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Euro-Rettungsschirm Eine voreilige Ministerin und 800 Milliarden Euro

Die Brandmauer steht, mit der die Euro-Krise ein und für allemal eingedämmt werden soll. Auf 800 Milliarden Euro weitet die Euro-Zone das Volumen des künftigen Rettungsschirms ESM aus. Das ist auch ein Rechentrick.
Update: 30.03.2012 - 20:32 Uhr 50 Kommentare

800 Milliarden für EU-Rettungsschirm

Brüssel/Kopenhagen Die Euro-Zone hat den Rettungsschirm zur Abwehr der Schuldenkrise noch weiter aufgespannt. Die Finanzminister der Eurogruppe verständigten sich bei ihrem Treffen in Kopenhagen am Freitag darauf, 800 Milliarden Euro einschließlich aller bereits vergebenen Hilfskredite aufzubringen. Frankreich und Italien hatten ebenso wie die EU-Kommission für ein noch höheres Volumen geworben. Doch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hielt die Erhöhung der Kreditmittel, gegen die sich Deutschland lange gewehrt hatte, in Grenzen.

Nach der Einigung zeigten sich alle zufrieden. EU-Währungskommissar Olli Rehn lobte die „beachtliche Verstärkung“ der Brandmauer zum Schutz der Währungsunion. Die Einigung wurde allerdings von einem Eklat überschattet. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker brach die Sitzung der Minister ab und kippte die Pressekonferenz. Er hatte sich darüber geärgert, dass die österreichische Finanzministerin Maria Fekter den Beschluss eigenmächtig vorab bekannt gegeben hatte. Fekter entschuldigte sich nach dem Vorfall, wie ihr Sprecher erklärte. Wegen des Eklats entschieden die Minister erneut nicht über den frei werdenden Posten im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB).

Die Personalie sollte in Kopenhagen erledigt werden, um die Fristen für die Ernennungsprozedur bis Ende Mai einhalten zu können. In Kreisen der Euro-Zone hieß es, Frankreich habe darauf bestanden, über die Position nur im Gesamtpaket mit den drei anderen zur Neubesetzung anstehenden Spitzenposten zu entscheiden. Das Personalpaket schließt den künftigen Vorsitz der Eurogruppe ein, den Juncker seit 2005 inne hat. Der Luxemburger hatte früher seinen Rückzug angekündigt. Nun ist Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble der Favorit.

Mit der Aufstockung der Brandmauer zum Schutz strauchelnder Mitgliedstaaten vollführen die Euro-Länder ein Rechenkunststück: Der ab Mitte 2012 startende Rettungsfonds ESM wird sein volles Kreditvolumen von 500 Milliarden Euro bekommen. Die rund 200 Milliarden Euro an Griechenland, Portugal und Irland vergebenen Kredite aus dem Vorgängerfonds EFSF werden anders als zunächst geplant nicht abgezogen.

Eine Billion Euro gibt es nicht - aber Dollar
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50 Kommentare zu "Euro-Rettungsschirm: Eine voreilige Ministerin und 800 Milliarden Euro"

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  • @Karsten

    "ch hoffe nur eines und zwar dass alle Bürger der gesamten EU am Tag des grossen BUMMS ihre Abrechnung in der Hand halten und jene aus ihren Häusern auf die Strasse zerren, die das verbockt haben"

    Ich empfehle Ihnen an dieser Stelle einfach die Lekrüre von "Restif de Bretonne, Revolutionsnächte" - Le spectateur nochture, der seine nächtlichen Spaziergänge durch das Paris erzählt, in dem gerade die Revolution ausgebrochen ist.

    Lustigerweise höre ich gerade eine entsprechende Lesung aus dem Jahr 1989 und - wenn ich mir die Sanscullotten vorstelle, haben die meisten ein Namensschild: "KarstenschwertSchwingerBerwanger"

    Sie sollten allgemein mehr lesen statt schreiben, dann wüssten Sie wenigstens, wovon Sie reden und was Sie sich so herbeisehnen.

    Aber - wie ich höre, wird ja in Deutschland der Lynch-Mob gerade wieder eingeführt. Das wäre doch was für Sie, oder?

  • @bazooka

    "Sie haben keinen Nutzen für die Gesellschaft."

    Das kenne ich doch irgendwoher .... hmmmm ... ach ja, ich weiss wieder, die werden "ausgemerzt", die "Nutzlosen", wenn ... ja wann denn wohl ... ach ja, wenn Sie (wieder) an der Macht sind ...

