kredite gegeben, ohne dass die Bonität des Landes (Griechenland) geprüft worden ist. Auch im Land selbst, sind an Menschen Kredite gegeben, sogar aufgedrängt worden, obwohl klar sein musste, dass die Mehrzahl der Kreditnehmer diesen Kredit nicht zurückzahlen können. Das ist meistens der Fall, wenn man an Arbeitslose Menschen Kredite gibt, siehe Amerika und Griechenland.
    Nun ausgeliefert in seiner Schuld wird er ausgesaugt. Im Falle Griechenlands, kommen die Gläubiger (Banken: IWF, Weltbank, EZB… die üblichen Verdächtigen), und drängen auf die Privatisierung aller Staatlicher Unternehmen. Am besten zu Billigpreisen. Der Mensch spielt dabei keine Rolle.
    Thema GR und Euro: Möchte Griechenland im Euro bleiben? Wissen Sie das genau?
    Stichwort Rating (für Deutschland): Meinen Sie das Rating was private Unternehmen geben dürfen, die damit über wohl und wehe von Unternehmen und Nationen urteilen, ohne die nötige Transparenz und Kontrolle darüber?
    Oder Meinen Sie die Wetteinsätze auf Staatsanleihen (siehe Griechenland), die durch die genannten Hedgefonds in Verbindung mit der Ratingagentur, in Manipulierender Art und Weise, für Milliarden Gewinne der Banken geführt haben, und zum unerträglichen Zins für Griechenland von ca. 28% in der Spitze, und somit Auslöser war, für deren Bankrott?

  • @MartinusEleftheros
    Guten Abend ebenfalls,

    was für eine Aneinanderreihung von Verdrehungen und dunklen Verschwörungstheorien über Banken, Medien, Politiker etc.
    Dass die Griechen und die von ihnen gewählten Politiker den größeren Teil der Schuld an der giechischen Tragödie haben und hatten, ist Ihnen noch nicht in den Sinn gekommen? Es ist nun in Demokratien so, dass wir Wähler halt mit unserer mehrheitlichen Wahlentscheidung ebenfalls Verantwortung für das Wohl und Wehe unseres Landes tragen. Die Griechen tragen heute die Folgen von Missmanagement und Korruption ihrer geistigen und politischen Eliten.
    Fakt ist ökonomisch ebenso, dass Griechenland sich seit 2003 ein sogenanntes „Primärdefizit“ leistet. D.h. es macht Schulden, selbst wenn die Zinszahlungen nicht berücksichtigt werden. 2009 belief sich dieser Fehlbetrag auf 10,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), noch bevor überhaupt ein Euro für Zinsen ausgegeben war. Hier zu behaupten, die bösen Gläubiger (Banken) hätten den armen Griechen die Luft zum Atmen genommen, ist faktisch falsch.
    Die Griechen wollen doch jetzt nur im Euro bleiben, damit das System dieser Alimentierung von außen aufrecht erhalten bleibt. Der Weg dahin ist dornenreich.
    Vielleicht auch mal drüber nachdenken: die Abschreibung deutscher Milliarden (Spareinlagen der Bürger, Lebensversicherungen, Steuergelder etc.) hat nicht nur wirtschaftliche Folgen für die hiesigen Banken und ihre Aktionäre. Es wird auch direkte Folgen für die Finanzierung von Investitionen und das Rating Deutschlands haben. Damit ist u.U. auch ihr Arbeitsplatz betroffen, oder z.B. die Finanzierung unseres Sozialwesens. Wir sollten nicht so tun, als ginge uns das Wohl und Wehe unserer Banken nichts an. Bei einem Bank-Run werden Sie wohl ganz vorne an der Spitze laufen, oder?

  • Teil II
    Warum versuchen die Europäischen Mächte mit aller Macht zu verhindern, dass GR aus EUROPA austritt?
    Das ist ein Thema für sich. Nur so viel meiner Meinung nach:
    Europa soll unter allen Umständen zusammenwachsen, koste es was es wolle.
    Wer hat was davon? Die Bürger Europas? > NEIN!
    Wenn ich sehe was der Euro seit seiner, unter damals wie heute, ergaunerten Einführung den Menschen gebracht hat, dann würde ich aus heutiger Sicht sagen, NEIN.
    Dazu passt folgendes Zitat von dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl, das er Rückblickend als Antwort auf Frage eines Reporters sagte: welches sei seine größte Errungenschaft in seiner 16 jährigen Amtszeit?
    „Die Menschen nicht gefragt zu haben, bei der Einführung des EURO.“
    Die einzigen Profiteure von der Welt wie sie heute ist, sind die Eliten dieser Welt!
    An erster Stelle nenne ich die Banken! Sie bestimmen das geschehen!
    Ein zersplittertes Europa, wäre von ihnen nicht zu kontrollieren. Sie werden das nicht zulassen, davon bin ich überzeugt.
    Kontrolle des Individuums ist ein, wenn nicht das, großes Ziel von denen!
    Die Möglichkeit eines Auseinanderbrechens von Europa, weil eventuell Nachahmer (Portugal, Spanien, Italien…) geben könnte, werde sie nicht riskieren.
    Daher denke ich, dass der politische Druck, und die Erpressungsversuche, seitens der Europäischen Marionetten (Politiker), die für diese Kräfte arbeiten, und dabei das Wohl der Bürger ihrer Länder vernachlässigen, sich auflösen würde, wenn Griechenland NEIN! Sagt.
    Man müsste auf Griechenland zugehen, und vielleicht versuchen zu helfen.
    Stichwort „Marschall-Plan“.
    Auf jeden Fall kann es mit einem NEIN! Griechenlands nicht schlechter kommen, eher besser für die Menschen dort.
    In einem Europa, wo jeder sich selbst der nächste ist, und wo man bereit ist andere Menschen ausbluten zu lassen, um die Gier eines Elite-Systems zu stillen, ist es meiner Meinung nach nicht erstrebenswert, Mitglied zu sein!

    Nein zu diesem Europa!

Alle Kommentare lesen