Eurokrise Die Märkte glauben wieder an Griechenland

Athen erfüllt weitere Bedingungen, eine Treuhand soll die Privatisierung beschleunigen. Die anstehende Kreditrate wird wohl ausgezahlt werden - doch die nächste Finanzierungslücke wird schon wieder sichtbar.
  • Gerd Höhler und Dietmar Neuerer
Update: 31.05.2011 - 15:52 Uhr 59 Kommentare
Der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou. Quelle: dpa

Der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou.

(Foto: dpa)

AthenGriechenland und seine Gläubiger stehen kurz vor einer Einigung über weitere Sparmaßnahmen und Privatisierungen. Damit kann die griechische Regierung auf die Bewilligung der im Juni erwarteten Kreditrate von zwölf Milliarden Euro hoffen. Die Gelder gehören zu dem Hilfspaket von 110 Milliarden Dollar, das die Länder der Eurozone und der Internationale Währungsfonds (IWF) vor einem Jahr für das hoch verschuldete Griechenland schnürten. Würde die nächste Rate ausbleiben, wäre Griechenland nach den Worten von Finanzminister Giorgos Papakonstantinou bereits im Juli zahlungsunfähig.

Wie aus Athener Regierungskreisen zu erfahren war, steht man bei den Gesprächen über eine neue Finanzplanung für die Jahre 2011 bis 2015 kurz vor einer Einigung. Bereits in diesem Jahr muss der Athener Finanzminister das Budget um zusätzliche 6,4 Milliarden Euro entlasten. Bis 2015 will er ein Konsolidierungsvolumen von rund 28 Milliarden Euro umsetzen. Erreicht werden soll das unter anderem durch weitere Ausgabenkürzungen im öffentlichen Sektor: überflüssige Behörden sollen geschlossen werden, Zulagen der Staatsbediensteten gekürzt und Beförderungen ausgesetzt werden.

Trotz der vielen ungelösten Probleme setzen inzwischen auch die Finanzmärkte wieder auf Griechenlands Rettung Griechenlands vor der kurzfristigen Staatspleite. Der Euro kletterte am Dienstag auf 1,44 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit über zwei Wochen. Fünfjährige Kreditausfallversicherungen (CDS) auf griechische Staatsanleihen verbilligten sich um 43 auf 1400 Basispunkte, wie der Datenanbieter Markit mitteilte. Das bedeutet, dass es 1,4 Millionen Euro kostet, Schulden des Mittelmeeranrainers in Höhe von zehn Millionen Euro abzusichern. Auch portugiesische und irische CDS verbilligten sich.

Die Risikoaufschläge (Spreads) für zehnjährige griechische Anleihen gingen zwar zurück, lagen aber immer noch bei knapp 14Prozent. Die Renditen der als sicher geltenden zehnjährigen Bundesanleihe stiegen wieder über die psychologisch wichtige Marke von drei Prozent. Athens Zugeständnisse halfen auch dabei, den Deutschen Aktienindex klar über die zuvor hart umkämpfte Marke bei 7200 Punkten zu schieben.

Auslöser für den Stimmungsumschwung an den Märkten war ein Bericht des „Wall Street Journal“, wonach sich die Bundesregierung auch ohne eine Beteiligung privater Gläubiger an zusätzlichen Hilfen beteiligen wolle. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zufolge liegt das Thema jedoch weiter auf dem Tisch. Zudem knüpfte er weitere deutsche Unterstützung daran, dass der IWF das Land nicht fallen lässt.

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59 Kommentare zu "Eurokrise: Die Märkte glauben wieder an Griechenland"

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  • Alles Versprechen, wie bisher - heiße Luft, weiter nichts!

  • Sie könnten auch fordern, eine schonende Therapie für einen Mehrfachkrebserkrankten nach der dritten (wirkungslosen) Chemotherapie zu entwickeln, der sich dazu noch jeglicher Therapie verweigern will. Erst informieren udn verstehen, was Sache ist, dann schreiben!

  • http://coveringdelta.wordpress.com/2011/05/29/accusations-of-treason-in-the-greek-parliament/

    Wenn das stimmt, ist bei allem Glauben nichts mehr zu machen.

  • Das Volk wird nicht vergessen, wem es das alles zu verdanken hat!
    Jeder Abgeordnete welcher der potenziellen Enteignung des Deutschen Volkes - genannt "ESM" zustimmt, wird dafür später persönlich zur Rechenschaft gezogen werden.
    Sie kriegen euch alle!
    Wenn die Euro Lüge platzt, und jetzt mal ganz ehrlich - daran zweifelt doch niemand ernsthaft der logisch denken kann, dann werden noch sehr dramatische Zeiten kommen, und genau dann seit ihr alle fällig. Ihr werdet nicht mehr ruhig schlafen können, weil der zerfallende EU hörige Systemapparat euch keinen Schutz mehr gewähren wird vor der gerechten Strafe.
    Berlin wird die Stadt der geschmückten Laternen sein.
    Der Euro Zerfall und die Umverteilung der Steuergelder zur Stützung der Banken und Spekulanten, wird weitergehen; je länger es dauert desto lauter wird der Knall.
    Die Bürger werden sich das nicht gefallen lassen!
    Das ARD und Zweites Dumm Fernsehen guckende, dadurch verbödete, BRD Schlafschaf läßt sich zur Zeit noch ausbeuten und für dumm verkaufen.
    Aber wenn die ganze desaströse Euro Lügengeschichte mit einem Knall auffliegt und es danach an das Eingemachte des naiven BRD Blödschafes geht, dann wacht es ganz plötzlich auf und wird wie eine tollwütige Furie beißwütig und blindlings auf alles losgehen.
    Dann ist es vorbei mit dieser europhilen Pseudo-Demokratie die das deutsche Volk ausbluten läßt und der Mob wird auf den Strassen tanzen.
    Dann holt sich jeder zurück was sein ist und die Umverteilung wird von oben nach unten gehen. Und genau dann seit IHR fällig, direkt aus dem Reichstag an die Laterne oder hinter den PKW gekettet, die Bürger werden viel Spaß mit euch haben.
    Und Zuhause braucht ihr euch auch nicht zu verstecken, sie kriegen euch alle. Das asoziale Stasi Mistvieh im Hosenanzug und der verbitterte senile deutschenfeindliche alte Mann im Rollstuhl sind sicher zuerst dran.
    Justice For All

  • hat er nicht schon 100.000.- geschleppt und ist zurückgetreten ?

  • Die Kommunisten/Sozialisten egal welches Landes bekommen es nicht hin...

  • Griechenland hat seine Eigenstaatlichkeit verwirkt.Ein Leben als Heloten der Banken und anderer Organisationen steht ihnen bevor.

  • Türke ist jedenfalls kein Schimpfwort.Bei Grieche müßte ich nachdenken.

  • Israel wäre in der EU-Zone willkommen.Auch ein qualifizierter Israeli , wie z.B. der derzeitige Gouverneur der israelischen Notenbank Stan Fischer ist als neuer IWF Chef oder falls ein Beitritt erfolgt wäre als EZB Chef willkommen.

  • Ja, absolut! Bayern MUSS raus. SOFORT.

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