    "Sie sind einfach nur ein Schaf des Systems ohne Moral und Anstand."

    Olala. "Schaf des Systems". Herrje, früher hat man wenigstens noch "Charaktermaske" gesagt oder etwas ähnlich lyrisches. Das kommt davon, wenn man zu viel RTL geguckt hat, da fällt einem halt nix lyrisches mehr ein.

    "Sie sind eine lächerliche Gestalt!"

    Oh, das war Don Quixotte, der Säulenheilige der EuroNeurotischen auch - der war ganz verliebt in romatische Ritterromane und wollte "die gute alte Zeit wieder haben" und kämpfte gegen Windmühlen ... die damals jedenfalls für den Fortschritt standen, versorgten sie doch die hungrigen Spnier mit einem Überfluss an Mehl.

    Hoppla! Dann stimmt das ja gar nicht, daß Flash die "traurige Gestalt" ist - das sind dann doch wohl eher die romantisch EuroNeurotischen.

    Wir EuroPhilen jedenfalls mögen Windmühlen - wahrscheinlich, weil wir im Gegensatz zu den hyperventilierenden PanikMachern Windmühlen, sprich den Euro und die EU mögen.

    "Und das tragische daran ist, dass Ihnen das noch nicht einmal klar geworden ist."

    Tragisch, werter Bazooka, sind eigentlich nur Ihre präpubertären Schulhofmanieren. Ist es so schwer, zu akkzeptieren, daß nicht jeder vernagelt in die Welt guckt, daß nicht jeder eine IDEOLOGIE wie "Weg mit diesem und jenem", dazu eine ohne ANTWORTEN wie etwa "Her mit diesem und jeden", hat?

    Der Hetzer, der dumme Junge, die traurige Gestalt hier jedenfalls ist sicher nicht FlashGordon, das sind offensichtlich _Sie_.

    "Das ist wirklich traurig!"

    Ja, isses. Aber ich habe da kein Mitleid mit Ihnen, Dummheit ist ja keine Erbkrankheit, Sie können Ihren Status als halbwegs zivilisierter Mensch ja durchaus noch steigern.

  • @FlashGordon

    _Das_ werden Sie mögen ;-)

    Enderlein, Henrik, Politik- und Wirtschaftswissenschaftler, Hertie School of Governance

    "Debatte über Rettungsschirm: Ist die Ausweitung der richtige Weg?"

    http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/03/29/drk_20120329_0748_5847630a.mp3

    Werte euroNeurotiker - Ihr werdet es hassen ...

    Weil, EUCH jedenfalls wird der Himmel tatsächlich auf den Kopf fallen und WIR werden die Fete hinterher mit Euro bezahlen ;-)

  • Damit haftet Deutschland jetzt für 211 Mrd Euro (plus 20%) im Rahmen der EFSF und für 190 Mrd Euro im Rahmen des ESM. (Abzurechnen von der Haftungssumme sind nach den jüngsten Beschlüssen der Euro-Gruppe allerdings die Programme für Irland, Portugal und Griechenland II, hinzuzurechnen ist Griechenland I, die deutschen Anteile an den über EU und IWF gewährten Krediten und die 40 Mrd-EFSF-Notfallhaftung.)

    Zum Vergleich: Die maximal zulässige Nettoneuverschuldung des Bundes gemäß Schuldenbremse liegt für 2012 bei 37 Mrd Euro - rund einem Zehntel der jetzt zu bewilligenden Bürgschaften. Deutschland verpflichtet sich also zu Zahlungen, die völlig unvereinbar mit den Verschuldungsgrenzen des Grundgesetzes sind und Deutschlands finanzpolitischen Handlungsspielraum auf Jahrzehnte vom Wohl und Wehe überschuldeter EU-Staaten abhängig machen würden.

  • Tja, ich würde ja gerne lästern, aber bedauerlicherweise sagen Sie die Wahrheit.

  • ---------------------------------------------------------

    Alle Kommentatoren sind das Problem ! Anstatt auf den
    Straßen mit Massenprotesten bundesweit gegen die Merkel -Politik ihren Unmut zu bekunden wird im Netz geplappert .

    Es ist ja auch so schön u. bequem vor dem PC seinen Unmut
    über das Netz zu verkünden .
    Sie sind allesamt Versager ,die sich auf diese Weise ihr Alibi verschaffen wollen .

