Euro-Rettungsschirm Griechenland könnte im Sommer erstmals Hilfsprogramme hinter sich lassen

Bevor das Land aus seinem dritten Rettungsprogramm entlassen wird, soll noch eine letzte Rate ausgezahlt werden. So lange muss Griechenland strikt Kurs halten.
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Man werde mittelfristige Maßnahmen zur Schuldenerleichterung prüfen, sofern Athen die Bedingungen erfülle, sagte EMS-Chef Klaus Regling. Quelle: Bildquelle
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Man werde mittelfristige Maßnahmen zur Schuldenerleichterung prüfen, sofern Athen die Bedingungen erfülle, sagte EMS-Chef Klaus Regling.

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AthenGriechenland könnte im Sommer mit einem Finanzpolster und weiteren Schuldenerleichterungen aus seinem dritten Rettungsprogramm entlassen werden. „Wir werden uns die Größe der letzten Rate anschauen, die dazu dienen sollte, die Bargeldreserve des Landes zu erhöhen“, erklärte der Chef des Euro-Rettungsschirms ESM, Klaus Regling, am Dienstag. Zudem werde man mittelfristige Maßnahmen zur Schuldenerleichterung prüfen, sofern Athen die Bedingungen erfülle.

Das hochverschuldete Griechenland hat nach einem harten Sparkurs und wirtschaftlicher Stabilisierung die Chance, im Sommer Hilfsprogramme und Sparauflagen erstmals seit 2010 hinter sich zu lassen. Vorher soll noch eine letzte Rate aus dem seit 2015 laufenden dritten Rettungsprogramm ausgezahlt werden. Dafür verlangen die EU-Partner 88 weitere Reformschritte.

„Derzeit laufen Diskussionen, wie das Paket aussehen soll“, erklärte Regling in einer Rede in Athen laut vorab verbreitetem Manuskript. „Ich bin zuversichtlich, dass nächste Woche beim Treffen der Euro-Gruppe eine Einigung gefunden werden kann.“

Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte am Dienstag gemeldet, die Bundesregierung erwäge ein zusätzliches Finanzpolster für Athen, wolle aber umfassende Schuldenerleichterungen verhindern. Im Gespräch sei, Griechenland finanziell so auszustatten, dass mindestens bis 2022 alle Kreditraten an die Euro-Staaten und den Internationalen Währungsfonds bedient werden können.

Regling lobte die bisherigen Reformbemühungen Griechenlands, mahnte aber gleichzeitig, strikt Kurs zu halten. Griechenland bleibe im Rahmen des normalen Frühwarnsystems unter Beobachtung. Insgesamt wurden laut Regling Hilfskredite über 270 Milliarden Euro bereitgestellt. Das dritte Hilfsprogramm hat einen Umfang von bis zu 86 Milliarden Euro, von denen bisher 45,9 Milliarden ausgezahlt wurden.

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  • dpa
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