    Auch die angeblich Superschlauen mit ihren Petitionen ,die sie doch alle in die Tonne treten können .
    Politiker denken zuerst immer an sich u. dann an das Volk , wenn sie das noch nicht realisiert haben sollten .

    Sie gehören auch zu dem Dummvolk Deutschlands .

    Nach den Wahlen 2013 kommt der Sparhammer für Deutschland
    u. dann werden viele noch fürchterlich jammern um ihre
    Existenz .

    Rentenkürzungen ,Sozialkürzungen ,überproportionale Steuererhöhungen usw. sind geplant .

    Ihr Vermögen wird unter staatliche Kontrolle gestellt, ebenso kommt die staatliche Zwangsenteignung .

    Jetzt können die Klugscheißer über meinen Kommentar lästern , aber im Endeffekt ist meine Dokumentation
    realistisch .

    Wünsche noch eine schöne Zeit !

    ---------------------------------------------------------

  • Offensichtlich haben Sie nichts verstanden Flash Gordon. Hier wird Geld als Sichergeit hinterlegt was es noch nicht gibt. Es muss kreditiert werden. D.h. es müssen Zinsen gezahlt werden. Verlieren werden alle. Den Verlust können Sie nur begrenzen mit Edelmetalle in Barrenform.Der Euro in der jetzigen Form muss allein schon aus rechnerischen Sicht untergehen. Nicht nur die Staaten sind überschuldet. Auch die Banken sind am Ende!

  • Langsam müsste es auch der Letzte begriffen haben:
    Das ganze Gejaule und Gelabere hier oder sonstwo ist SINNLOS. Selbst bei einer Hyperinflation könnten sich die westlichen Staaten bestenfalls zur Hälfte entschulden.
    Hat jemand eine Vorstellung, was das bedeutet ?
    Schaltet Euer Hirn ein, soweit eines vorhanden ist und kümmert Euch um die Zukunft für Euer Vermögen und Euere Familie. Ganz persönlich. Jetzt. Sofort.
    Hilfreiche Internet-Adressen gibt es genug.
    Auf Wunsch stelle ich auch gerne welche zur Verfügung.

  • Die Mär von der Angst vor spekulativen Anlegern schafft ein "Fluchtenziel" vor der Wahrheit. Früher lasen Kinder Karl May; heute eher Harry Potter und Vampirgeschichten, um kleine Fluchten aus dem Alltag zu nehmen. Erwachsene Politiker sind nicht weniger kreativ, wenn es um sog. Rettungsschirme in Milliarden Euro geht.

    Niemand spricht gerne über die Ursachen. Über das Leben auf Pump; über das Bezahlen von Leistungen in Einzelstaaten der EU, die streng genommen nicht mehr getätigt werden dürften, da keine Einnahmen dem gegenüber stehen. Niemand spricht über das Versagen von Einzelstaaten nicht mehr Eigenleistungen zu erbringen, die verkäufliche Güter in der globalisierten Zeit darstellen. Niemnad spricht über zu frühe Renteneintritte und zu große Staatsbeamten und -angestellten Cluster incl. Pensionsverpflichtungen. All das will weiter (möglichst üppig) bezahlt werden. Niemand spricht von Spaniens Bauwirtschaftsblasen, die dringend abgeschrieben werden müssen. Niemand spricht von .... . Politiker sprechen auch hier nicht gerne darüber. Lieber doch von "Mutter aller Brandmauern (nun ja, die Mütter haben Töchter und die werden schon noch höheren Brandmauern hinkriegen)".

    Die Brandmauer wird sich auch nicht als Brandmauer entpuppen, sondern als Füllhorn, um weiter aufgeblähte Staatshaushalte bedienen zu können. Die Brandmauer ist so keine Brandmauer, sondern eine Anti-Sparmauer für gestreßte Staatenhaushalte.

    Das "Geblubber" von der letzten großen Brandmauer kann man sich sicherlich getrost schenken. Im politischen Wortschwall haben solche Aussagen nur eine kurze Zeitdauer und werden schnell vergessen.

    Die nächste "Mutter aller Brandmauern" wartet sicher schon mit irgendwo 1,5 Billionen Euro in der Pipeline. Die Grenze der Höhe der Brandmauer gibt es übrigens nicht mehr. Der Damm ist gebrochen und man macht nun fröhlich solange weiter, bis die gesamte Brandmauer so hoch wird, dass sie an Ihrem Eigengewicht einbricht.

  • @FlashGordon

    Gestern dachte ich, dass es Ihnen wieder besser ginge. Gute Besserung!

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